Datawarehouse im Bezug auf Controlling
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Mittwoch, 25. April 2012 16:50
Hallo zusammen,
ich möchte gerne wissen, wozu ein Datawarehouse im Bezug auf Controlling gut sein soll. Sagen wir mal, für den Betrieb einer Kunstblumenherstellung:
1. Blüten
2. Stiele
3. Blättchen
Wir erhalten diese Teilbestände in bestimmter Menge.
Was ist nun der Bezug dieses Szenarios zu Controlling und Datawarehouse. Sicher ist, dass die Menge der erworbenen Teilbestände als Daten ins Datawarehouse geht.
Die "Verwendung" von Datawarehouse kann ich mir nur im einfachen Sinne vorstellen:
Ich zeige meinem Chef, wieviel Teilbestände eingekauft wurden und dazu die Produktionsmenge und Absatzmenge.
Nun möchte ich das Blickfeld erweitern, und zwar im Bezug auf Controlling.
Vielen Dank im Voraus.
Gruss
- Typ geändert Raul TalmaciuMicrosoft Contingent Staff, Owner Mittwoch, 2. Mai 2012 07:38 Warten auf Feedback
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Mittwoch, 25. April 2012 17:22
wozu ein Datawarehouse im Bezug auf Controlling gut sein soll.
Hallo Leo,
ein DWH ist eine technische Lösung und es gibt keinen direkten fachlichen Bezug. Wie nützlich ein DWH fürs Controlling ist, hängt davon ab, wie Du es entwirfst.
Fürs operative Geschäft nutzt man ein OLTP mit normalisierten Aufbau, um performant Schreiboperationen sowie referenzielle Integrität etc zu gewährleisten. Nur für umfangreiche Auswertungen, wie man es im Controlling benötigt, ist das eher suboptimal und langsam, zudem würde es das OLTP und somit das operative Geschäft über Gebühr belasten.
Deswegen überführt man die OLTP Daten in (teil-) denormalisierter Form in ein DWH, um dort ein performantes Reporting aufsetzten zu können, ebenso kann es als Quelle für OLAP dienen.
Olaf Helper
* cogito ergo sum * errare humanum est * quote erat demonstrandum *
Wenn ich denke, ist das ein Fehler und das beweise ich täglich
Blog Xing -
Mittwoch, 25. April 2012 17:36
Hi,
also im Datawarhouse werden soweit wie sinnvoll und nötig aus sämtlichen Systemen die in einem Unternehmen an Prozessen beteiligt sind zusammengeführt.
Sprich mittels ETL in ein relationales DWH gebracht und von dort aus typischer weise in das Multidimensionale DWH (OLAP Cubes).
Somit sind die Daten nicht nur für das Controlling interessant, sondern auch für Logistik, Disposition, Marketing usw.
Die Aufgabe des DWH ist es sämtliche Daten in einen Bezug zueinander stellen zu können.
Wenn der Controller z.B. wissen möchte wieviele Blumen in welcher Zeit (Jahre,Quartale/Monate/Tage/Stunden/minuten/Sekunden) gefertigt wurden und wieviele Blumen in gleicher Zeit agbgesetzt worden sind, dazu dann noch wissen möchte wie hoch der EK die Produktionskosten und der VK war, das ganze dann bitte noch über alle Vertriebskanale und alle Länder bis runter zur einzelnen Filiale die eine Blume Verkauft hat und dazu noch die Medien wissen möchte in welchen diese Blume beworben wurde, dann sind das typische fragen die an Sog. OLAP Cubes gestellt werden, diese bieten den Vorteil, dass hier die Daten "3 dimensional" vorgehalten werden. Sprich die Daten sind für z.B. bestimmte Zeitabschnitte voraggregiert und somit sehr schnell abfragbar und auszuwerten.
weiter hin bietet das DWH die Grundlage für Datamining
Sollte ich etwas vergessen haben bitte ich das zu verzeihen ;-) aber das Gebiet DWH ist so groß, dass es ganze Bücherregale füllen kann.
http://www.controlling-wiki.com/de/index.php/Data_Warehouse_im_Controlling
http://de.wikipedia.org/wiki/Online_Analytical_Processing
http://de.wikipedia.org/wiki/Data-Mining
http://de.wikipedia.org/wiki/Data-Warehouse
Viele Grüße
Theo
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Mittwoch, 25. April 2012 17:39
Hallo Olaf,
danke für die rasche Antwort erstmal. Du hast einen Punkt erwähnt:
... für umfangreiche Auswertungen, wie man es im Controlling benötigt...
