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Sizing eines Hyper-V Hosts mit Auswertung der Ergebnisse des Hilfsmittels "perfmon" RRS feed

  • Frage

  • Hallo zusammen,

    ich habe es mir derzeit zur Aufgabe gemacht die Umgebung, mit der ich arbeite stückweise zu virtualisieren. Hintergrund ist die Anschaffung neuer Software, die, damit sie supported ist, auf zwei VMs laufen soll.

    Ich nehme das zum Anlass, um eventuelle Probleme, die ich im Ist-Zustand sehe, gleich mit glatt zu ziehen, zu konsolidieren.

    Aufgabenstellung in diesem Thema: Sizing eines neuen Hyper-V Hosts, unter anderem mit dem Hilfsmittel "perfmon", aber nicht ausschließlich.

    Um das Thema anzugehen habe ich sämtliche Produktivserver einer Leistungsmessung (perfmon) unterzogen. Danach habe ich die Ergebnisse mit dem "PAL-Tool" ausgewertet.

    Im nächsten Schritt müssen die Ergebnisse gedeutet werden, was noch aussteht. Anbei die Auswertung aus einem der Produktivsysteme, das "irgendwann" mal auf dem neuen Host virtualisiert werden soll. Hierzu hätte ich gerne etwas Hilfe / bzw. Rat.

    https://onedrive.live.com/redir?resid=89BC705130DEC27C!224&authkey=!ALB_hu_wy68Kh-M&ithint=folder%2czip

    Der Host wird von einem Systemhaus mit geplant. Ich hätte da gerne auch andere Meinungen dazu, bzw. zu einem gewissen Grad den Austausch darüber.

    1. Ich will ungefähr wissen, warum mir der Externe jetzt seine Lösung erzählen / verkaufen will.
    2. Will ich das vielleicht auch mal alleine machen können.

    Die o.g. Auswertung soll exemplarisch für die anderen stehen, die ich für mich im Stillen selbst machen will, bzw. in Zusammenarbeit mit einem Systemhaus. Dieser Server hier im Thema ist ein PDM und CAM Server. Darauf laufen auch div. SQL-DBs, für PDM, CAM und Lagerhaltung, ganz allgemein. Eine Frage die ich mir dabei z.B. stelle, wie ich die IOPS berechne und ob das Ergebnis auf der Datengrundlage überhaupt aussagefähig ist.

    Grüße

    willy

    EDIT: Ach so... der Host bzw. die VMs sollen unter 2012 R2 laufen.







    Dienstag, 26. April 2016 18:28

Antworten

  • Den Tipp mit dem MPA-Toolkit finde ich richtig gut! Ist vielleicht ne blöde Frage, aber kann ich mich darauf wirklich verlassen?

    Ist vielleicht ne blöde Antwort, aber ja, gewiss, wenn Du den gesamten zu virtualisierenden Workload über hinreichend lange Zeit mißt. Und "hinreichend" heißt eben auch den Tag mitnehmen, an dem die Buchführung den Monats- oder Jahresabschluß macht, das Marketing 100.000 Briefe druckt und und und. Alles andere ist geraten.

    Im Übrigen sagst Du, dass zu dem gemessenen Workload noch eine neue Applikation dazu kommt, zumindest habe ich den Eröffnungspost so verstanden. Kennt man deren Leistungsprofil? Interaktionen mit anderen Teilen der Infrastruktur? Nun ja. So weit kann man sich halt auf MAP (PlateSpin, usw. wie sie alle heißen) auch verlassen.

    Ich hab es heute mal eingerichtet und eine Probemessung durchgeführt. Auf der Grundlage konnte ich mich dann weiter durcharbeiten und hab gesehen, dass ich mit dem angedachten Setup CPU und RAM mäßig ganz gut liege, mit einiger Luft nach oben. Das RAID lasse ich hier und jetzt erst mal noch offen. Grade läuft eine längere Messung bis Sonntag, die ich dann nochmal auswerten will. Es kam bei der Probemessung jedenfalls das raus, was ich sowieso schon dachte. Zumindest in der Theorie könnte ich alle jetzigen physischen Server auf einen Hyper-V Host bringen.

    In der Praxis jedoch hast Du dann möglicherweise Interferenzen, die Du nicht hättest, wenn Du die VMs auf mehrere Hosts verteilst.

