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iSCSI als Storage genug oder weitere Zertifizierungen nötig

    Frage

  • Hi

    Mein gewünschtes ERP verwendet SQL-Express 2008 R2. Genügt iSCSI auf einen NAS als Storage für die mdf Datenbank oder muss ein NAS (iSCSI) weitere Zertifizierungen erfüllen?

    Gruss

    Daniel

    Montag, 29. August 2011 16:22

Antworten

  • Hallo Daniel,

    ich will hier nicht mit zu viel technischen Details um mich werfen,
    und ich habe mich sehr vorsichtig ausgedrückt.

    Kurz: Die Preisdifferenz von NAS zu SAN muss schließlich irgendwo herkommen.
    Ich habe nicht umsonst auf DELL verwiesen, wo beides einträchtig nebeneinander
    verkauft wird; die Preisunterschiede aber eine deutliche Sprache sprechen dürften.

    Im Bereich von NAS gibt es teilweise sehr vollmundige Werbeaussagen.
    Nur weil das iSCSI und viele hübsche Kürzel mehr drauf stehen, heißt das längst nicht,
    dass alles wie von selbst funktioniert  und Fehler ausgeschlossen sind und das für ein Butterbrot.

    So sollte man bei Aussagen wie Spiegelung (RAID-1/5/10...) vorsichtig sein-
    das sind häufig nur Software-Raids, womit weitere Probleme nicht auszuschließen sind.

    Ein Atom ist von der Leistung einem Rechner von vor 10 Jahre vergleichbar
    und auch dort wird oft gespart - so ist mir mehr als eine SQL Server Installation
    untergekommen, die wegen mangelhaftem Speicher, miserablen Kabeln "Mist gebaut" hat.

    Natürlich kann man einen SQL Server auch auf einem Netbook betreiben.
    Und das mag lange gut gehen - kann aber auch morgen schon schief gehen.

    Eine SQL Server Installation ist aber sowohl von CPU wie I/O anspruchsvoller
    als das gängige Arbeiten mit einer Textverarbeitung.

    Wobei man das bei zwei Arbeitsplätzen nicht so merken wird, als wenn Dutzende,
    Hunderte oder Tausende daran arbeiten - was ein SQL Server auch leisten kann.

    Ein dedizierter Server ist insofern alle Male besser und dass muss kein hoch ausfallsicherer Server sein,
    eine solider kleiner Server tut es da, wie ihn (solide) Fachhändler anbieten.
    Wenn er etwas länger halten soll, lege ihn als 64 Bit mit Windows 2008 R2 aus,
    denn das funktioniert auch mit der nächsten SQL Server Version noch.

    Eine durchgängige Sicherungsstrategie sollte immer vorhanden sein. 
    Dann lässt sich ein Ausfall leichter verschmerzen.

    Nicht zuletzt (und nicht SQL Server spezifisch):
    Man sollte seine Geschäftsdaten soweit als möglich von außen abschotten.
    Deswegen sollten Dienste wie FTP/PHP/Remote Access und Co besser auf
    einem getrennten Rechner laufen. Denn so kann man leichter vermeiden,
    dass sich Fremde an den eigenen Daten zu schaffen machen.
    Denn kritische Fehler tauchen immer mal wieder auf - siehe die monatlichen
    Aktualisierungsrunden bei Microsoft und anderswo.

    Gruß Elmar

    Dienstag, 30. August 2011 22:13
  • Vor allem als der Hersteller des ERP gesagt hat, NAS ist kein Problem (mdf und ldf auf's NAS verschieben und DB.ini anpassen), was dann aber nicht funktionierte.
    ....
    Auf meinen Netbook mit Atom N570, 2GB Ram, Win7 32bit, OCZ Vertex3 SSD läuft das ERP mit lokaler Datenbank bisher auf jeden Fall problemlos.


