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Task des SQL-Servers abschießen RRS feed

  • Frage

  • Hallo,

    eigentlich wollte ich nur ein paar Daten in eine andere Tabelle schaufeln, doch scheint sich der SQL Server (2017, Developer) verschluckt zu haben. Sobald der Dienst des Servers läuft, geht die Festplattenaktivität auf 100%. Das geht schon seit zwei Tagen so. Der eigentliche Kopiervorgang sollte schon lange beendet sein. Abfragen über das Managementtool die die betroffene Tabelle ansprechen, laufen auch ewig ohne erkennbare Fortschritte. Sie kommen eigentlich nicht zum Ende. Mir bleibt nur der Taskmanager um das SSMS wieder zu beenden.

    Über den Konfigurationsmanager lässt sich der Server auch nicht beenden. Kein Rückantwort, wie es so schön heißt. Auch hier geht's nur über den Taskmanager. Der Server ist also komplett mit sich selbst beschäftigt.

    Wie kann ich, z.B. über das Managementtool, den Server dazu bringen, das was er da macht (was immer das ist) abzubrechen?

    Gruß

    H.


    • Bearbeitet Hannebambel Freitag, 16. Februar 2018 17:46 Ergänzung
    Freitag, 16. Februar 2018 17:44

Alle Antworten

  • Hallo,

    ich würde vermuten, dass der SQL Server in der Crash Recovery ist und versucht die Datenbanken wieder in einen konsistenten Zustand zu bringen. Durch die erzwungenen Neustarts schaukelt sich der Recovery Prozess immer mehr auf.

    Wenn dies die Ursache ist dann musst du den Recovery Prozess zu laufen lassen.


    Benjamin Hoch
    MCSE: Data Platform & Data Management and Analytics
    MCSA: SQL Server 2012/2014 & 2016 DB Administration
    MCSA: Windows Server 2012

    Freitag, 16. Februar 2018 19:31
  • so was dachte ich mir auch. Es scheint aber so, dass der Server in akzeptabler Zeit nicht zu Potte kommt. Der Server (Developer) läuft auf einem Desktop-System und sollte Abends runtergefahren werden.

    Ich werde es morgen noch mal probieren, ich denke aber, das wird nix. Und tagelang vor sich hinwurschteln möchte ich ihn auch nicht lassen. Es sollte nur eine Tabelle betroffen sein und diese könnte auch gelöscht werden. Der Inhalt ist redundant in anderen enthalten.

    Es sollte so ablaufen können, dass ich dem Server sage, höre auf damit, auch wenn es zu Inkonsistenzen kommt. Dann betroffene Tabelle gelöscht und Konsistenzcheck machen, evtl. Reparatur anschmeißen.

    Kein Ahnung ob und wie das ginge.


    Freitag, 16. Februar 2018 19:48
  • Der SQL Server hat nur ein Ziel und dies ist dafür zu sorgen dass der Datenbestand konsistent ist. Alle anderen Ziele/Tecniken sind hier untergeordnet. Dass dies in deinem Fall nicht den Ziel ist interessiert den SQL Server nicht. Wenn du nicht warten willst, kannst du ja mal versuchen den SQL Server in den Einzelbenutzermodus zu starten und die Datenbank über ein Backup wiederherzustellen.

    Benjamin Hoch
    MCSE: Data Platform & Data Management and Analytics
    MCSA: SQL Server 2012/2014 & 2016 DB Administration
    MCSA: Windows Server 2012

    Freitag, 16. Februar 2018 19:55
  • Der Server läuft auf meinem Produktivsystem, einem Desktop-PC. Der Server selber ist nur für Entwicklungszwecke installiert.

    Wenn es keine Möglichkeit gibt, ihn mit Bordmitteln dazu zu veranlassen, die Aktivitäten einzustellen, dann wird er deinstalliert.  Alle Daten sind wiederherstellbar und anderweitig archiviert. Allerdings nicht als Backup vom Server selbst.

    Im Moment belegt er 5GB des Arbeitsspeichers, 100% Plattenaktivität und bremst mich anderweitig erheblich aus. Fast nix kann man im Moment auf dem PC ohne Lacks und Stottern machen. Und das geht schon seit Tagen so.

    Wenn's nicht anders geht, werd' ich rabiat und er wird neu installiert! ;-)

    Grüßle

    H.

