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Windows 2008 R2 als Hyper-Visor: Leistungsengpass bei vielen gleichzeitigen Zugriffen während der Benutzeranmeldung RRS feed

  • Allgemeine Diskussion

  • Folgendes VDI-Szenario:

    Für einen Schulungsraum RAUM sind 30Stck virtuelle Windows 7 Enterprise -Clients VM01-VM30 auf einem
    sehr leistungsfähigen Virtualisierungsserver mit Hyper-V HV02 auf der Basis Windows Server 2008 R2 eingerichtet.
    Jeder Client läuft in einer eigenen virtuellen HD.

    Die Clients sind einer Domäne mit einem ebenso leistungsfähigen Domänenserver angeschlossen.
    Der Domänenserver läuft als virtuelle Maschine VMDC auf einem Virtualiserungsserver mit Hyper-V HV01.

    Die Clients VM01-VM30 können zu Testzwecken per RDP von HV02 gestartet werden. Normalerweise läuft der Zugriff auf die VMs in RAUM von 30 Altrechnern mit Windows XP aus. Die XP-Clients sind so eingerichtet, dass sie ohne Probleme die VMs aufrufen und bedienen können.

    Für die Infrastruktur des Schulungsraumes besteht eine Lernplattformsoftware, die es unter anderem ermöglicht,
    für Studenten ein gleiches, mandatory Profile als Roaming Profile zu nutzen.

    In Praxis melden sich Benutzer mit deren Namen an, von einem zentralen Profilspeicher wird dann das mandatory Studentprofile geladen und an der virtuellen Maschine unter Benutzer, als Benutzerprofil mit dem entsprechenden Anmeldenamen versehen, angelegt.

    Das funktioniert alles recht gut und zeitlich akzeptabel.

    Allerdings geht die Performance der Anmeldung schlagartig in die Knie, wenn sich ca. 10 User und mehr gleichzeitig anmelden.

    Um diesem Flaschenhals auf den Grund zu gehen, haben wir die Anzahl der virtuellen CPUs pro VM und den Speicher erhöht.
    Wie erwartet hatte dies keinen Einfluss, weil bereits vorher im Leistungsmonitor überprüft, weder am HV01 noch am HV02 entsprechende Hardwareengpässe beobachtet werden konnten.

    Es macht zeitlich keinen Unterschied, ob die VMs per RDP am HV02 oder an den XP-Clients aufgerufen werden.

    Für den „Engpass“ beim „erstmaligen Anwenden“ eines mandatory Profiles, in der Regel des Studentenprofiles, verantwortlich ist nach meiner Meinung, ein mit der Anzahl der gleichzeitig laufenden Logins übermäßig ansteigende Linkzahl mit offenen Dateien.
    Das Windows 2008 System läuft sowohl auf der lesenden Seite (HV01) (das Studentprofile ist in einem Ordner des VMDC-Systems in einer eigenen Partition getrennt von der Systempartition)  als auch auf der schreibenden Seite (HV02) in einen zeitlichen Engpass.
    Bis zu einer bestimmten Anzahl an Logins verlaufen die Prozesse noch normal, später dann aber anscheinend zunehmend unkoordiniert.

    Dieser Engpass ist nicht hardwareabhängig, wie das Resourcenmanagement der Server ausweist, sondern betriebssystembedingt.

    Nach unserer Auffassung müssten jedoch durch Optimierungen von Systemparametern hier Verbesserungen zu erzielen sein.

    Das mandatory Profile hat eine größe von ca. 110MB und ca. 3000 Dateien.

    Was ist zu tun?

    mfg

    jf

    Dienstag, 28. Mai 2013 17:01

Alle Antworten

  • Hallo Jenny,

    Eine Eingrenzung woran es liegt ist nur von dir möglich. Ein erhöhen der VCPU und des VRAM ist meist nicht förderlich. Bei der Virtualisierung gilt die Regel je weniger desto besser. Aber hierzu bitte Recherche im Internet betreiben.

    Als kurzes Beispiel um deine Aussage etwas "Dieser Engpass ist nicht hardwareabhängig, wie das Resourcenmanagement der Server ausweist, sondern betriebssystembedingt."  zu entkräften

    Wenn du 29 VM´s mit 4-5% CPU Last auf einem Host mit 8 Core´s laufen lässt und zusätzlich eine VM hast die eine CPU Last von 100% erzeugt, kannst du obwohl im Ressourcenmangagement nur eine geringe Last zu sehen ist nicht mehr richtig arbeiten. Das System ist von der Rechenlast nicht ausgelastet hat aber ein Timing-Problem der CPU´s. Es ist komplett langsam.  Schlagworte hierfür ist bei VMWare CPUReadytime und beim Hyper-V Prozessor Queue Length 

    Um das einzugrenzen sollte dir dieses FAQ helfen http://blogs.msdn.com/b/tvoellm/archive/2009/12/18/hyper-v-performance-faq-r2.aspx

    Viele Grüße,


    Philipp Halbedel

    MCP 2003,MCITP EA Server 2008,MCITP EA Windows 7,MCSA2008,MCSA2012 

    Meine Antwort war hilfreich? ich freu mich über eine Bewertung. If my answer was helpful, I'm glad about a rating! 

    I do not represent the organisation I work for, all the opinions expressed here are my own.

    Dienstag, 28. Mai 2013 18:43
  • Hallo Philipp,

    danke für deine Informationen.

    es ist schwierig, all die Dinge so auf die Reihe zu bekommen, um exakt schnell das Problem lokalisieren zu können.

    Daher denke ich, dass meine Schilderung des Client-Verhaltens eigentlich zum Engpass führen sollte.

    Wie gesagt, mein Eindruck ist, dass der Hyper-Visor HV02 für die virtuellen Maschinen den Engpass verursacht. Die VDs holen sich über den NIC des HV02 vom VM DC über den NIC des HV01 "gleichzeitig" ein Profil ab. Ich meine, dass die Verteilung der Daten über den NIC des HV02 auf die VMs Probleme verursacht.

    Führt man den gleichzeitigen Login von Fat-Clients aus aus, ergeben sich keine Performance-Probleme.

    mfg

    jf

    Mittwoch, 29. Mai 2013 19:34
  • Du lässt das Storage-Subsystem des zugrundeliegenden Hypervisors völlig außer acht, das jedoch in 75% von Performance-Problemen mind. eine nicht zu unterschätzende Hauptrolle spielt.

    Erstelle diesbzgl. mittels dem Performance Monitor->Data Collector Set einen aussagekräftigeren Report (s. http://blogs.technet.com/b/askpfeplat/archive/2012/11/19/hyper-v-2008-r2-sp1-best-practices-in-easy-checklist-form.aspx -> Periodically run performance counters against the host, to ensure optimal Performance)

    Des Weiteren überprüfe mittels einem beidseitigen Network-Trace, ob wirklich die von Dir vermutete Netzwerklatenz die Ursache ist.

    --

    Tobias Redelberger
    StarNET Services (HomeOffice)
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    Donnerstag, 30. Mai 2013 09:38