    Hallo Daniel,

    mit dem Anpassen einer INI Datei ist es nicht getan, zunächst muss mal die Datenbank-Datei als Datenbank im SQL Server angehängt werden. Wenn der Hersteller / Händler sich so sicher ist, das es geht und problemlos läuft, soll er es Dir mal vorführen. Ein einfaches NAS gibt es bereits für einen Hunderter im Elektronik-Supermarkt und reicht für eine Demo.
    Ich hatte privat mal ein Billig-SAN NetGear SC101, damit lief es sehr gut, leider wurden die Treiber nicht für neue Windows Versionen gepflegt ... billig halt. Ein NAS habe ich auch noch, aber es bisher noch nicht damit versucht, eine DB darauf zu betreiben; wenn es mal wieder regnet werde ich es mal austesten.

    Ich habe, wieder privat, ebenfalls ein kleines Notebook, auf dem der SQL Server läuft. System- und ein paar kleinere Testdatenbanken liegen auf der lokal (lahmen) HD, eine größere DB habe ich auf einer USB Festplatte; natürlich aus dem Supermarkt. Und auch das läuft problemlos.
    Aber mir sind zeitlebens soviel Festplatten gestorben (einen Tag nach Ablauf der Garantie, natürlich), das ich weiss, dass das sehr unsicher ist und ich demnächt mal wieder damit beschäftigt bin, alle Datenbanken zu restoren. Und die Arbeitszeiten für diese Tätigkeiten sollte man in seiner Kalkulation berücksichtigen.
    Stell Dir mal vor, Du bist (weit weg) im Urlaub und es passiert etwas, was ein Desaster Recovery o.ä. von Nöten macht. Bis zum Ende Deines Urlaub kann es nicht warten, also muss ein Technik von einem anderen Unternehmen her. Der schüttelt den Kopf "Was für eine ungewöhnliche Konstellation, das dauert deswegen schon mal doppelt so lange" und an Ende kommt ein ganzer Arbeitstag an Aufwand und somit über ein Tausend EUR Kosten bei raus; das Geld ist besser in einen kleinen Server inkl. Stromrechnung investiert. Übrigens, man kann Server auch leasen, freut die Buchhaltung weil es bilanzneutral ist.

     

     


    Olaf Helper
    * cogito ergo sum * errare humanum est * quote erat demonstrandum *
    Wenn ich denke, ist das ein Fehler und das beweise ich täglich
    Blog Xing
    Freitag, 2. September 2011 16:33

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  • Hallo Daniel,

    mit der Aussage NAS (iSCSI) ist keinerlei Qualitätsaussage verbunden.
    Vielmehr findet man in der Kategorie Hardware jeglicher Couleur - gute wie weniger gute.

    Bevorzugt wird i. a. ein SAN (auch wenn die Grenzen teilweise verwischt sind)

    Von Microsoft gibt es dazu folgende Aussagen: SQL Server and Network Attached Storage (NAS)
    und Unterstützung von Datenbankdateien im Netzwerk in SQL Server

    Auch wenn die Datenbank nur kleiner ist (Express max. 10 GB), so solltest Du eine Trennung
    von Datenbank-Dateien (MDF) und Protokolldateien (LDF) auf getrennten Laufwerken anstreben.
    Wichtig ist zudem eine durchgängige Sicherungsstrategie auf externen Medien.

    Umgekehrt: Vermeiden solltest Du alles auf ein Medium (Karte) zu setzen,
    wenn Dir die Daten wichtig sind.

    Gruß Elmar

    Montag, 29. August 2011 20:28
  • Hallo Daniel,
    Mein gewünschtes ERP verwendet SQL-Express 2008 R2. Genügt iSCSI auf einen NAS als Storage für die mdf Datenbank oder muss ein NAS (iSCSI) weitere Zertifizierungen erfüllen?

    Zertifizierung wofür? Wenn es läuft, läuft es. Wenn nicht, nicht.

    Rein für die Lauffähigkeit braucht es keinerlei Zertifizierung, schon gar nicht für SQL Server Express.

