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SBS 2008 Lizensierung in Bezug auf Hyper-V RRS feed

  • Frage

  • Hallo allerseits,

    ich bin mir nicht sicher, wie es mit der Lizensierung des SBS2008 Standard in Bezug auf Hyper-V aussieht.

    Beim normalen Windows Server darf ich eine Instanz als Hyper-V Host einrichten und eine zweite als Hyper-V Gast, das lässt die Lizensierung zu.

    Geht das auch mit dem SBS Standard?

    Ich bin etwas verwirrt durch die Antwort auf folgender Seite:
    http://www.microsoft.com/sbs/en/us/faq.aspx#licensing


    Q: Does SBS 2008 licensing allow for virtualization? For example, Windows Server 2008 Standard Edition includes Hyper-V with a license to run one server operating system in Hyper-V?


    A: For SBS 2008 Standard Edition, you may run one instance of the server software on a physical or virtual machine, but not both. 

    For SBS 2008 Premium Edition, you can choose to run the “premium server” software on a second server:

    You can run an instance of Windows Server 2008 Standard technologies on a physical or virtual machine (VM), and if you run on VM, you are allowed to run an additional instance on a physical machine in order to run hardware virtualization software; provide hardware virtualization services; or run software to manage and service operating system environments on the licensed server.

    You can run any number of instances of SQL Server 2008 Standard Edition for Small Business in one physical or virtual machine, and it must be joined to the SBS domain.

    Kann das jemand aufklären?

    Im Moment würde ich meinen, wenn ich den Standard SBS virtualisieren will, müsste ich noch eine Lizenz des Standard Servers kaufen.

    MfG

    Jens Berggren

    Mittwoch, 7. Juli 2010 10:06

Antworten

  • Hi Jens,
     
    > ich bin mir nicht sicher, wie es mit der Lizensierung des SBS2008 Standard
    > in Bezug auf
    > Hyper-V aussieht.
    >
    > Beim normalen Windows Server darf ich eine Instanz als Hyper-V Host
    > einrichten und
    > eine zweite als Hyper-V Gast, das lässt die Lizensierung zu.
    >
    > Geht das auch mit dem SBS Standard?
     
    Nein.
     
    Ausschliesslich die 2. Lizenz eines SBS 2008 PREMIUM kann dafür verwendet
    werden:
     
    Workaround: Kostenloser Hypervisor ala Microsoft Hyper-V Server bzw. VMware
    ESXi oder XenServer als Virtualisierungsplattform verwenden.
     
    --
    Tobias Redelberger
    StarNET Services (HomeOffice)
    Frankfurter Allee 193
    D-10365 Berlin
    Tel: +49 (30) 86 87 02 678
    Mobil: +49 (163) 84 74 421
    Email: T.Redelberger@starnet-services.net
    Web: http://www.starnet-services.net
     
     
     
    Mittwoch, 7. Juli 2010 10:55
    Moderator

Alle Antworten

  • Hi Jens,
     
    > ich bin mir nicht sicher, wie es mit der Lizensierung des SBS2008 Standard
    > in Bezug auf
    > Hyper-V aussieht.
    >
    > Beim normalen Windows Server darf ich eine Instanz als Hyper-V Host
    > einrichten und
    > eine zweite als Hyper-V Gast, das lässt die Lizensierung zu.
    >
    > Geht das auch mit dem SBS Standard?
     
    Nein.
     
    Ausschliesslich die 2. Lizenz eines SBS 2008 PREMIUM kann dafür verwendet
    werden:
     
    Workaround: Kostenloser Hypervisor ala Microsoft Hyper-V Server bzw. VMware
    ESXi oder XenServer als Virtualisierungsplattform verwenden.
     
    --
    Tobias Redelberger
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    Mittwoch, 7. Juli 2010 10:55
    Moderator
  • Hi Jens,
     
    > Im Moment würde ich meinen, wenn ich den Standard SBS virtualisieren
    > will, müsste ich noch eine Lizenz des Standard Servers kaufen.
    >
     
    Korrekt.
    Oder wie Tobias schon schrub, z.B. Microsoft Hyper-V Server 2008 R2 als Virtualisierungsbasis
    verwenden.
     
