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Windows Hyper-V Server 2016 Lizenzierung RRS feed

  • Frage

  • Hallo,

    mich würde interessieren, wie ich folgendes Projekt lizenzieren müsste.

    Basis ist der kostenlose Hyper-V Server 2016, auf diesem soll ein Windows Server Essentials (DC) virtualisiert betrieben werden sowie x-VMs mit Windows 10. Die Windows 10 VMs sind in der Domäne des Domain Controllers. Der Zugriff auf die VMs erfolgt mit Clients auf denen ebenfalls Windows 10 installiert ist.

    Wie sieht es es mit VDA,RDS,CALs? Muss ich die Windows 10 Clients UND die Windows 10 VMs mit einer Lizenz versehen? Ich bitte um Aufklärung. Vielleicht weiß ja einer mehr.

    Danke & Gruß

    Montag, 13. Februar 2017 15:45

Antworten

  • Moin,

    Du solltest das nicht so eng sehen. Here's why:

    1. mit etwas gutem Willen kannst Du einen Server 2016-Desktop identisch zu einem Windows 10-Desktop gestalten. Und Du kannst ja trotzdem jedem User eine eigene VM geben. Und mehr Ressourcen verbraucht sie auch nicht, wenn Du die VM-Optimierung sauber betreibst. 
    2. die vorgeschlagene Variante ist die einzige, die Dir keine laufenden Lizenzkosten beschert. Je nachdem, wie groß Deine Organisation bzw. die des Kunden ist, kann es sein, dass SA gar nicht möglich ist. Und ohne SA darfst Du Client-Betriebssysteme nicht virtualisieren.
    3. die vorgeschlagene Variante ist genau das, was alle "Desktop-as-a-Service"-Provider machen, denn ein Service Provider-Licensing für Desktop-Betriebssysteme gibt es Stand heute nicht.

    Aber wenn Du unbedingt auf Desktop-OS bestehst, gibt es nicht viele Varianten, nämlich genau zwei:

    1. Die zugreifenden Endgeräte sind ausnahmslos mit SA lizenziert, dann kannst Du, wenn ich mich recht erinnere, auch die VMs betreiben (bis zu 4x pro zugreifendes Endgerät)
    2. Die zugreifenden Endgeräte sind NICHT ausnahmslos mit SA lizenziert, dann brauchst Du die Per-User-SA und bist in der Auswahl der zugreifenden Endgeräte nicht limitiert.

    Evgenij Smirnov

    I work @ msg services ag, Berlin -> http://www.msg-services.de
    I blog (in German) @ http://it-pro-berlin.de
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    Montag, 13. Februar 2017 21:16

Alle Antworten

  • Basis ist der kostenlose Hyper-V Server 2016

    Nicht lizenzierungspflichtig, wie Du schon sagst.

    ein Windows Server Essentials (DC) virtualisiert betrieben werden

    Dafür benötigst Du eine Windows Server 2012/2016 Essentials Lizenz.

    Die Windows 10 VMs sind in der Domäne des Domain Controllers.

    Dann benötigst Du Windows Server CALs (entweder per Device oder per User)

    Der Zugriff auf die VMs erfolgt mit Clients auf denen ebenfalls Windows 10 installiert ist.

    Technisch machbar, lizenzrechtlich etwas komplizierter. Virtualisierung nur für Windows 10 Enterprise mit aktiver SA.

    https://www.microsoft.com/de-de/licensing/produktlizenzierung/windows-10.aspx#tab=4

    Wie sieht es es mit VDA,RDS,CALs?

    https://www.microsoft.com/de-de/Licensing/lizenzprogramme/software-assurance-mobilitaet.aspx

    RDS auf ein Windows Client geht nur mit aktiver SA. Seit 31.01.17 nur noch für Bestands-SA-Verträge. Eine Möglichkeit wäre noch die SA pro User (siehe Link).

    Muss ich die Windows 10 Clients UND die Windows 10 VMs mit einer Lizenz versehen?

    Ja, insofern beides "vollwertige" Windows sind und kein Embedded etc. müssen beide lizenziert werden.