    Was also meinst Du?

     


    Gruß, Stefan
    Microsoft MVP - Visual Developer ASP/ASP.NET
    http://www.asp-solutions.de/ - Consulting, Development
    http://www.aspnetzone.de/ - ASP.NET Zone, die ASP.NET Community
    Montag, 29. August 2011 20:29
  • Vielen Dank für die Reaktionen.

    Elmar
    Der Hersteller des ERP hat mdf und ldf am gleichen Ort. Ist das ein Problem? Sicherung steht auf einem anderen Blatt und ist soweit gelöst mit RAID und Backup (u. U. auch noch mit Live-Remote-Spiegelung). Mit meinem herkömmlichen NAS (das kein iSCSI hat) hat es schon mal nicht geklappt die DB von einem Netzlaufwerk zu öffnen. Da habe ich gedacht, vielleicht ist ein NAS mit iSCSI besser. Bisher habe ich aber noch keine eindeutigen Aussagen erhalten, ob SQL generell problemlos auf Storage via iSCSI zugreiffen kann. Der Link http://www.microsoft.com/sql/alwayson/storage-requirements.mspx auf der Seite "Unterstützung von Datenbankdateien im Netzwerk in SQL Server" (KB304261) verweist leider nicht auf "requirements" und ich habe diese auch noch nicht gefunden. Gilt iSCSI als SAN?

    Stefan
    Auszug aus "Unterstützung von Datenbankdateien im Netzwerk in SQL Server" (KB304261):
    - Server, die für diesen Zweck verwendet werden, müssen die Anforderungen von SQL Server hinsichtlich der Garantien für die Schreibreihenfolge der Daten und Write-Through erfüllen....
    - Bei ... oder NAS-Speicherservern, die WHQL-zertifiziert sind (WHQL = Windows Hardware Quality Lab), ist automatisch gewährleistet...
    - Wenn Sie ein nicht WHQL-zertifiziertes Speichergerät mit SQL Server einsetzen, das die in diesem Artikel beschriebenen E/A-Garantien für die Verwendung einer Transaktionsdatenbank unterstützt, bietet Microsoft uneingeschränkten Support für SQL Server und SQL Server-Anwendungen. (leider habe ich die "E/A-Garantien" nirgends gefunden)

    Ich möchte anstatt einem teuren und wartungsintensiven Server ein günstiges wartungsfreies RAID-NAS (oder anderen Storage wie z.B. iSCSI) für die SQL-DB verwenden und trotzdem sicher sein, dass ich keine korrupten Daten oder gar Datenverlust wegen einem "nicht SQL konformen" Storage erleide. SQL-Express selber läuft auf jedem PC auf dem auch die ERP installiert ist. Nur die Daten der Datenbank möchte ich im Netzwerk (u.U. auch über WAN und darum sicher auch einfacher mit einem NAS) für mehrere User zur Verfügung haben.

    Hersteller (die ich kenne) von NAS mit iSCSI sind Synology, Qnap, Netgear, Cisco, Dlink und iomega. Vielleicht gibt es noch weitere/bessere?

    Ich kenne SQL bisher überhaupt nicht und bin das erste mal damit konfrontiert.

    Gruss
    Daniel
    Dienstag, 30. August 2011 10:42
  • Hallo Daniel,

    der Unterschied zwischen SAN und NAS ist weniger die Hardware - so kann iSCSI für beide eingesetzt werden.
    Vielmehr unterscheiden sie sich in der Art des Zugriffes, eine Erläuterung findest Du in der Wikipedia:
    Network Attached Storage (NAS)
    und Storage Area Network (SAN)

    NAS ist (in seiner Grundform) relativ unsicher (und zudem oft nicht schnell genug),
    da die eingesetzten (Netzwerk-)Dateisysteme häufig nicht die Anforderungen erfüllen.
    Die (oft) eingesetzten Dateisystem wie SMB/CIFS sind primär für den Austausch von Dateien ausgelegt.
    Für einen SQL Server sind die jedoch nicht gedacht - der "fordert" Dateisysteme deutlich mehr.
    Und bei einem NAS steigt das Risiko des Datenverlustes, wenn es nicht darauf ausgelegt ist.