    Praktisch ist das glaube ich aber keine gute Idee PDC und BDC auf einer Maschine unterzubringen. Ich denke dabei an einen Thread aus dem MCSEboard...

    Mal abgesehen davon, dass es im AD keinen PDC und erst recht keinen BDC mehr gibt ;-)

    Ansonsten steht es grade noch offen, wie die weitere Planung neben dem eigentlich Host aussieht.

    Für die Hochverfügbarkeitsdebatte ist es jetzt freilich schon zu spat am Abend. Aber Dir ist schon klar, dass Du dir auch um die Lizenzierung von det Janze Gedanken machen must, oder?

    Gruß


    Evgenij Smirnov

    msg services ag, Berlin -> http://www.msg-services.de

    Windows Server User Group, Berlin -> http://www.winsvr-berlin.de

    Mark Minasi Technical Forum, reloaded -> http://newforum.minasi.com

    Mittwoch, 27. April 2016 20:22
  • Hallo Willy, 

    ich würde dir empfehlen nochmal das Microsoft Assessment and Planning Toolkit über deine geplanten Hosts laufen zu lassen. Es spukt dir dann ein weitestgehend valides Sizing aus. 

    https://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=7826

    The Microsoft Assessment and Planning Toolkit (MAP) is an agentless, automated, multi-product planning and assessment tool for quicker and easier desktop, server and cloud migrations. MAP provides detailed readiness assessment reports and executive proposals with extensive hardware and software information, and actionable recommendations to help organizations accelerate their IT infrastructure planning process, and gather more detail on assets that reside within their current environment. MAP also provides server utilization data for Hyper-V server virtualization planning; identifying server placements, and performing virtualization candidate assessments.


    Kind regards, Flo

    Dienstag, 26. April 2016 20:42

Alle Antworten

  • Moin Willy,

    der OneDrive-Link geht bei mir ins Leere...

    Gruß


    Evgenij Smirnov

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    Dienstag, 26. April 2016 19:47
  • Welche Fehlermeldung taucht da bei dir auf?

    Wenn ich den Link aufrufe, lande ich in der "Technet Fragestunde".

    Grüße

    willy

    Dienstag, 26. April 2016 20:00

  • Dienstag, 26. April 2016 20:04
  • Hallo Evgeniji,

    das ist mir grade neu. Den Fehler hab ich so noch nicht gesehen. 

    Könntest du mal die URL posten, die du aufgerufen hast?

    Ich habe aufgerufen: https://onedrive.live.com/?id=89BC705130DEC27C%21224&cid=89BC705130DEC27C

    Das hat für mich zuhause, auf der Arbeit und auch für andere gut funktioniert.

    Grüße

    willy

    Dienstag, 26. April 2016 20:14
  • here you go:

    https://onedrive.live.com/?id=89BC705130DEC27C!224&cid=89BC705130DEC27C


    Evgenij Smirnov

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    Dienstag, 26. April 2016 20:24
  • Hallo Willy, 

    ich würde dir empfehlen nochmal das Microsoft Assessment and Planning Toolkit über deine geplanten Hosts laufen zu lassen. Es spukt dir dann ein weitestgehend valides Sizing aus. 

    https://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=7826

    The Microsoft Assessment and Planning Toolkit (MAP) is an agentless, automated, multi-product planning and assessment tool for quicker and easier desktop, server and cloud migrations. MAP provides detailed readiness assessment reports and executive proposals with extensive hardware and software information, and actionable recommendations to help organizations accelerate their IT infrastructure planning process, and gather more detail on assets that reside within their current environment. MAP also provides server utilization data for Hyper-V server virtualization planning; identifying server placements, and performing virtualization candidate assessments.


    Kind regards, Flo

    Dienstag, 26. April 2016 20:42
  • @Evgenij:

    Bin gerade dahinter gekommen, dass ich hier gestern Abend einen falschen Link reinkopiert habe. Mit obigem Link kann ich mir nur selbst die Sachen ansehen. Das hier ist der Richtige:

    https://onedrive.live.com/redir?resid=89BC705130DEC27C!224&authkey=!ALB_hu_wy68Kh-M&ithint=folder%2czip

    Tut mir leid, ist mein Fehler gewesen. Hab es in der ursprünglichen Frage mit angepasst.

    @Flo:

    Danke für den Tip! :)

    Das Toolkit sehe ich mir heute mal näher an.

