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Grafikkartentreiber mittels Eingabeaufforderung ändern (ohne abgesicherten Modus) RRS feed

  • Frage

  • Wie der Teufel es so will, ist die Grafikkarte von meinem PC (AMD FirePro V4900) am Freitag gestorben.
    Gestern habe ich eine neue (AMD Radeon Pro WX3100) in den Rechner verbauen können.

    Da ich ein Dual-Boot System (Windows 7 und Windows 10 auswählbar per Bootloader) habe, habe ich erstmal Win7 in Ordnung gebracht. Das war kein Problem. Win7 im abgesicherten Modus hochgefahren, alte Grafikkartentreiber ganz normal deinstalliert, Reboot, normal hochgefahren mit nativem VGA-Treiber, der erlaubte sogar schon die volle Monitorauflösung von 1920x1200 einzustellen und dann den neuen Treiber für die Radeon Pro installiert. Lief alles wie es soll, wenn man sich mit Computer auskennt.

    Windows 10 zickt aber leider rum. Aufgrund des falschen Grafikkarten-Treibers stürzt es während des Bootens immer mit einem Bluescreen of Death (BSOD) ab. Exakt genauso, als ob noch die defekte Grafikkarte drin wäre. Ich komme deswegen leider ums Verrecken nicht an die Möglichkeit heran, den alten, das Problem verursachenden, Grafikkartentreiber zu deinstallieren.

    Egal welche der 8 Bootoptionen ich auswähle (Protokollierung, starten mit geringer Auflösung, abgesicherter Modus usw.) es kommt immer derselbe BSOD.
    Ohne abgesicherten Modus kann ich aber leider die alten Treiber nicht normal deinstallieren!
    Ich habe mir schon einen ganz frischen Win10 Bootstick gebaut (Rel. 1909) und damit den automatischen Reparaturmodus gestartet. Der hat ein bisschen auf der Win10-Partition rumgerödelt, aber nichts verändert.

    Mal davon abgesehen, dass Win10 ganz offensichtlich ein Rückschritt ist was das Treibermodell angeht (denn der Win7 BSOD hatte auch klar atikmpag.sys als Bootproblem angegeben, Win10 nur ein allgemeines "critical process died"), kann ich doch nicht der Einzige sein, der das simple Problem hat, dass ihm nach 4 Jahren die Grafikkarte gestorben ist und ausgetauscht werden musste und man somit auch keine Gelegenheit hatte, die alten Treiber zu deinstallieren, bevor man die neue Karte einbaut.

    Was ich jetzt brauche: eine Möglichkeit, die alten Treiber so zu deaktivieren, dass Win10 stattdessen mit dem nativen VGA-Treiber hochfährt und ich dann die alten Treiber immer noch sauber deinstallieren kann.

    Gegoogelt habe ich schon wie blöde, aber alle Anleitungen und YouTube-Lösungen gehen davon aus, dass man zumindest in den abgesicherten Modus reinkommt.

    Für einen Profitipp wäre ich wirklich dankbar. Am realistischsten vermutlich etwas in de Art: mit dem Rescuestick in die Eingabeaufforderung gehen, dort dann auf C:\Windwos\system32\... die Datei XYZ umbenennen. Ich weiß halt leider nur nicht, wie man konkret den alten Treiber deaktiviert und/oder den VGA-Treiber zum Chef macht.

    Danke im voraus an alle Hilfsbereiten und frohe Festtage!

    Ein altes Backup einspielen (hätte ich) bringt mich auch nicht weiter, weil ich dann ja auch wieder den falschen Treiber drin habe. Es ist echt absurd.

    P.S.: Ich habe eine Anleitung für ein Tool gefunden, welches von dem USB-Stick aus den Zugriff  auf die Systempartition und dort eine Korrektur der Treiber ermöglicht:

    DISM

    aber bereits die Eingabe von
    dism /image:c:\ /get-driverinfo

    wird mit einem
    -------------------------------------
    "Fehler: 2"
    Fehler bei der Initialisierung
    -------------------------------------
    quittiert.