    Der Großteil der von Dir aufgeführten Hersteller liefern (so weit mir bekannt) üblicherweise Geräte,
    die für Heimnetzwerke gedacht sind z. B. für eine Datei-/Video-/Multimedia-Bibliothek.

    SAN Lösungen findest Du z. B. bei DELL (dort gibt es beide Typen).

    Was das Trennen der Daten- und Protokolldateien angeht: Das kann man frei konfigurieren.
    Eine Ablage auf einem Medium ist zwar möglich, und wird bei kleineren Lösungen schon mal verwendet.
    Im im Sinne einer Fehlertoleranz (und bei größeren Installationen) der Geschwindigkeit ist ein Trennung sinnvoll.
    Denn man kann auf Basis der Protokolle eine Datenbank aus einer Sicherung wiederherstellen.

    Gruß Elmar

    Dienstag, 30. August 2011 14:01
  • Mit meinem herkömmlichen NAS (das kein iSCSI hat) hat es schon mal nicht geklappt die DB von einem Netzlaufwerk zu öffnen

    SQL-Express selber läuft auf jedem PC auf dem auch die ERP installiert ist. Nur die Daten der Datenbank möchte ich im Netzwerk (u.U. auch über WAN und darum sicher auch einfacher mit einem NAS) für mehrere User zur Verfügung haben.


    Hallo Daniel,

    vielleicht verstehe ich das miss, aber hast Du vor eine (MDF) Datenbank Datei aufs NAS zu legen und alle SQL Server Express Instanzen verwenden die eine Datei? Das geht schon mal nicht, eine Datenbank-Datei kann immer nur von einem SQL Server verwendet werden.

    Oder soll jeder Client eine eigene Kopie der Datenbank erhalten? Das würde bei einem ERP System keinen Sinn machen, das jeder seine eigenen Bewegungsdaten vorhält; eine Lagerhaltung würde überhaupt nicht gehen.

    Normalerweise hat man einen SQL Server (Express), in der die Datenbank angehängt wird und alle Clients verbinden sich dann mit dem SQL Server und greifen so auf den gleichen Datenbestand zu.

    Dann wegen NAS/SAN: Ein SAN wird wie eine lokale Platte eingebunden, hat also auch immer ein Laufwerksbuchstaben. Ein NAS / UNC Pfad wird in der Regel über ein Login-Script als Laufwerk gemappt, also User-bezogen. Der SQL Server läuft im Standard über eine Service Account "LocalSystem", das sich nicht interaktiv anmeldet, somit kein Login-Skript ausführt und kein Laufwerk gemappt hat.

    Beim SQL Server kann man keine Datenbanken auf einem UNC Pfad legen, es muss ein Pfad sein. Du müsstest also das Share vom NAS als Laufwerk einbinden, damit Du es für den SQL Server nutzen kannst.

    Ansonsten wenn es denn doch ein SQL Server sein soll, könntest Du noch ein lokales RAID als Alternative in Betracht ziehen.


    Olaf Helper
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    Blog Xing
    Dienstag, 30. August 2011 15:52
  • Hi Elmar

    Ein deidiziertes SAN ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Wir sind 2 Personen (darum läuft auch kein Server bei uns). Wir wollen aber jederzeit auf die Daten zugreifen (auch von extern).

    Aber es gibt ja auch NAS mit iSCSI. Natürlich würde ich ein schnelles NAS mit iSCSI, RAID, USV-Support nehmen und kein kleines das nur für "für den Austausch von Dateien" ist. Soweit ich bei Microsoft gelesen habe, müssen NAS einfach iSCSI bieten, WHQL zertifiziert sein, "guaranteed delivery to stable media" und/oder "Designed/Certified for Windows" sein damit man von Microsoft überhaupt Support bekommt (soweit ich gelesen habe soll iSCSI aber grundsätzlich funktionieren).

