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Macht es Sinn beim Windows Server 2012 r2 Roaming Profile und Ordnerumleitung gleichzeitig einzurichten? RRS feed

  • Frage

  • Ich will, dass alle Daten auf dem Server gespeichert werden und will dass die Windows Einstellungen wie Z.b Taskleistenfarbe mit gespeichert werden, muss ich dann Ordner Umleitung und Roaming Profile einrichten?

    Ich habe jetzt Ordner Umleitung eingerichtet, da werden aber keine Windows Einstellungen wie Z.b Taskleisten Design übernommen, muss ich dafür noch Roaming-Profile einrichten?

    Samstag, 18. März 2017 19:34

Antworten

  • Hi,
     
    Am 18.03.2017 um 20:34 schrieb timo4597:
    > Ich habe jetzt Ordner Umleitung eingerichtet, da werden aber keine
    > Windows Einstellungen wie Z.b Taskleisten Design übernommen, muss ich
    > dafür noch Roaming-Profile einrichten?
     
    Ja. Umleitung ist das Verlegen von Profileordnern, diverse Einstellungen
    sind aber in der Registry für die benötigst du das RUP.
    Wobei das nur "pro Version" funktioniert. (siehe v2 bis v6)
     
    "AppData\Local" Daten bleiben immer LOKAL, wandern niemals, deswegen
    heissen sie auch so.
     
     
    Tschö
    Mark
    --
    Mark Heitbrink - MVP Group Policy - Cloud and Datacenter Management
     
    Homepage:  http://www.gruppenrichtlinien.de - deutsch
     
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    Sonntag, 19. März 2017 12:59
  • Hallo Timo,

    Roaming Profiles ohne Folder Redirection bedeutet, alle Daten im Pfad C:\users\BENUTZERNAME außer C:\users\BENUTZERNAME\appdata\local und C:\users\BENUTZERNAME\appdata\locallow werden im Roaming Profile abgelegt und auf den Server geschrieben.

    Bei jeder Anmeldung an einem Client werden diese Daten auf den Client heruntergeladen und verbleiben nach der Abmeldung auf dem Client.
    Ausnahme: Man konfiguriert über GPOs, das löschen der Profile nach Abmeldung.

    Zum Benutzerprofil gehören neben Einstellungen und Desktop auch die eigenen Dateien. Hat ein Anwender in den eigenen Dateien 100GB Nutzdaten gespeichert, dann werden, ohne Ordnerumleitung, bei jedem Anmelden oder Abmelden auch diese 100GB komplett über das Netz übertragen. Das kann dauern.

    Daher kombiniert man häufig Roaming Profiles mit der Möglichkeit Bereiche des Profiles aus dem Profil auszulagern, eben Folder Redirection.

    Mit eingerichteter Ordnerumleitung, werden Bereiche des Profiles ausgelagert. Dadurch wird die Platte des Clients entlastet. Es tauchen jedoch weitere Themen auf. Wie verhält sich ein Laptop, das auf Dienstreise genutzt wird?

    Zusätzlich gibt es die beiden Pfade C:\users\BENUTZERNAME\appdata\local und C:\users\BENUTZERNAME\appdata\locallow in denen z.B. Outlook Cache Informationen abgelegt werden.

    Sobald Du jedoch verschiedene Clientbetriebssystemversionen einsetzt, musst Du prüfen ob Deine Konfiguration auch passend ist.

    Gruß Malte
    PS: Ich bin langsam am Ende

    Samstag, 18. März 2017 21:58

Alle Antworten

  • Hallo Timo,

    damit auf allen PCs die Anwender ihren gewohnten Desktop zur Verfügung haben, musst Du Roaming Profiles einsetzen. Das Problem von serverbasierten Profilen besteht jedoch darin, dass nach dem erfolgreichen Anmelden das gesamte Profil erst über das Netzwerk geladen wird.
    Mit dem Abmeldeprozess wird auch das gesamte Profil wieder auf den Server zurückgeschrieben.
    Das kann je nach Volumen immer etwas Zeit in Anspruch nehmen.