    Laut dism.log liegt es wohl daran, dass DISM die Versionsnummer meiner Windows 10 Partition nicht ermitteln kann:

    -------------------------------------
    DISM OS Provider: PID=2020 TID=940 "Failed to open the key Microsoft\\Windows NT\\CurrentVersion." - CDISMOSServiceManager:: get_OSVersion(hr:0x0070002)

    DISM OS Provider: PID=2020 TID=940 Failed trying to determine the OS Version. HRESULT=0x0070002 - CDISMOSServiceManager:: get_OSVersion
    -------------------------------------

    Irgendwie schein ich hier das ganz große Los gezogen haben. Kann jemand bitte entweder DISM bei mir ans Arbeiten bekommen oder mir sagen, was ich GEZIELT in der Registry ändern muss, damit ich Windows 10 dazu bekommen kann, die vorhandenen Grafikkarten-Treiber zu ignorieren und mit dem generischen VGA-Treiber hochzufahren?

    Vielen Dank im voraus




    • Bearbeitet Tronar Donnerstag, 26. Dezember 2019 14:11
    Donnerstag, 26. Dezember 2019 10:30

Alle Antworten

  • stell im Abgesicherten Modus einmal einen (Generic) MS Standard Treiber ein. Dann solltest du booten können und danach den Treiber installiert können

    Chris

    Donnerstag, 26. Dezember 2019 12:30
  • Wie schon geschrieben komme ich aber leider nicht in den abgesicherten Modus rein. Windows 10 stürzt selbst im Safe Mode mit demselben BSOD ab wie beim normalen Bootvorgang. Leider scheint der abgesicherte Modus von Windows 10 ganz anders zu funktionieren, als der Modus von Windows 7.
    • Bearbeitet Tronar Freitag, 27. Dezember 2019 10:57
    Donnerstag, 26. Dezember 2019 14:12
  • Hallo Tronar,

    das sieht schon so aus, als hättest du sehr gründlich nachgeforscht.

    Ich kenne noch das Tool pnputil.exe (https://docs.microsoft.com/en-us/windows-hardware/drivers/devtest/pnputil-command-syntax). Aber auch hier stellen sich Probleme wie "Welche Nummer hat genau die defekte Treiber-Datei oemXX.inf" (Denn Microsoft nummeriert die Treiber meistens leider mit oem01.inf, oem02.inf etc. durch und man weiß von Ferne nicht welcher Treiber welcher ist). Auch weiß ich nicht, ob man pnputil.exe vom Recovery-Stick aus bedienen kann.

    Aber vielleicht ist es ja ein Versuch wert.

    Falls du aber nur nen Stubs brauchst um die Neuinstallation von Windows 10 anzugehen, dann würde ich den Stubs gerne geben ;-). Vom Gefühl her glaube ich, dass du sehr viel Zeit und Bastelei in das Problem stecken müsstest um die defekte Treiberdatei zu entfernen und das System bootbar zu machen. (Sorry für den Tipp an der gewünschten Lösung vorbei, falls das blöd ankommt).

    Grüße aus NRW.

    Samstag, 28. Dezember 2019 10:49
  • Hallo Oli,

    vielen Dank für den Hinweis. Ich befürchte (der Anleitung zufolge), dass pnputil nur in einem Standard-Windows verfügbar ist und nicht auf dem USB-Bootstick.

    Aber ich bin für jeden Strohhalm schon sehr dankbar.