    Jetzt ist aber noch der Einwand von Olaf aufgetaucht wegen den Instanzen.

     

    Hi Olaf

    Auch wenn die Instanzen auf den unterschiedlichen PCs alle den selben Instanzen-Namen haben?

    Das lokale RAID (bzw. der PC in/an dem das lokale RAID läuft) muss dann halt immer laufen und das möchte ich eben genau vermeiden. Auch ein remote-boot ist nicht die optimale Lösung. Ich will ja nicht eine halbe Stunde warten, bis ich schnell eine Kundennummer raussuchen kann.

     

    Ihr seht, ich bin absoluter Neuling auf dem Gebiet SQL und muss meine Anfängerfragen stellen um es zu verstehen. Der Hersteller des ERP hat mir halt gesgat "NAS ist kein Problem".

    Gruss

    Daniel

    Dienstag, 30. August 2011 17:54
  • Hallo Daniel,

    ob Kanonen oder Spatzen lassen wir mal dahingestellt.

    Denn wie Olaf wohl richtig extrahiert hat, besteht bei Dir ein Mißverständnis, was ein SQL Server ist.
    Er ist nicht mit einer dateibasierten Verwaltung ala Microsoft Access vergleichbar.

    Es handelt sich wie der Name andeutet, um ein  Server Programm
    und benötigt dazu einen vollwertigen (Windows)-Rechner.

    Alle angeschlossenen Rechner greifen über den Server Prozess auf die Datenbankdateien zu.
    Und er muss dazu exklusiven Zugriff auf die Datenbankdateien haben.
    Der Datenaustausch erfolgt direkt über das Netzwerk (und nicht über Dateizugriffe).

    Wenn Du nur einen "zwei Personen Haushalt" hast:

    Zwar ist es durchaus möglich einen SQL Server auf einem der Desktop Rechner zu betreiben,
    sinnvoller ist aber ein dedizierter Server-Rechner (mit CPU).

    Sonst muss zumindest der Rechner mit dem SQL Server immer laufen,
    damit der (die) anderen darauf zugreifen können.

    Installiere einen (kleinen) Server mit einem RAID System und vergiss das NAS (SAN),
    das käme am Ende teurer, wenn es die Anforderungen erfüllen soll.

    Gruß Elmar

    Dienstag, 30. August 2011 18:17
  • Hallo Daniel,

    die Instanzennamen sind hier egal, es geht um einen exklusiven Datenbankdatei-Zugriff und den gibt es nur für eine SQL Server Instanz.

    Du hast für eine kleine Konfiguration zwei (oder mehr) Möglichkeiten:

    - Einer der beiden Rechner wird zum "Server" erklärt, unabhängig davon welches Storage zum Einsatz kommt. Der muss niccht zwingend 24/7 laufen. Der erste der beiden Mitarbeiter, der ins Büro kommt, schaltet ihn ein; ein Logon ist nicht nötig, den der SQL Server läuft als Dienst. Der letzte der geht, schaltet ihn dann wieder aus. Dann ist es nur wirklich sehr, sehr wichtig, sich um ein sehr, sehr sicheres Backup zu kümmern. Der muss zu Zeiten erfolgren, wo der Rechner garantiert läuft und sollte dann auf mindestens 2 unterschiedliche Medien erfolgen, den Desktop Systeme sind halt von der Lebensdauer nicht so zuverlässlich wie Server Systeme.

    - Einfache Small Business Server Systeme kosten inzwischen nur noch etwas mehr als Desktop System und kann dann auch noch andere Aufgaben übernehmen, wie File Share, Web Proxy, Fax Server und so weiter.