    Grüße

    willy

    EDIT: Ich hab den Bericht nochmals aktualisiert. In der ersten Version wurden die Counter für den Arbeitsspeicher nicht mit ausgewertet.


    Mittwoch, 27. April 2016 04:25
  • Den Tipp mit dem MPA-Toolkit finde ich richtig gut! Ist vielleicht ne blöde Frage, aber kann ich mich darauf wirklich verlassen?

    Ich hab es heute mal eingerichtet und eine Probemessung durchgeführt. Auf der Grundlage konnte ich mich dann weiter durcharbeiten und hab gesehen, dass ich mit dem angedachten Setup CPU und RAM mäßig ganz gut liege, mit einiger Luft nach oben. Das RAID lasse ich hier und jetzt erst mal noch offen. Grade läuft eine längere Messung bis Sonntag, die ich dann nochmal auswerten will. Es kam bei der Probemessung jedenfalls das raus, was ich sowieso schon dachte. Zumindest in der Theorie könnte ich alle jetzigen physischen Server auf einen Hyper-V Host bringen.

    Praktisch ist das glaube ich aber keine gute Idee PDC und BDC auf einer Maschine unterzubringen. Ich denke dabei an einen Thread aus dem MCSEboard...

    Ansonsten steht es grade noch offen, wie die weitere Planung neben dem eigentlich Host aussieht.

    Ein Ansatz, der mir im Moment recht gut gefällt ist noch einen zweiten (schwächeren) Host dazu zu stellen, auf den mit Veeam Backup & Replication die VMs regelmäßig gespiegelt werden. Lizenzrechtlich wäre das angeblich wohl i.O., weil die VMs auf dem Backup-Host passiv sind, also kein Failover Cluster.

    Ein zweiter Ansatz wäre das SLA für den neuen Host so zu gestalten, dass die Reaktionzeiten seitens des Herstellers (HP, DELL, Schlagmichtot...) im Fall des Ausfalls möglichst kurz sind.

    Hätte beides wohl seine Vor- und Nachteile, denke ich gerade. In beiden Fällen limitiert auch eventuell das zur Verfügung stehende Budget.

    Danke euch bis hierhin auf jeden Fall schon mal für den guten Input! :)

    Grüße

    willy







    Mittwoch, 27. April 2016 17:43
  • Den Tipp mit dem MPA-Toolkit finde ich richtig gut! Ist vielleicht ne blöde Frage, aber kann ich mich darauf wirklich verlassen?

    Ist vielleicht ne blöde Antwort, aber ja, gewiss, wenn Du den gesamten zu virtualisierenden Workload über hinreichend lange Zeit mißt. Und "hinreichend" heißt eben auch den Tag mitnehmen, an dem die Buchführung den Monats- oder Jahresabschluß macht, das Marketing 100.000 Briefe druckt und und und. Alles andere ist geraten.

    Im Übrigen sagst Du, dass zu dem gemessenen Workload noch eine neue Applikation dazu kommt, zumindest habe ich den Eröffnungspost so verstanden. Kennt man deren Leistungsprofil? Interaktionen mit anderen Teilen der Infrastruktur? Nun ja. So weit kann man sich halt auf MAP (PlateSpin, usw. wie sie alle heißen) auch verlassen.

    Ich hab es heute mal eingerichtet und eine Probemessung durchgeführt. Auf der Grundlage konnte ich mich dann weiter durcharbeiten und hab gesehen, dass ich mit dem angedachten Setup CPU und RAM mäßig ganz gut liege, mit einiger Luft nach oben. Das RAID lasse ich hier und jetzt erst mal noch offen. Grade läuft eine längere Messung bis Sonntag, die ich dann nochmal auswerten will. Es kam bei der Probemessung jedenfalls das raus, was ich sowieso schon dachte. Zumindest in der Theorie könnte ich alle jetzigen physischen Server auf einen Hyper-V Host bringen.

    In der Praxis jedoch hast Du dann möglicherweise Interferenzen, die Du nicht hättest, wenn Du die VMs auf mehrere Hosts verteilst.

    Praktisch ist das glaube ich aber keine gute Idee PDC und BDC auf einer Maschine unterzubringen. Ich denke dabei an einen Thread aus dem MCSEboard...

    Mal abgesehen davon, dass es im AD keinen PDC und erst recht keinen BDC mehr gibt ;-)

    Ansonsten steht es grade noch offen, wie die weitere Planung neben dem eigentlich Host aussieht.