    Samstag, 17. Februar 2018 09:18
  • Der Server läuft definitiv nicht (nur) in diesem Recovery-Modus. Da ist irgendwas oberfaul.

    Ich kann soweit noch zugreifen, dass ich die eine Tabelle die wichtig wäre als rpt-Datei auf die Platte sichern kann. Das läuft jetzt auch schon "ewig". Inzwischen sind 27GB aufgelaufen, es dürften aber "nur" 18GB sein. Und es wird mehr und mehr.

    Irgendwas scheint diese Tabelle jetzt aufzublähen. Sie scheint größer und größer zu werden. Ich befürchte, ich hatte vor drei Tagen einen Fehler in einer Anfüge-Anfrage und so was wie eine Endlosschleife produziert. So sieht's zumindest aus.

    Ich knall das Ding jetzt ins Nirwana und von der Platte.

    H.

    PS.:

    Ich fasse es nicht. Exakt in dem Moment in dem ich diesen Post das erste mal abgesetzt hatte und wirklich den Stecker ziehen wollte, war der Tabellen-Dump beendet. Zwar mit viel zu viel Plattenplatz aber mit der korrekten Anzahl an Datensätzen und der Plattenload ging auf 0. Fertig!? Der Server tuckert jetzt harmlos ohne Systemlast vor sich hin. Recovery oder was immer das war ist wohl abgeschlossen.

    Irgendwie fühle ich mich von dem Ding veräppelt. Warum muss man immer erst mit Gewalt drohen?

    • Bearbeitet Hannebambel Samstag, 17. Februar 2018 10:30 Ergänzung PS
    Samstag, 17. Februar 2018 10:16
  • Der SQL Server hat nur ein Ziel und dies ist dafür zu sorgen dass der Datenbestand konsistent ist. Alle anderen Ziele/Tecniken sind hier untergeordnet. Dass dies in deinem Fall nicht den Ziel ist interessiert den SQL Server nicht. Wenn du nicht warten willst, kannst du ja mal versuchen den SQL Server in den Einzelbenutzermodus zu starten und die Datenbank über ein Backup wiederherzustellen.

    bzw die betroffene Datenbank im Single user Modus einfach löschen


    Andreas Wolter (Blog | Twitter)
    MCSM: Microsoft Certified Solutions Master Data Platform/SQL Server 2012
    MCM SQL Server 2008
    MVP Data Platform MCSE Data Platform
    MCSM Charter Member, MCITP Charter Member etc.
    www.SarpedonQualityLab.com
    (Founder)

    Samstag, 17. Februar 2018 12:09
  • Hallo Hannebambel,

    schön das es jetzt wieder funktioniert. Dennoch würde ich gerne noch zwei Fragen los werden. In welchem Wiederherstellungsmodell befinden sich deine Datenbanken (Einfach oder Vollständig)? Warum machst du keine normale Datenbanksicherung über den SQL Server? Auch für Entwicklungsdatenbanken schadet eine Vollsicherung nicht wenn man mal Daten wiederherstellen will.

    Gruß Benjamin


    Benjamin Hoch
    MCSE: Data Platform & Data Management and Analytics
    MCSA: SQL Server 2012/2014 & 2016 DB Administration
    MCSA: Windows Server 2012

    Montag, 19. Februar 2018 08:02
  • Moin,

    das Wiederherstellungsmodell steht auf dem Defaultwert, auf Einfach.

    Ich habe keine Sicherung der DB, da die Sache sich auf insgesamt zwei, später drei Tabellen beschränkt, die eine feste Struktur und sich nicht ändernde Inhalte haben. Die Inhalte der Tabellen können aus ASCII-Dateien wieder hergestellt werden.

    Bei mir handelt es sich nicht um eine typische Implementation einer DB. Ich "missbrauche" sie als intelligenten "Massenspeicher", der mir ermöglicht, große Datenmengen auf einfache Weise zu sortieren bzw. darin zu suchen. Würde ich dafür keine DB verwenden, müsste ich das selber programmieren. Und das ist unnötig, weil es ja sowas wie SQL und zugehörige Server gibt, die mir diese Funktionalität von Hause aus liefern.

    Gruß

    H.

    Montag, 19. Februar 2018 08:44