Die Frage weicht vielleicht schon von der IT-Thematik aus, aber trotzdem stelle ich sie:
könntest Du vielleicht weiter dazu was sagen? Also, ich stelle mir vor, ich hab nun die Datenwürfel bzw. die OLAP-Würfel. Ich bin gleichzeitig der Controller. Wie unterstützt mich nun diese OLAP-Würfel bei Controlling?
Vielen Dank im Voraus.
Leo
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Mittwoch, 25. April 2012 17:51
Wie unterstützt mich nun diese OLAP-Würfel bei Controlling?
Hallo Leo,
auch hier lautet die Antwort (fast) wieder: Wie nützlich es ist, hängt davon ab, wie Du den Cube entwirfst.
Aber um den nennenswerten Unterschied zwischen dem klassichen Reporting und OLAP zu nennen:
Berichte sind in der Regel sehr starr, um Performanz zu erreichen werden auf den Report speziell ausgerichtete Indizes erstellt und gibt es Änderungen am Bereichtsinhalt, müssen die Indizes ggf. ebenfalls angepasst werden.
OLAP ermöglicht Ad-Hoc Reporting, der User kann z.B. in MS Excel als Pivot Tabelle sich die Auswertung selbst zusammen stellen, ohne so was wie Indizierung im Hinterkopf zu behalten; OLAP is daraus ausgelegt, möglichst "immer" (mit Einschränkungen) Ergebnisse für alle Abfragen sehr schnell zu liefern; eben OLAP = Online Analytical Process.Olaf Helper
* cogito ergo sum * errare humanum est * quote erat demonstrandum *
Wenn ich denke, ist das ein Fehler und das beweise ich täglich
Blog Xing -
Mittwoch, 25. April 2012 18:40
Hallo Olaf,
... OLAP ermöglicht Ad-Hoc Reporting, der User kann z.B. in MS Excel als Pivot Tabelle sich die Auswertung selbst zusammen stellen, ohne so was wie Indizierung im Hinterkopf zu behalten ...
soweit alles verstanden, bis auf die Indizierung. Was meinst Du hier mit Indixierung? Welche Rolle spielt Indixierung bei Erstellung einer Pivot-Tabelle bzw. eines Datawarehouses? Ich kenne Indixierung als Beschleuniger bei der Abfragenbearbeitung, also Indexe.
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Mittwoch, 25. April 2012 19:16
Ich kenne Indixierung als Beschleuniger bei der Abfragenbearbeitung, also Indexe.
Ja, genau, fürs performante Reporting benötigt man Indizes; in SQL Server 2012 ist z.B. als neues Feature der ColumnStore Index hinzugekommen, den man für diese Anforderung gut nutzen kann.
Bei OLAP gibt es in dem Sinne keine Indizes, Ad-Hoc Abfragen werden auch so schnell (abhängig vom Design) beantwortet. Man kann zusätzlich ein "Aggregation Design" vornehmen, was man in etwa mit Indizierung vergleichen könnte; wirklich zwingend notwendig ist es aber nicht.
Olaf Helper
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Blog Xing -
Donnerstag, 26. April 2012 06:36Beantworter
Hallo Leo,
ich denke Theo hat in seinem Posting ein paar wesentliche Ansätze gebracht:
1.) ... im Datawarehouse werden soweit wie sinnvoll ...
2.) Wenn der Controller z.B. wissen möchte ...Ich drehe mal die beiden Punkte um und sage: Zuerst sollte das Controlling die Fragestellungen definieren und dann könnte dazu ein Cube gebaut werden. Unterschiedliche Abteilungen haben halt unterschiedliche Fragestellungen an die Daten und nach einer Verdichtung im Cube kannst Du nicht mehr alle Fragen gleichrangig beantworten.
Versuche also zuerst beim Controlling herauszufinden, was sie aktuell interessiert und baue dann das DWH.
Einen schönen Tag noch,
Christoph
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Microsoft SQL Server MVP
www.insidesql.org/blogs/cmu -
Freitag, 27. April 2012 11:35Besitzer
Hallo,
ist die Thematik geklärt?
Wenn ja, bitte auch die Antworten markieren, die Dir geholfen haben. So dass auch andere davon profitieren können.
Wenn nicht, dann warten wir auf Deine Rückmeldung.
Gruss,
Raul
Raul Talmaciu, MICROSOFT

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