    Durch Ordnerumleitungen, kannst Du Teile der Anwenderdaten aus dem Profil auslagern (z.B. Eigene Dateien). Dadurch wird das Volumen des Benutzerprofiles verkleinert.

    Bei serverbasierten Profilen sollte man die Betriebssystemversionen beachten.

    https://msdn.microsoft.com/de-de/library/jj649079(v=ws.11).aspx

    https://support.microsoft.com/de-de/help/3056198/roaming-user-profiles-versioning-in-windows-10-and-windows-server-technical-preview

    Sieh Dir mal als Einstieg die beiden Links an. Beide etwas älter, erklären die Zusammenhänge ganz gut.

    Der Einsatz von serverbasierten Profilen und Ordnerumleitung muss gut geplant werden, auch Laptops solltest Du berücksichtigen in der Planung.

    Ich hoffe ich konnte etwas helfen.

    Gruß Malte

    Samstag, 18. März 2017 19:52
  • Ich nutze Windows Server 2012 R2 und habe auf den Client PCs Windows 10 und auf einem PC Windows 7, gibt das Probleme?
    Samstag, 18. März 2017 20:31
  • Hallo Timo,

    auf jeden Fall bei Anwendern die sich gleichzeitig an Windows 10 und Windows 7 Rechnern anmelden, sind Probleme zu erwarten.

    Windows 7 Profile - haben die Kennung V2
    Windows 10 Profile - haben die Kennung V6

    https://technet.microsoft.com/en-us/library/jj649079(v=ws.11).aspx

    Vor einem großen Rollout solltet Ihr alles Testen und auch an ein in der Zukunft mögliches Rollback von Roaming Profiles und Folder Redirection denken.

    Gruß Malte

    Samstag, 18. März 2017 20:55
  • Also den Rechner mit Windows 10 bespielen und muss ich auch auf Server 2016 umsteigen oder kann ich den Server 2012 R2 behalten?
    Samstag, 18. März 2017 21:04
  • Hallo Timo,

    ich habe nicht geschrieben, dass der Windows 7 Rechner auf Windows 10 angehoben werden muss. Bitte mich nicht falsch verstehen.

    Wenn ihr serverbasierte Profile einsetzen möchtet, dann müssen einige Dinge beachtet werden.
    1. Jede Betriebssystemversion hat ihre eigene Userprofilstruktur, daher gibt es unterschiedliche Versionen. (W7 = V2, W8 = V3, W8.1 =V4, W10 = V5, W10 Build 1607 = V6).

    2. Die Profildaten werden auf einem Fileserver in einer Freigabe gespeichert. Das Laufwerk auf dem die Freigabe bereitgestellt wird muss NTFS formatiert sein. Für den Client ist es fast egal ob der Dateiserver unter 2012, 2012R2 oder 2016 betrieben wird. Wichtig ist dass alle beteiligten Systeme im gleichen AD werkeln.

    3. Auf Servern wirst Du doch hoffentlich keine Roaming Profils verwenden wollen. Ausnahme natürlich Terminalserver (RDS).

    4. Bitte für administrative Konten keine Roaming Profils verwenden.

    Die Trennung der verschiedenen Roaming Profile Versionen funktioniert schon gut. Sobald Du aber mit Folder Redirection arbeitest, kann es bei verschiedenen Clientbetriebssystemen zu Problemen kommen.

    Als Server zum Speichern der Benutzerprofile deiner Benutzer kannst Du weiter 2012R2 verwenden, egal ob der Client W7 oder W10 ausführt.

    Bitte erst testen!!! Ich hoffe Ihr habt eine Testumgebung.

