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DAG erweitern oder eine zweite DAG RRS feed

  • Allgemeine Diskussion

  • Hallo,

    ich habe derzeit drei Exchange Server 2016 CU2 Enterprise in einer DAG im Einsatz. Es gibt sechs Datenbanken mit je drei Kopien (1x aktiv, 2x passiv).

    Da der Kunde sich unplanmäßg vergrößert (Verdopplung der Nutzerzahlen) und damit das auf sechs Jahre kalkulierte Wachstum sprengt, müssen ergänzende Exchange Server her. Die Bestehenden können das Datenvolumen nicht aufnehmen.

    Nun meine Frage, welches der foglenden Szenarien ist besser? (Hinweis: Es gibt nur einen AD-Standort)

    1. Eine zweite DAG aus drei Servern und eigener Loadbalancer-VIP. Virtuelle Webverzeichnisse und Autodiscover zeigen für diese Server auf die neue VIP.

    2. Die Erweiterung der bisherigen DAG, um die drei neuen Server. Die bisherigen Datenbanken 1 bis 6 halten Kopien auf den Servern 1 bis 3. Die neuen Datenbanken 7 bis 12 halten Kopien auf den Servern 4 bis 6. Bestehende Webverzeichnis-Konfigurationen, Zertifikate und VIP werden von den alten übernommen und im neuen eingerichtet.

    Bei der Umsetzung der erste Variante kann ich meines Wissens nicht regeln, ob die alte VIP oder neue VIP beim Autodiscover ausgeliefert wird, da es nur einen AD-Standort gibt. ODer täusche ich mich da?

    MfG Steve

    Mittwoch, 22. März 2017 11:37

Alle Antworten

  • Am 22.03.2017 um 12:37 schrieb AlphaRonin:

    Hallo,

    ich habe derzeit drei Exchange Server 2016 CU2 Enterprise in einer DAG im Einsatz. Es gibt sechs Datenbanken mit je drei Kopien (1x aktiv, 2x passiv).

    Da der Kunde sich unplanmäßg vergrößert (Verdopplung der Nutzerzahlen) und damit das auf sechs Jahre kalkulierte Wachstum sprengt, müssen ergänzende Exchange Server her. Die Bestehenden können das Datenvolumen nicht aufnehmen.


    Nun meine Frage, welches der foglenden Szenarien ist besser? (Hinweis: Es gibt nur einen AD-Standort)

    1. Eine zweite DAG aus drei Servern und eigener Loadbalancer-VIP. Virtuelle Webverzeichnisse und Autodiscover zeigen für diese Server auf die neue VIP.

    2. Die Erweiterung der bisherigen DAG, um die drei neuen Server. Die bisherigen Datenbanken 1 bis 6 halten Kopien auf den Servern 1 bis 3. Die neuen Datenbanken 7 bis 12 halten Kopien auf den Servern 4 bis 6. Bestehende Webverzeichnis-Konfigurationen, Zertifikate und VIP werden von den alten übernommen und im neuen eingerichtet.



    Bei der Umsetzung der erste Variante kann ich meines Wissens nicht regeln, ob die alte VIP oder neue VIP beim Autodiscover ausgeliefert wird, da es nur einen AD-Standort gibt. ODer täusche ich mich da?

    Kommt darauf an. Wie groß ist denn die Umgebung? Davon hängt dann sicher auch die Antwort ab. Sind die Loadbalancer denn schon am Limit? Falls nein, wäre der Name doch das geringste Problem. Verwaltungstechnisch sind 6 Knoten in einer DAG sicher einfacher zu verwalten, als wenn man alles 2x "bauen" muß.

    Bye
    Norbert

    Mittwoch, 22. März 2017 11:59
  • Hallo,

    die Umgebung beinhaltet derzeit etwa 3.300 Postfächer mit einem wöchentlichen Mailvolumen um die 180.000 Mails (addiert 50 bis 100 GB).

    Etwa 55% sind MAPIoverHTTPs-Zugriffe, 40% entfallen auf OWA und knappe 5% benutzen zusätzlich noch ActiveSync. Ob der KEMP-Cluster eine Verdopplung (oder noch weitere Vergrößerung) aushält, ist derzeit beim Netzwerk-Dienstleister in der Klärung. Ich gehe aber davon aus.

    Mir ging es eher darum, ob eine Variante bevorzugt/empfohlen wird, wenn alles am gleichen Ort steht. Bzw. ob etwas Besonderes beachtet werden muss, damit Microsoft es supportet.

    Grüße Steve

    Mittwoch, 22. März 2017 12:27
  • Ich habe das nochmal durchdacht, meiner Meinung nach sollte ich eine dritte Variante umsetzen: Es entsteht eine zweite DAG aus drei Servern, aber mit den Webverzeichnis-Einträgen, dem Zertifikat und der Loadbalancer-VIP der existierenden Exchange-Organisation.

    Das bringt mir meiner Meinung nach foglende Vorteile:

    • Jede DAG kann für sich ein korrektes HA-Voting durchführen. (Bei der obigen Variante 2 könnte es zu Problemen kommen, da sechs Server stimmberechtigte Mitglieder der DAG wären, es aber nur drei Datenbankkopien in der DAG gäbe.)
    • Der Loadbalancer-Cluster erhält in seinem Serverpool nur drei zusätzliche Einträge.
    • Ich benötige keinen zweiten Weg für HTTPS-Zugriffe oder Mailfluss.
    • Ich bräuchte kein weiteres Zertifikat.
    • Da alle Exchange Server Mitglieder der gleichen Domäne und am gleichen Standort wären, könnten Sie untereinander Verbindungen, wie OWA oder Autodiscover, proxyen oder relayen.

    Stimmt doch so, oder habe ich einen Denkfehler?

    Grüße Steve

    Mittwoch, 22. März 2017 15:38
  • Moin,

    ich habe mich schon gewundert, wo denn diese Variante bleibt, denn ein zweiter Namespace ist nun wirklich durch nichts zu rechtfertigen bei einem Standort.

    Inhaltlich bin ich allerdings eher bei Norbert, es spricht nichts gegen eine 6-Knoten-DAG und einiges dafür. Um das Voting würde ich mir keine Sorgen machen, denn a. bei einer geraden Anzahl brauche ich einen FSW, und b. Dynamic Quorum.


    Evgenij Smirnov

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    Mittwoch, 22. März 2017 16:29