    Freundliche Grüße

    Sandro
    MCSA: Windows Server 2012
    Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration (IHK, 07/2013)





    Montag, 13. Februar 2017 16:43
  • Ich fasse kurz zusammen:

    Ich kann den Hyper-V Server kostenlos betreiben

    Die Windows 10 VMs muss ich normal lizenzieren.

    Sobald ich mich per RDP mit einer Windows 10 VM von einem W10 Client verbinden möchte, brauche ich eine SA? Auch ohne installierte VDI-Rollen?! (Virtualisierungshost, ConnectionBroker etc)

    Gibt es da nicht eine schlauere Lösung um die Kosten weiter zu senken und trotzdem von virtualisierten Maschinen zu profitieren?

    Was kostet die Software Assurance überhaupt? Wo liegen die Kosten bei Abschluss eines SA für einmal Windows ThinPC? Es geht mir jetzt nicht um die genaue Preistabelle, sondern eher um eine Tendenz.

    Gruß


    Montag, 13. Februar 2017 17:22
  • Moin,

    ich spinne mal etwas rum. Was hält dich davon ab dir eine Windows Server 2016 Datacenter Lizenz zu kaufen (mit entsprechender Anzahl an Core Lizenzen versteht sich). Auf diesem System deine VMs als Windows Server 2016 VMs zu betreiben und dann jedem User einen individuellen Windows Server 2016 als Arbeitsmaschine zu geben?

    Dann bräuchtest du nur:

    1. W2k16 Datacenter + Core Lizenzen

    2. die Lizenz für deinen Essentials Server

    3. die CALs für den Zugriff

    Ich bin aber kein Microsoft Lizenz Berater und weiß nicht aus dem stehgreif ob das erlaubt ist.

    Am besten du telefonierst einfach mal mit einem Lizenzhaus deines vertrauens.


    Kind regards, Flo


    Montag, 13. Februar 2017 18:25
  • Moin,

    Re Flos Beispiel: wozu brauche ich Essentials, wenn ich schon eine Datacenter Lizenzierung habe? Dafür bräuchte man aber noch RDS CALs, dann wäre die Nummer aber wirklich komplett.

    Das würde lizenztechnisch auch durchaus funktionieren (und hätte auch den Reiz, dass keine jährlichen Kosten anfallen), allerdings könnte es aufgrund der Core-Lizenzierung im Endeffekt teurer werden als SA für soundsoviele Client-VMs, denn ein Host für brauchbare VDI sollte schon über einige Cores verfügen...


    Evgenij Smirnov

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    Montag, 13. Februar 2017 19:39
  • Moin,

    Du solltest das nicht so eng sehen. Here's why:

    1. mit etwas gutem Willen kannst Du einen Server 2016-Desktop identisch zu einem Windows 10-Desktop gestalten. Und Du kannst ja trotzdem jedem User eine eigene VM geben. Und mehr Ressourcen verbraucht sie auch nicht, wenn Du die VM-Optimierung sauber betreibst. 
    2. die vorgeschlagene Variante ist die einzige, die Dir keine laufenden Lizenzkosten beschert. Je nachdem, wie groß Deine Organisation bzw. die des Kunden ist, kann es sein, dass SA gar nicht möglich ist. Und ohne SA darfst Du Client-Betriebssysteme nicht virtualisieren.
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    Montag, 13. Februar 2017 21:16
  • Das bedeutet, ausgehend von meinem geschilderten Szenario für das Per-User Szenario:

    Hyper-V-Server kostenfrei

    Windows Server Essentials, Lizenz erwerben, keine CALs notwendig

    VMs: Windows 10, wahlweise Enterprise oder Pro, Lizenz erwerben

    Client: Windows 10, wahlweise Pro oder Enterprise, Lizenz + SA erwerben (wahlweise: Windows 10 Enterprise E3 oder Windows VDA pro Benutzer)

    Keine weiteren Lizenzen notwendig.

    Ist das so richtig? Schon mal vielen Dank.

    Montag, 13. Februar 2017 21:42
  • Fast richtig: Windows 10 NUR Enterprise

    Evgenij Smirnov

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    Montag, 13. Februar 2017 21:49
  • Dann haben Sie mir geholfen, Dankesehr!
    Montag, 13. Februar 2017 21:57