    Danke auch für den Stubs, aber eine Neuinstallation wird mich locker 2 Tage Konfigurier-Arbeit kosten. Ich habe u.a. Programme wie Foobar und SubtitleEdit im Einsatz und dort sehr viel Zeit in elaborierte Konfigurationen gesteckt oder über die Zeit Stichwort-Datenbanken aufgebaut. Die muss ich jetzt alle manuell sichern (soweit das überhaupt geht) und dann manuell wieder ins neue System reinfummeln (soweit das überhaupt geht). Spaßig ist was anderes und am Ende werde ich Dinge übersehen haben. Oder Streß mit Lizenzen bekommen, weil ich von Dell u.a. Adobe Acrobat XI als OEM gekauft hatte (auf Windows 7) und das beim Upgrade auf Windows 10 natürlich mitgekommen ist, aber bei einer Neuinstallation bestimmt Zicken machen wird. Gleiches gilt für Microsoft Office. Ich werde also sicher die eine oder andere Hotline anrufen dürfen, um denen zu erklären, dass ich meine alte Lizenz nur weiterverwenden möchte. 

    Es wäre soviel einfacher gewesen, nur den blöden Absturz-Treiber der alten Grafikkarte aus dem System raus zu bekommen und dann einfach weiterarbeiten zu können.

    Unter dem alten Windows 7 hat das doch auf Anhieb geklappt, wieso stellt sich Windows 10 da so dämlich an?

    Samstag, 28. Dezember 2019 13:54
  • Danke auch für den Stubs, aber eine Neuinstallation wird mich locker 2 Tage Konfigurier-Arbeit kosten. Ich habe u.a. Programme wie Foobar und SubtitleEdit im Einsatz und dort sehr viel Zeit in elaborierte Konfigurationen gesteckt oder über die Zeit Stichwort-Datenbanken aufgebaut. Die muss ich jetzt alle manuell sichern (soweit das überhaupt geht) und dann manuell wieder ins neue System reinfummeln (soweit das überhaupt geht). Spaßig ist was anderes und am Ende werde ich Dinge übersehen haben. 

    Moin,

    ich gehe jetzt mal davon aus, dass Dein Rechner nicht über eine redundante Betriebssystem-Platte verfügt. Somit sind diese ganzen Konfigurationen und Anpassungen davon abhängig, dass Deine Festplatte ewig lebt, denn würde diese sterben, müsstest Du ja neu aufsetzen und wüsstest dann immer noch nicht, wie man das auf einen anderen Rechner / in ein anderes Benutzerprofil übernimmt. Hoffentlich animiert Dich dieser Vorfall dazu, Dich *damit* zu beschäftigen, denn, wie Du richtig erkannt hast, ist dieser Schritt der Aufwendige und nicht eine Neuinstallation von Windows.

    Zu DISM: Wie Dein Bootstick aussieht, können wir natürlich nicht wissen. Aber ich vermute mal, Dein Problem mit der DISM-Initialisierung liegt in der Bootpartition des Sticks und nicht in der, die Du versuchst zu retten. Auch ist es recht unwahrscheinlich, dass diese im Bootstick-Szenario den Buchstaben C: tragen wird, aber das wirst Du vermutlich überprüft haben. In jedem Fall sagt meine Erfahrung mehr Erfolg mit DISM voraus, wenn Du eine vollwertige Windows-Installation nimmst und die zu rettende Platte dort einhängst.

    Was Du natürlich noch versuchen könntest ist, Dir irgendwo eine nVidia- oder Intel-Karte auszuleihen und diese kurz zu tauschen, damit der ATI-Treiber gar nicht erst versucht wird.


    Evgenij Smirnov

    http://evgenij.smirnov.de


    Samstag, 28. Dezember 2019 15:16
  • Versuch doch mal die treiber der neuen Grafikkarte from Recovery modus zu installieren:

    Rette die *.inf dateien der neuen Grafikkarte auf einem USB stick, sagen wir mal e:\Grafikkarte\driver

    Starte deinen Computer und sobald du das windows logo siehst drücke den "Reset" Knopf auf deinem Computer. Mach das 3x und du hast zugang zu den erweitertem boot modus. 

    Mache Logon mit deinem Username & Password

    Geh zu erweitert, Command Prompt:

    pnputil -a e:\Grafikkarte\driver\*.inf

    Oder: (Sagen wir mal d: ist die Windows 10 partition):

    dism /Image:d:\ /Add-Driver /Driver:E:\Grafikkarte\driver /Recurse

    Starte Computer neu und sieh ob du ins Windows 10 logen kannst.