    Was ich bisher noch nicht versucht habe, aber mal interessant wäre, ist ein Mini-PC mit Atom Processor für einen SQL Server zu verwenden. SQL Server Express unterstützt eh nur einen Prozessor und 1 GB RAM; und soviel können 2 Leute eigentlich nicht tippen, um den Rechner auszulasten. Wäre eine kostengünstige & resourcen & stromsparende Variant.
    Bitte nicht ernst nehmen; war nur so eine spassige Idee ;-)

    Wieso möchtest Du einen 24/7 Betrieb eine RAID / Servers vermeiden, Festplatten sind mittlerweile alle für einen langlebigen Dauerbetrieb ausgelegt?


    Olaf Helper
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    Dienstag, 30. August 2011 19:15
  • Mit einem NAS habe ich mir das alles halt etwas einfacher vorgestellt. 2 Festplatten rein, anschliessen und einschalten, RAID läuft, 24/7, keine aufwändigen Installationen, einfache Konfiguration, Spiegelung, Alarme, einfacher Zugriff von aussen. Alles in einer kleinen und günstigen Box von der man sich auch locker eine zweite plus Festplatten als Reserve hinstellen oder im Lager halten kann. Quasi nur für die Daten von 2 Personen der ERP einen Server hinzustellen "stinkt" mir etwas. Die Lizenz ist nicht das Problem, habe Action-Pack. Aber neben den 3 PCs, 2 Notebooks und 2 Netbooks die aktiv sind und 3 weiteren PCs die nur zeitweise speziell gebraucht werden, wollte ich die Installation, Wartung und Stromverbrauch eines Servers oder weiteren PC als "Server" vermeiden. Vor allem als der Hersteller des ERP gesagt hat, NAS ist kein Problem (mdf und ldf auf's NAS verschieben und DB.ini anpassen), was dann aber nicht funktionierte.

    Ich glaube ich habe nun begriffen, dass Netzwerkfreigaben/Netzlaufwerke nicht funktionieren  (Filezugriff / Blockzugriff). Daher dachte ich, ein NAS mit iSCSI. Tönt doch genau nach dem was ich brauche ("virtueller" SCSI-Blockzugrif über TCP/IP). Auch mein Hardware/Software Dealer hat mir gesagt, iSCSI ist genau das für SQL. Wenn ich aber richtig überlege, werden die NAS mit iSCSI aber dediziert nur für Backup von SQL angepriesen, wenn ich das in meiner Evaluations-Wut noch richtig im Gedächtnis habe.

    Wenn ich das nun aber weiter richtig verstanden habe, kann immer nur eine "Installation von SQL-Server" (Instanz) jeweils auf eine Datenbank zugreifen. Das vernichtet quasi die Idee, Applikation auf PC/Notebook und Daten auf einfachem zentralem Speicher.

    24/7 ist zwingend, da auch von extern darauf zugegriffen werden muss, auch nach "Bürozeiten". Ich will nicht 24/7 wegen den Festplatten vermeiden.

    Auf meinen Netbook mit Atom N570, 2GB Ram, Win7 32bit, OCZ Vertex3 SSD läuft das ERP mit lokaler Datenbank bisher auf jeden Fall problemlos. Genau eine kosten-, ressourcen- und strom-sparende 24/7 Lösung wollte ich, aber am liebsten eben ohne weiteren PC/Windows. Ich brauche eben auch kein weiteres "File Share" und Web-Proxy, Fax-Server etc.. Von daher würde für "weitere Dienste" wie FTP/PHP/mySQL/Remote-Access/DynDNS etc. ein NAS genügen. RAID-NAS gibt es ja auch schon mit dualcore Atom und 2GB RAM. Und wenn dann Geschäftskritische Daten auf einem Server/PC/Windows sind, kommt schnell einiges zusammen um Redundanz und Verfügbarkeit der Hardware zu gewährleisten.

    Gruss
    Daniel
    Dienstag, 30. August 2011 21:02
  • Hallo Daniel,

    ich will hier nicht mit zu viel technischen Details um mich werfen,
    und ich habe mich sehr vorsichtig ausgedrückt.