    Für die Hochverfügbarkeitsdebatte ist es jetzt freilich schon zu spat am Abend. Aber Dir ist schon klar, dass Du dir auch um die Lizenzierung von det Janze Gedanken machen must, oder?

    Gruß


    Evgenij Smirnov

    msg services ag, Berlin -> http://www.msg-services.de

    Windows Server User Group, Berlin -> http://www.winsvr-berlin.de

    Mark Minasi Technical Forum, reloaded -> http://newforum.minasi.com

    Mittwoch, 27. April 2016 20:22
  • @Evgenij:

    Es gibt keine blöden Antworten, nur blöde Fragen. Danke! :)

    Grüße

    willy

    Mittwoch, 27. April 2016 20:46
  • Bei mir waren gestern auch schon die Batterien ziemlich leer, weswegen ich jetzt nochmal nachfassen wollte.

    Insgesamt finde ich die Diskussion hier bisher wirklich überaus positiv! Deswegen, falls es jemanden interessiert, ein paar weitere Randdaten:

    - Das Budget für die Modernisierung der Infrastruktur liegt bei 15.000,-€
    - Die neue Applikation wird ein neues Zeiterfassungssystem werden, genauer Sage HR Time. Gibt verschiedene Bezeichnungen dafür. Aber damit sollte sich bei Google was drüber finden lassen. 

    Die Anforderungen für das Zeiterfassungssystem sind sehr schwammig gehalten. Es ist ein Datenbank- und ein Applikationsserver vorgesehen, beide virtuell. Ich habe mal auf meinem Onedrive-Link eine Übersicht über die Hardwareanforderungen hochgeladen. "Schwammig" deswegen, weil sie sehr sehr hoch sind. Das ist aber wohl auch dem Umstand geschuldet, dass in der empfohlenen Konfiguration mit einer Nutzeranzahl von ca. 500 Mitarbeitern ausgegangen wird. Wir haben aber knapp nur 70, womit sich das denke ich etwas relativieren sollte und nach bisherigen Erkenntnissen auch wird.

    Auf dem Datenbankserver möchte ich sämtliche MS SQL-Datenbanken, die bei uns in der Firma herumgeistern, zusammenfassen.

    An die Lizensierung denke ich natürlich auch. Die Lizenzkosten machen einen nicht ganz unerheblichen Anteil aus, wenn ich an den *hust* leicht begrenzten Kostenrahmen denke. Aber was das betrifft möchte ich auf jeden Fall konform sein. Ich sehe den Rahmen auch als durchaus realistisch, da ich die sonstigen Zahlen halbwegs kenne. Mehr ist da nicht drin.

    So langsam gibt sich denke ich auch ein grobes Bild, wie es später aussehen könnte.

    - 1 physischer DC
    - 1 Host für VMs, wahrscheinlich ohne oder mit möglichst wenig HDDs (kommt grad ein bisschen auf meine Wahl des Hypervisors an), mit einem hohen Servicelevel  
    - 2 separate Netzwerkstorages, die sich gegenseitig replizieren
    - 1 Backupserver, auf den die Storages nochmal gesichert werden

    Ein dem ersten Eindruck nach relativ gutes Systemhaus in der Nähe bei mir hat sich dann auch endlich mal aufgetan. Muss man sehen, wie sich die Sache weiter entwickelt. Aber nach meinen Erfahrungen der letzten Wochen, hab ich einigermaßen ein Bild bekommen. Das geht eigentlich soweit, dass ich bei einem Kandidaten eigentlich gar keine Lust mehr auf weitere Gespräche habe. Was da dabei herumgekommen ist, empfinde ich persönlich maximal unseriös und unverschämt. (wenn ich das schon sage, ist es wirklich schlimm ;))

    Aber gut... zumindest weiß ich laut deren Aussage jetzt, dass monatliche Leasingraten, die irgendwo im Kleingedruckten stehen, natürlich nicht den Fixkosten zuzurechnen sind und deswegen auch nicht auf eine eventuelle Kostenersparnis aufgerechnet werden dürfen. Das nur am Rande, meine Einschätzung dazu. Ich erspar euch lieber die Horrorstories. :)

    Mit der Zitierfunktion hier muss ich mich nochmal auseinander setzen. Glaube fast, meine Probleme mit dem Editor hier liegen an meiner Browserwahl. Aber heute nicht mehr.

    Grüße

    willy





    Donnerstag, 28. April 2016 17:13