    Vieleicht hat auch der schnelle startup was damit zu tun das du sofort einen BSOD bekommst sobald du Win 10 startest "fast statup" verifiziert warscheinlich nicht ob sich was am hardware geändert hat seit dem letzten boot da es ja fast ein aufwachen einer hibernation ist.

    Den schnellen start kannst du ebenfalls von der recovery console deaktivieren:

    Öffne den Registierung Editor und loade einen hive (sagen wir mal das dein Windows 10 auf d: ist)

    Diesen hive loaden: d:\Windows\System32\config\system und einen beliebigen namen geben.

    In diese richtung navegieren: CurrentControlSet\Control\Session Manager\Power" * den CurrentControlSet mit der niedrigsten Nummer

    Die daten von HiberbootEnabled von 1 auf 0 änderern

    Den Hive unloaden und neustarten, wenn es nicht klappt kannst ja mal versuchen die datei auf d:\hiberfile.sys umzubennen.


    R. Bohner





    Samstag, 28. Dezember 2019 20:10
  • A) Versuch doch mal die treiber der neuen Grafikkarte from Recovery modus zu installieren:

    Rette die *.inf dateien der neuen Grafikkarte auf einem USB stick, sagen wir mal e:\Grafikkarte\driver

    Starte deinen Computer und sobald du das windows logo siehst drücke den "Reset" Knopf auf deinem Computer. Mach das 3x und du hast zugang zu den erweitertem boot modus. 

    Mache Logon mit deinem Username & Password

    Geh zu erweitert, Command Prompt:

    pnputil -a e:\Grafikkarte\driver\*.inf

    Oder: (Sagen wir mal d: ist die Windows 10 partition):

    dism /Image:d:\ /Add-Driver /Driver:E:\Grafikkarte\driver /Recurse

    Starte Computer neu und sieh ob du ins Windows 10 logen kannst.

    BVieleicht hat auch der schnelle startup was damit zu tun das du sofort einen BSOD bekommst sobald du Win 10 startest "fast statup" verifiziert warscheinlich nicht ob sich was am hardware geändert hat seit dem letzten boot da es ja fast ein aufwachen einer hibernation ist.

    Den schnellen start kannst du ebenfalls von der recovery console deaktivieren:

    Öffne den Registierung Editor und loade einen hive (sagen wir mal das dein Windows 10 auf d: ist)

    Diesen hive loaden: d:\Windows\System32\config\system und einen beliebigen namen geben.

    In diese richtung navegieren: CurrentControlSet\Control\Session Manager\Power" * den CurrentControlSet mit der niedrigsten Nummer

    Die daten von HiberbootEnabled von 1 auf 0 änderern

    Den Hive unloaden und neustarten, wenn es nicht klappt kannst ja mal versuchen die datei auf d:\hiberfile.sys umzubennen.

    zu A) ich kenne inzwischen alle 5 Arten, wie man das erweiterte Bootmenü von Windows 10 provozieren kann. Das zu erreichen ist kein Problem. Aber keine der dann angebotenen 8 Optionen (inkl. des eigentlich für genau so ein Problem gedachten abgesicherten Modus) kommt an dem BSOD vorbei. Was ich bräuchte wäre ein Bootvorgang direkt in das MS-DOS Fenster, wie es es bei Windows 95/98/ME noch gab, ohne vorher Windows zu initialisieren und damit den BSOD auszulösen. Da komme ich aber bei Win10 nicht mehr hin.

    zu B) Den Schnellstart hatte ich schon vorher deaktiviert, weil ich den nicht mag und meinen PC auch regelmäßig herunterfahre, weil ich dem Hibernation-Mode nicht traue. Den Schnellstart auszuschalten ist also leider keine Option mehr. :-(

    Schade. Alles tolle Ideen, aber ich brauche eine Lösung, welche nicht voraussetzt, dass ich das Windows 10 auf C:\ irgendwie boote. Ich muss "von draußen" drankommen, am besten über einen Rescue-Stick. Damit scheidet aber leider pnputil.exe aus, denn das kennt keinen Befehl, der auf ein anderes Windows als das gerade geladene zugreifen kann.