    Kurz: Die Preisdifferenz von NAS zu SAN muss schließlich irgendwo herkommen.
    Ich habe nicht umsonst auf DELL verwiesen, wo beides einträchtig nebeneinander
    verkauft wird; die Preisunterschiede aber eine deutliche Sprache sprechen dürften.

    Im Bereich von NAS gibt es teilweise sehr vollmundige Werbeaussagen.
    Nur weil das iSCSI und viele hübsche Kürzel mehr drauf stehen, heißt das längst nicht,
    dass alles wie von selbst funktioniert  und Fehler ausgeschlossen sind und das für ein Butterbrot.

    So sollte man bei Aussagen wie Spiegelung (RAID-1/5/10...) vorsichtig sein-
    das sind häufig nur Software-Raids, womit weitere Probleme nicht auszuschließen sind.

    Ein Atom ist von der Leistung einem Rechner von vor 10 Jahre vergleichbar
    und auch dort wird oft gespart - so ist mir mehr als eine SQL Server Installation
    untergekommen, die wegen mangelhaftem Speicher, miserablen Kabeln "Mist gebaut" hat.

    Natürlich kann man einen SQL Server auch auf einem Netbook betreiben.
    Und das mag lange gut gehen - kann aber auch morgen schon schief gehen.

    Eine SQL Server Installation ist aber sowohl von CPU wie I/O anspruchsvoller
    als das gängige Arbeiten mit einer Textverarbeitung.

    Wobei man das bei zwei Arbeitsplätzen nicht so merken wird, als wenn Dutzende,
    Hunderte oder Tausende daran arbeiten - was ein SQL Server auch leisten kann.

    Ein dedizierter Server ist insofern alle Male besser und dass muss kein hoch ausfallsicherer Server sein,
    eine solider kleiner Server tut es da, wie ihn (solide) Fachhändler anbieten.
    Wenn er etwas länger halten soll, lege ihn als 64 Bit mit Windows 2008 R2 aus,
    denn das funktioniert auch mit der nächsten SQL Server Version noch.

    Eine durchgängige Sicherungsstrategie sollte immer vorhanden sein. 
    Dann lässt sich ein Ausfall leichter verschmerzen.

    Nicht zuletzt (und nicht SQL Server spezifisch):
    Man sollte seine Geschäftsdaten soweit als möglich von außen abschotten.
    Deswegen sollten Dienste wie FTP/PHP/Remote Access und Co besser auf
    einem getrennten Rechner laufen. Denn so kann man leichter vermeiden,
    dass sich Fremde an den eigenen Daten zu schaffen machen.
    Denn kritische Fehler tauchen immer mal wieder auf - siehe die monatlichen
    Aktualisierungsrunden bei Microsoft und anderswo.

    Gruß Elmar

    Dienstag, 30. August 2011 22:13
  • Vor allem als der Hersteller des ERP gesagt hat, NAS ist kein Problem (mdf und ldf auf's NAS verschieben und DB.ini anpassen), was dann aber nicht funktionierte.
    ....
    Auf meinen Netbook mit Atom N570, 2GB Ram, Win7 32bit, OCZ Vertex3 SSD läuft das ERP mit lokaler Datenbank bisher auf jeden Fall problemlos.


    Hallo Daniel,

    mit dem Anpassen einer INI Datei ist es nicht getan, zunächst muss mal die Datenbank-Datei als Datenbank im SQL Server angehängt werden. Wenn der Hersteller / Händler sich so sicher ist, das es geht und problemlos läuft, soll er es Dir mal vorführen. Ein einfaches NAS gibt es bereits für einen Hunderter im Elektronik-Supermarkt und reicht für eine Demo.
    Ich hatte privat mal ein Billig-SAN NetGear SC101, damit lief es sehr gut, leider wurden die Treiber nicht für neue Windows Versionen gepflegt ... billig halt. Ein NAS habe ich auch noch, aber es bisher noch nicht damit versucht, eine DB darauf zu betreiben; wenn es mal wieder regnet werde ich es mal austesten.