    --
    Oliver Sommer | http://TrinityComputer.de | MVP Small Business Server
    Small Business Specialist Partner Area Lead | SBSC PAL
     
     

    Computer am Arbeitsplatz per WakeOnLAN (WOL) über den EBS und SBS Remote-Webarbeitsplatz (RWW) einschalten: http://WOL4RWW.de Jetzt auch für den SBS 2008 RWW!!
    Mittwoch, 7. Juli 2010 14:36
    Moderator
  • Danke Tobias,
    danke Oliver,

    das wäre eine Lösung, der SCVMM den ich dann benötige ist aber teurer als eine Lizenz Windows Server.

    Da Ihr euch auskennt, hier noch einer hinterher:

    Windows Server 2008 Enterprise beinhaltet 4 Lizenzen plus eine für die Virtualisierungsschicht.
    Könnte ich hier z. B. zwei Hyper-V Server plus 3 virtuelle Maschinen realisieren, lizenztechnisch?

    MfG

    Jens Berggren

     

    Donnerstag, 8. Juli 2010 06:26
  • Hi Jens,
     
    > Windows Server 2008 Enterprise beinhaltet 4 Lizenzen plus eine für die
    > Virtualisierungsschicht. Könnte ich hier z. B. zwei Hyper-V Server
    > plus 3 virtuelle Maschinen realisieren, lizenztechnisch?
    >
     
    Die vier Lizenzen einer Enterprise Edition müssen soweit ich weiß lizenzrechtlich
    alle auf der selben Hardware laufen, genaueres und vor allem verbindliches
    kann dir da aber nur die MS Lizenzhotline sagen, bzgl. du aus den PURs (Product
    Usage Rights) auf der MS website rauslesen.
     
    --
    Oliver Sommer | http://TrinityComputer.de | MVP Small Business Server
    Small Business Specialist Partner Area Lead | SBSC PAL
     
     

    Computer am Arbeitsplatz per WakeOnLAN (WOL) über den EBS und SBS Remote-Webarbeitsplatz (RWW) einschalten: http://WOL4RWW.de Jetzt auch für den SBS 2008 RWW!!
    Donnerstag, 8. Juli 2010 07:36
    Moderator
  • Hi Jens
     
    >> Microsoft Hyper-V Server 2008 R2 [oder vergleichbares] als
    >> Virtualisierungsbasis verwenden.
    [..]
    > das wäre eine Lösung, der SCVMM den ich dann benötige ist aber teurer als
    > eine Lizenz Windows Server.
     
    Wer behauptet, das Du zur Verwaltung eines Hypervisors zwingend einen SCVMM
    [oder vergleichbares] benötigst?
     
    Ein Hypervisor kann mit den zugehörigen Tools (Hyper-V->RSAT,
    ESXi->VI-Client, XenServer->XenCenter) kostenlos für die notwendigen
    Basisaufgaben administriert werden.
     
    Erst ab einer großen, komplexen Virtualisierungsplattform mit mehreren Hosts
    macht eine professionelle Verwaltungsinfrastruktur wie den SCVMM (bzw.
    SCE2010), VMware vCenter oder Citrix Essentials erst finanziell Sinn.
     
     
    > Da Ihr euch auskennt, hier noch einer hinterher:
    >
    > Windows Server 2008 Enterprise beinhaltet 4 Lizenzen plus eine für die
    > Virtualisierungsschicht.
    > Könnte ich hier z. B. zwei Hyper-V Server plus 3 virtuelle Maschinen
    > realisieren, lizenztechnisch?
     
    Nein. Microsoft hat diese Erweiterung der Lizenzvereinbarung an die
    jeweilige physikalische Instanz gebunden (s.u. Hintergrundinformationen) .
     
     
    Mein Tipp: Entweder verwende SBS 2008 Premium Edition mit seiner
    zusätzlichen Windows Server 2008 Lizenz (nicht zu vergessen die SQL Server
    2008 Lizenz) als Virtualisierungsbasis (s.
    http://blogs.technet.com/b/sbs/archive/2008/09/15/sbs-2008-and-virtualization.aspx)
    oder nimm den jeweilig kostenlosen Hypervisor des Herstellers Deiner Wahl
    (Microsoft, VMware, Citrix usw.). Erst ab einer Menge von 3 zusätzlichen
    Windows Server VMs (Enterprise) oder noch mehr Windows Server VMs (ab 7 ->
    Datacenter) würde ich mich über die anderen Lizenzformen Gedanken machen.
     