    • Bearbeitet Tronar Sonntag, 29. Dezember 2019 14:03
    Sonntag, 29. Dezember 2019 14:02
  • Hm, durchaus skurriles, interessantes  Szenario welches du da beschreibst - Damit-Butter-Aufs-Brot-Verdiener-Sichtweise: (allein aus Gründen der Zeit- und Kostenersparnis/Ausfallsicherheit) wäre es sinnvoll die Maschine mit einem Image kpl. neu aufzusetzen.

    Falls dich umfangreiche Frickeleien in den Windows-Tiefen nicht abschrecken fang ich zum Einstieg mal mit dem aus meiner Sicht Naheliegendsten an:

    -die Abbilder hast du eingesehen/analysiert? Prozessbeteiligte, Thread?

    - INTEL XEON Prozessor-Grafik -meine erste Recherche erstmal negativ, welche CPU/welches Brett genau?

    - MCT mit v1909, richtig? -Zielplattform/Windows Build/Patchstand  auf dem fehlerhaften System?

    -DISM offline einen Treiber(-paket) aus dem Image entfernen -eine echte Herausforderung (Lol) -mittels DevCon (vermutlich nur Online Modus bzw. via Remote Access, hab das noch nicht ausprobiert) oder MS Tools wie DaRT, Bestandteil von MDOP.
    Sonntag, 29. Dezember 2019 22:00
  • Leider erlaubt es mir der Editor nicht, das Zitat Deiner Nachricht mit meinen Antworten zu unterbrechnen, daher poste ich das jetzt in einem Stück:

    Doch, in HTML ;-)

    Bisher mache ich mir vor einem PC-Wechsel (den ich extra deswegen im Schnitt nur alle 7 Jahre durchführe) eine Liste mit den Apps, sichere dann im alten System alle über die C-Partition verstreuten .INI und .CFG Dateien sowie den AppData und andere Ordner und fummele das dann - soweit die Programme überhaupt ohne Update auf dem neuen Windows laufen - manuell wieder rein.

    Ja, und das ist das einzige, was universell funktioniert. Tools, die zu Millionen unterschiedlicher Dreckstools in allen Versionen die komplette Config-Übernahme hinterlegt haben, wären zwar schön, sind mir aber nicht bekannt. Aber wenn man einmal abschließend herausgefunden hat, WELCHE Dateien und Regkeys WOHIN sollen, kann man das für die paar Programme, die man benutzt, sogar skripten.

    Apple hat dafür laut Freunden eine timemachine, die einem das System selbst auf neuer Hardware mit neuem OS mit allen Settings automatisch wiederherstellt.

    Aber nur, wenn der Hersteller sich 100% an die Entwicklungsvorgaben von Apple gehalten hat. Und dann ist es easy, insbesondere weil OSX ja ein BSD-Derivat ist und alles Konfigs in flachen Textdateien wohnen. Wenn Dir das schlüssiger erscheint, steht es Dir frei, Mac zu benutzen.

    Vielleicht könnte sich Windows da mal für die nächste Version eine Scheibe von abschneiden?

    Wenn sich Entwickler von Windows-Programmen jemals auch nur ansatzweise an die Design-Vorgaben von Microsoft gehalten hätten, die es schon seit Jahrzehnten gibt, wäre es ein sinnvolles Unterfangen, und Microsoft hätte bestimmt schon längst irgendeine Firma gekauft, die das entwickelt gehabt hätte... Von XP zu Win7 gab es ja so ein Tool sogar. Und wenn alle Sonderkonfigs, wie vom Hersteller vorgeschrieben, im Benutzerprofil wohnen würden, käme man ja schon mit USMT ans Ziel, was es auch schon lange gibt. Das einzige, was damit zuverlässig geht, ist MS Office. Warum wohl.