    Ich habe, wieder privat, ebenfalls ein kleines Notebook, auf dem der SQL Server läuft. System- und ein paar kleinere Testdatenbanken liegen auf der lokal (lahmen) HD, eine größere DB habe ich auf einer USB Festplatte; natürlich aus dem Supermarkt. Und auch das läuft problemlos.
    Aber mir sind zeitlebens soviel Festplatten gestorben (einen Tag nach Ablauf der Garantie, natürlich), das ich weiss, dass das sehr unsicher ist und ich demnächt mal wieder damit beschäftigt bin, alle Datenbanken zu restoren. Und die Arbeitszeiten für diese Tätigkeiten sollte man in seiner Kalkulation berücksichtigen.
    Stell Dir mal vor, Du bist (weit weg) im Urlaub und es passiert etwas, was ein Desaster Recovery o.ä. von Nöten macht. Bis zum Ende Deines Urlaub kann es nicht warten, also muss ein Technik von einem anderen Unternehmen her. Der schüttelt den Kopf "Was für eine ungewöhnliche Konstellation, das dauert deswegen schon mal doppelt so lange" und an Ende kommt ein ganzer Arbeitstag an Aufwand und somit über ein Tausend EUR Kosten bei raus; das Geld ist besser in einen kleinen Server inkl. Stromrechnung investiert. Übrigens, man kann Server auch leasen, freut die Buchhaltung weil es bilanzneutral ist.

     

     


    Olaf Helper
    * cogito ergo sum * errare humanum est * quote erat demonstrandum *
    Wenn ich denke, ist das ein Fehler und das beweise ich täglich
    Blog Xing
    Freitag, 2. September 2011 16:33
  • Hi zusammen

    Vielen Dank für die interessanten und für mich sehr lehrreichen Informationen.

    Na ja, für einen eigenen Server muss man sich ja auch Ausfall-Prozeduren zurechtlegen und entsprechende Ersatz-Hardware bereit haben. Und wenn das dann nicht eine aktive Replikation ist sondern nur ausgeschaltet herumsteht, weiss man auch nicht was passiert wenn man es einschaltet. Bei Hardware die nicht eingeschaltet ist kann man nie wissen ob sie funktioniert. Es gibt NAS (RAID, iSCSI), da stellt man zwei hin und sagt dem einen es soll sich permanent auf das zweite replizieren (auch offsite möglich, b.B. zusätzlich). Ich finde einfach, ein Server für 2 Personen ist extrem.

    Ein billiges NAS habe ich, damit hat es eben nicht funktioniert. Mühsam ist halt, dass die Hersteller bei Konstellationen von Komponenten verschiedener Hersteller meistens sofort keinen Support mehr leisten und keine Auskunft geben können.

    Zuerst kam mir jetzt noch die Idee nach "Hosted-Windows" in der Cloud wo ich selber SQL draufpacken kann, da habe ich gesehen es gibt auch nur "Hosted-MSSQL". Ich glaube das würde mir reichen. Hat da jemand eine Empfehlung zu einem Anbieter? Vielleicht sogar wo man das mal unverbindlich testen kann? Ist VPN nötig oder hat die Verbindung zum SQL-Server sowieso Verschlüsselung? Interessant dabei ist halt auch, dass man das heutzutage sogar sehr einfach skalieren kann, praktisch auf Knopfdruck, und so viel Power (Space, RAM, CPU-Time) mieten kann wie man benötigt. Was kann der Unterschied sein, wenn man für etwa gleiche Angebote (auf den zweiten Blick) einmal 5.-/Mt. und woanders 50.-/Mt. bezahlt?

    Grüsse
    Daniel
    Freitag, 2. September 2011 20:38