     
    Hintergrundinformationen:
     
    Advanced Virtualization Benefits of Windows Server 2008 Editions for the
    Enterprise White Paper
    http://download.microsoft.com/documents/australia/government/WS08_advanced_virtualization_benefits_white_paper_FINAL.doc
     
    System Center Virtual Machine Manager
    http://www.microsoft.com/systemcenter/en/us/virtual-machine-manager.aspx
     
    System Center Essentials 2010
    https://www.microsoft.com/systemcenter/en/us/essentials/sce-2010.aspx
     
    Install and Configure Hyper-V Tools for Remote Administration
    http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc794756.aspx
     
    Remote Server Administration Tools for Windows 7
    http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=7d2f6ad7-656b-4313-a005-4e344e43997d
     
     
    Download VMware ESXi
    http://downloads.vmware.com/d/info/datacenter_downloads/vmware_esxi/4#product_downloads
     
    VMware vCenter
    https://www.vmware.com/de/products/vcenter/
     
     
    Try XenServer
    http://www.citrix.com/English/ps2/products/feature.asp?contentID=2300356
     
    XenServer - Installation and deployment scenarios
    http://docs.vmd.citrix.com/XenServer/4.0.1/installation/ch03s03.html
     
    Citrix Essentials
    http://www.citrix.com/english/ps2/products/feature.asp?contentid=1687093
     
    --
    Tobias Redelberger
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    Donnerstag, 8. Juli 2010 10:07
    Moderator
  • Danke Tobias,

    das sind ja mal wieder reichlich Infos.

    Die Lizenzfrage Server Enterprise wurde mir von Microsoft auch so bestätigt (1 x Virtualisierungsschicht, 4 x virtuelle Server, anders nicht).

    Der SBS Premium ist uninteressant, da es hier um eine Datev-Installation geht, und die bringt einen SQL Server mit.

    Geplant sind vier virtuelle Maschinen auf zwei Hardwareplattformen, zwecks Übernahme einer nächtlich erstellten Sicherung der virtuellen Server bei Ausfall.

    RSAT kannte ich nicht, das werde ich mir noch einmal ansehen, wobei eine Verwatungsmaschine benötigt wird. Allerdings hat man dann in der Virtualisierungsschicht eben nur den Hypervisor, was natürlich auch nicht schlecht ist ...

    ESXi kommt nicht in Frage, weil er nur eine CPU unterstützt.

    XEN habe ich mir im Detail noch nicht angesehen.

    Danke für die Links.

    MfG

    Jens Berggren

    Freitag, 9. Juli 2010 06:22
  • Hi Jens,
     
    > Die Lizenzfrage Server Enterprise wurde mir von Microsoft auch so
    > bestätigt (1 x Virtualisierungsschicht, 4 x virtuelle Server, anders
    > nicht).
     
    Check. Nichts anderes hab ich aber auch erwartet.. ;)
     
     
    > Der SBS Premium ist uninteressant, da es hier um eine Datev-Installation
    > geht, und die bringt einen SQL Server mit.
     
    Muss das bei der Datev nicht extra lizensiert und bezahlt werden? Die
    SQL-Server Lizenz beinhaltet eine Standard-Version (mit der einzigen
    Einschränkung, dass diese nur in einem SBS Netzwerk installiert werden
    darf/kann), welche kostengünstiger sein sollte als das Einzelprodukt.
     
     
    > Geplant sind vier virtuelle Maschinen auf zwei Hardwareplattformen, zwecks
    > Übernahme einer nächtlich erstellten Sicherung der virtuellen Server bei
    > Ausfall.
     
    Wie wichtig, und vor allem wie teuer, ist es, wenn ein System für x Stunden
    ausfällt?
     
    Diese Zahl sollte bei der Kalkulation der richtigen Lösung (Stichwort: ggf.
    HA-Shared Storage") herangezogen werden und nicht irgendwelche
    Bastellösungen wie "Übernahme einer nächtlich erstellten Sicherung der
    virtuellen Server bei Ausfall"
     
     
    > RSAT kannte ich nicht, das werde ich mir noch einmal ansehen, wobei eine
    > Verwatungsmaschine benötigt wird.
     
    Eine Verwaltungsmaschine braucht Du so oder so, alles andere (Tools auf den
    Hypervisor direkt) ist nicht empfohlen.
     
     
    > Allerdings hat man dann in der Virtualisierungsschicht eben nur den
    > Hypervisor, was natürlich auch nicht schlecht ist ...
     
    "Virtualisierungsschicht eben nur den Hypervisor" ist das Maß aller Dinge.
    Nichts anderes, ausschliesslich Hypervisor. Glaub mir... aus Erfahrung.
     