    Mein Bootstick ist der ganz normale Windows 10 Installationsstick in der neuesten Version, der vom MediaCreationTool.exe erstellt wird. Der ist also absoluter Microsoft-Standard. Da ist DISM drauf und das Windows bootet dort auf X:\ Auf C:\ befindet sich ganz sicher meine Win10-Partition, denn dort ist auch der von mir im root manuell angelegte Ordner C:\Tools zu finden, ein Irrtum also ausgeschlossen.

    Also eine WinPE-Umgebung. Für DISM brauchst Du aber eine Windows-Umgebung. Platte per USB irgendwo einhängen, wo bereits Windows läuft, und hoffen, dass die Partition nicht BitLocker-Verschlüsselt war.


    Evgenij Smirnov

    http://evgenij.smirnov.de

    Sonntag, 29. Dezember 2019 22:38

  • Ja, und das ist das einzige, was universell funktioniert. Tools, die zu Millionen unterschiedlicher Dreckstools in allen Versionen die komplette Config-Übernahme hinterlegt haben, wären zwar schön, sind mir aber nicht bekannt. Aber wenn man einmal abschließend herausgefunden hat, WELCHE Dateien und Regkeys WOHIN sollen, kann man das für die paar Programme, die man benutzt, sogar skripten.

    Tja, für's nächste Mal weiß ich es. Schön ist trotzdem was anderes. Und viel Arbeit im Detail macht es auch. Ich käme ja sogar über meine Backup-Images noch an alle Konfig-Dateien ran.

    Aber nur, wenn der Hersteller sich 100% an die Entwicklungsvorgaben von Apple gehalten hat. Und dann ist es easy, insbesondere weil OSX ja ein BSD-Derivat ist und alles Konfigs in flachen Textdateien wohnen. Wenn Dir das schlüssiger erscheint, steht es Dir frei, Mac zu benutzen.

    Nicht wirklich. Die paar Mal, wo ich Apple ausprobiert habe, bin ich auch über die Handhabung mancher Dinge sehr erstaunt gewesen. Von wegen alles ganz einfach. Und die Einschränkungen machen mich dort regelmäßig kirre. Vom iPhone 4 bin ich schnell wieder weg gewesen. Aber nachdem mir jetzt mehrere MacBook-User von ihrem problemlosen Umstieg auf ein neues MacBook berichtet haben, scheint das dort wohl doch recht gut zu funktionieren.

    Also eine WinPE-Umgebung. Für DISM brauchst Du aber eine Windows-Umgebung. Platte per USB irgendwo einhängen, wo bereits Windows läuft, und hoffen, dass die Partition nicht BitLocker-Verschlüsselt war.

    Nein, kein Bitlocker im Einsatz. Ich brauche sie auch nicht per USB einhängen, ich habe sie einfach von "hidden" auf "normal" gesetzt und unter Windows 7 gemountet als Laufwerk K:\

    Wieso aber Microsoft das Tool DISM in die Windows PE-Umgebung des MediaToolCreator-Sticks einbindet, obwohl man (laut Dir) eine vollwertige Windows-Umgebung braucht, erscheint mir nicht ganz schlüssig.

    Wenn ich unter Windows 7 mit dem dortigen DISM versuche auf das Windows 10 via K:\ zuzugreifen, bekomme ich jedenfalls folgende Fehler (und vermute, dass das daran liegt, dass Windows 7 DISM einfach zu alt für Win 10 ist):

    -------------------------------------------------------------------------
    C:\Windows\System32>dism /image=k:\ /get-driverinfo
    Tool zur Abbildverwaltung für die Bereitstellung
    Version: 6.1.7601.24499
    Fehler: 1920
    Fehler beim Starten des Wartungsprozesses für das Abbild unter "k:\".
    Weitere Informationen finden Sie in der Protokolldatei.
    Die DISM-Protokolldatei befindet sich unter "C:\Windows\Logs\DISM\dism.log".
    -------------------------------------------------------------------------

    Ich muss es vermuten, denn so wirklich auskunftsfreudig ist Microsoft bzgl. solcher Fehlermeldungen wie "Fehler: 1920" leider nicht.