    Gruß Malte


    PS: Kann es sein, das Deine Anfrage auch dieses Thema betrifft? "Kein Zugriff mehr auf Benutzerprofile was tun?" https://social.technet.microsoft.com/Forums/de-DE/27e8736d-79bb-4ff3-b1b1-13bcd1821314/kein-zugriff-mehr-auf-benutzerprofile-was-tun?forum=windowsserver8de
    • Bearbeitet Malte Pabst Samstag, 18. März 2017 21:32 vermutliche Querverbindung
    Samstag, 18. März 2017 21:21
  • Ich habe für alle Benutzer Folder Redirection eingerichtet, das heißt ich kann Roaming Profils mit einrichten oder reicht auch nur Roaming Profils, mir ist es wichtig, dass nicht die Festplatte von den ganzen Client PCs voll geschrieben wird und dass alles übertragen wird, wenn ich mich von einem PC zum anderen PC anmelde.

    Samstag, 18. März 2017 21:35
  • Hallo Timo,

    Roaming Profiles ohne Folder Redirection bedeutet, alle Daten im Pfad C:\users\BENUTZERNAME außer C:\users\BENUTZERNAME\appdata\local und C:\users\BENUTZERNAME\appdata\locallow werden im Roaming Profile abgelegt und auf den Server geschrieben.

    Bei jeder Anmeldung an einem Client werden diese Daten auf den Client heruntergeladen und verbleiben nach der Abmeldung auf dem Client.
    Ausnahme: Man konfiguriert über GPOs, das löschen der Profile nach Abmeldung.

    Zum Benutzerprofil gehören neben Einstellungen und Desktop auch die eigenen Dateien. Hat ein Anwender in den eigenen Dateien 100GB Nutzdaten gespeichert, dann werden, ohne Ordnerumleitung, bei jedem Anmelden oder Abmelden auch diese 100GB komplett über das Netz übertragen. Das kann dauern.

    Daher kombiniert man häufig Roaming Profiles mit der Möglichkeit Bereiche des Profiles aus dem Profil auszulagern, eben Folder Redirection.

    Mit eingerichteter Ordnerumleitung, werden Bereiche des Profiles ausgelagert. Dadurch wird die Platte des Clients entlastet. Es tauchen jedoch weitere Themen auf. Wie verhält sich ein Laptop, das auf Dienstreise genutzt wird?

    Zusätzlich gibt es die beiden Pfade C:\users\BENUTZERNAME\appdata\local und C:\users\BENUTZERNAME\appdata\locallow in denen z.B. Outlook Cache Informationen abgelegt werden.

    Sobald Du jedoch verschiedene Clientbetriebssystemversionen einsetzt, musst Du prüfen ob Deine Konfiguration auch passend ist.

    Gruß Malte
    PS: Ich bin langsam am Ende

    Samstag, 18. März 2017 21:58
  • Ok, Danke für ihre Mühe 

    Gruß Timo


    • Bearbeitet timo4597 Sonntag, 19. März 2017 10:28
    Sonntag, 19. März 2017 09:35
  • Hi,
     
    Am 18.03.2017 um 20:34 schrieb timo4597:
    > Ich habe jetzt Ordner Umleitung eingerichtet, da werden aber keine
    > Windows Einstellungen wie Z.b Taskleisten Design übernommen, muss ich
    > dafür noch Roaming-Profile einrichten?
     
    Ja. Umleitung ist das Verlegen von Profileordnern, diverse Einstellungen
    sind aber in der Registry für die benötigst du das RUP.
    Wobei das nur "pro Version" funktioniert. (siehe v2 bis v6)
     
    "AppData\Local" Daten bleiben immer LOKAL, wandern niemals, deswegen
    heissen sie auch so.
     
     
    Tschö
    Mark
    --
    Mark Heitbrink - MVP Group Policy - Cloud and Datacenter Management
     
    Homepage:  http://www.gruppenrichtlinien.de - deutsch
     
    GET Privacy and DISABLE Telemetry on Windows 10 - gp-pack PaT
     
    Sonntag, 19. März 2017 12:59