     
    > ESXi kommt nicht in Frage, weil er nur eine CPU unterstützt.
     
    Wer sagt/schreibt denn sowas?
     
    "The sky is the limit.." - fast ;)
     
    The Configuration Maximums for vSphere 4.0 and vSphere 4.0 Update 1 covers
    ESX, ESXi, and vCenter Server.
    http://www.vmware.com/pdf/vsphere4/r40/vsp_40_config_max.pdf
    [..]
    Logical processors per host: 64²
     
    ² Logical CPUs per host = CPU sockets x cores/socket x threads/core.
    Regardless of the host’s configuration of CPU sockets, cores/socket or
    threads per CPU core, the total number of logical CPUs (hardware
    threads) may not exceed this number. Logical CPUs in excess of this
    number are ignored.
    [..]
     
     
    Merke: Ein ESXi ist ein ESX ohne Console ("Parent Partition" bei Hyper-V)
     
    S.a. http://www.vmware.com/files_inline/images/de-esx_comp_driver.gif
     
    D.h. Alles wird remote mittels VMware Infrastructure Client und den
    zugehörigen Schnittstellen des ESX/ESXi verwaltet. so wie es sein soll.
     
     
    > XEN habe ich mir im Detail noch nicht angesehen.
     
    Mein Tipp: Bevor eine endgültige Entscheidung bzgl. der zukünftigen
    Virtualisierungsstrategie getroffen wird, wäre mein dringender Rat, sich mit
    den jeweiligen Technologien intensiv auseinanderzusetzen, parallel dazu die
    geforderten Kennzahlen der gesuchten Lösung zu fixieren und daraus dann die
    bestmöglichste Lösung zu generieren. Falsche Entscheidungen (z.B. wegen
    falscher bzw. zu wenig Informationen) können im nachhinein sich als teurer
    herausstellen
     
    Deshalb: Holt euch externe Expertise dazu, die euch durch langjährige
    Erfahrung im Systemdesign um Virtualisierungslösungen mit Rat und Tat
    unterstützen können
     
     
    --
    Tobias Redelberger
    StarNET Services (HomeOffice)
    Frankfurter Allee 193
    D-10365 Berlin
    Tel: +49 (30) 86 87 02 678
    Mobil: +49 (163) 84 74 421
    Email: T.Redelberger@starnet-services.net
    Web: http://www.starnet-services.net
     
     
     
    Freitag, 9. Juli 2010 08:03
    Moderator
  • Hallo Tobias,

    vernünftige Shared Storage wie z. B. Lefthand o. ä. geht in die Tausende und steht nicht im Verhältnis.

    Die von mir angedachte Lösung ist nicht wesentlich teurer und reduziert die Ausfallzeit im Fall von Desaster Recovery drastisch.
    In der Vergangenheit war es so, dass im Desasterfall (Hardwarecrash) ein neues System herangeschafft wurde und dann, sofern vorhanden, ein Systemrestore mit Datenwiederherstellung gefahren wurde. Das hat je nach Situation 1-3 Tage gedauert.

    Es ging hier um den kostenfreien ESXi, natürlich kannst Du Lizenzen kaufen.

    Mangelnde Beschäftigung mit der Materie kann ich mir nicht vorwerfen, ich bin an dem Thema schon eine Weile dran und habe auch Systeme laufen.

    Wir haben offensichtlich unterschiedliche Kundschaft, ich bewege mich nicht im Enterprisemarkt, sondern versuche mit einfachen Mitteln die Vorteile heutiger Technik in Kleinbetrieben umzusetzen, solange es bezahlbar ist.

    Ich danke Dir trotzdem für die Hinweise.

    MfG

    Jens Berggren

    Dienstag, 10. August 2010 13:12
  • Hallo,

    -------

    > Der SBS Premium ist uninteressant, da es hier um eine Datev-Installation
    > geht, und die bringt einen SQL Server mit.
     
    Muss das bei der Datev nicht extra lizensiert und bezahlt werden?
    ------
    Brauch man nicht extra lizenzieren/bezahlen, kommt bei der Installation des DatevServers mit, als Datev-Genossenschaftsmitglied ist er bezahlt. Der SBS ist für die Kommunikation und die Verwaltung zuständig, der DatevServer läuft als Member. 
    mfgChr. Liebetrau
    Mittwoch, 11. August 2010 11:37