    Um einfach mal die aktuelle Version von DISM zu haben, habe ich mir den Inhalt des Verzeichnisses X:\Sources von dem Windows PE -Stick nach D:\DISM kopiert.

    Wenn ich jetzt unter Windows 7 das dortige aktuelle (1903/1909) DISM aufrufe, kommt diese Fehlermeldung:
    -------------------------------------------------------------------------
    D:\dism>dism /image=k:\ /get-driverinfo
    Deployment Image Servicing and Management tool
    Version: 10.0.18362.1
    Error: 1812
    Die Anforderung wird nicht unterstützt.
    The DISM log file can be found at C:\Windows\Logs\DISM\dism.log
    -------------------------------------------------------------------------

    Auch hier kann ich nur raten, was Fehler 1812 bedeutet. Aber wenigstens stimmt die DISM Version (10.0.18362.1) jetzt ganz sicher mit meiner Windows10-Version laut ntbtlog.txt (Microsoft (R) Windows (R) Version 10.0 (Build 18362)) überein.

    im dism.log steht dann gegen Ende:

    -------------------------------------------------------------------------
    2019-12-30 01:48:47, Info                  DISM   DISM Provider Store: PID=10112 Getting the collection of providers from a local provider store type. - CDISMProviderStore::GetProviderCollection
    2019-12-30 01:48:47, Info                  DISM   DISM WIM Provider: PID=10112 [k:\] is not a WIM mount point. - CWimMountedImageInfo::Initialize
    2019-12-30 01:48:47, Info                  DISM   DISM Provider Store: PID=10112 Getting the collection of providers from a local provider store type. - CDISMProviderStore::GetProviderCollection
    2019-12-30 01:48:47, Info                  DISM   DISM WIM Provider: PID=10112 [k:\] is not a WIM mount point. - CWimMountedImageInfo::Initialize
    2019-12-30 01:48:47, Error                 DISM   DISM Manager: PID=10112 Failed to create unique image session lock name for DISM located at 'k:\Windows\System32\Dism\dismprov.dll'. - CDISMManager::CheckSessionAndLock(hr:0x80070780)
    2019-12-30 01:48:47, Error                 DISM   DISM Manager: PID=10112 Failed to create the image session lock for location: k:\Windows\System32\Dism - CDISMManager::CreateImageSession(hr:0x80070780)
    2019-12-30 01:48:47, Error                 DISM   DISM.EXE: Could not load the image session. HRESULT=80070780
    2019-12-30 01:48:47, Error                 DISM   DISM.EXE: Unable to start the servicing process for the image at 'k:\'. HRESULT=80070780
    2019-12-30 01:48:47, Info                  DISM   DISM.EXE: Image session has been closed. Reboot required=no.
    2019-12-30 01:48:47, Info                  DISM   DISM.EXE:
    2019-12-30 01:48:47, Info                  DISM   DISM.EXE: <----- Ending Dism.exe session ----->
    -------------------------------------------------------------------------

    Auch das lässt mich eher ratlos zurück.
    Irgendwie weigert sich dism auf jede erdenkliche Art mit meiner Windows 10 Partition arbeiten zu wollen.

    chkdsk K: /f lief jedenfalls problemlos durch, daran kann es auch nicht liegen. Googlen der Fehlermeldungen hilft mir auch nicht weiter.

    Hat hier noch jemand eine Idee, was das Problem mit DISM in meinem Fall ist? Abweichende Versionen zwischen DISM und zu bearbeitendem Windows 10 sind ausgeschlossen und es weigert sich sowohl  unter Windows PE als auch  unter einem gebooteten Windows 7 auf die Windows 10 Partition zuzugreifen.


    • Bearbeitet Tronar Montag, 30. Dezember 2019 01:02
    Montag, 30. Dezember 2019 00:59