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Anleitung Upgrade WSE2012 auf WSE2012 R2 OHNE neue Hardware (anstatt In Place Upgrade) verfügbar? RRS feed

  • Frage

  • Hallo,

    möchte mit einem kurzen rant beginnen: ich denke, es ist ein nicht akzeptables Vorgehen, keine In-place Upgrademöglichkeit für WSE 2012 R2 zur Verfügung zu stellen, nachdem Microsoft den WSE 2012 explizit als WHS Nachfolger bewirbt.

    Ich habe mich bei Einführung des WSE 2012 zur Migration von WHSv1 entschlossen (WHS2011 habe ich aus Protest ausgelassen). Bin mit den WHS 2012 als Homeserver sehr zufrieden - aus meiner Sicht eine tolle Serverplattform für SME, SOHO und eben auch Home (soferne man bereit ist, den Preis zu zahlen).

    Allerdings muss es in meinen Augen für ein SOHO und ein Home Produkt auch taugliche Tools geben. Man (v.a. Microsoft!) kann nicht erwarten, dass man in einer Home Umgebung extra neue HW anschafft, um ein Upgrade auf R2 durchführen zu können.

    Habe alles studiert, was auf technet uns sonstigemn Quellen im Internet dazu verfügbar ist.

    Nachdem keine in-place-Migration möglich ist, versuche ich nun den harten Wegzu gehen:

    1) Serversicherung WSE2012
    2) Aufsetzen des WSE2012 R2 auf der existierenden Server HW
    3) Rücksichern des Active Directories, Rücksichern des SharedFolders und Mappings der User zu den Computer Accounts von der Serversicherung 1)

    Frage 1) Funktioniert das überhaupt
    Kann WSE2012 R2 Sicherungen der WSE2012 lesen?

    Frage 2) Finde keine Beschreibung zum Rücksichern des Active Directories von einer Serversicherung

    Frage 3) Für die anderen beiden Rücksciherungen gibt es eine Anleitung im Aritkel "Migrate WSE2012 to a new Hardware; Funktioniert das auch mit einer Serversicherung (robocopy, Anywhere Access)

    Warum will ich auf R2 ugraden: wegen dem neuen Feature zum Verwalten aller mobilen Endgeräte ;-)

    Danke im Voraus Horsts

    Samstag, 9. November 2013 13:22

Antworten

  • Moin,

    auch beim Windows Home Server gab es nie eine Methode, das Betriebssystem inplace zu aktualisieren oder die Backup-Datenbank auf neue Versionen zu übertragen. Der wurde zudem standardmäßig nur als Hardware-Appliance verkauft (es gab keine Verkaufsverpackungen, sondern nur OEM- oder Systembuilder-Versionen).

    Zudem scheinen die Entwicklungszyklen immer kürzer zu werden, und da bleibt für das Programmieren und ausgiebige Testen solcher Dinge wie Datenübernahme und dergleichen vermutlich einfach zu wenig Zeit, vor allem dann, wenn Strukturen geändert wurden.

    Ein Rücksichern des AD ist schon bei unveränderten Gegebenheiten im Netz mit Unwägbarkeiten verbunden. Zumal sowohl SID als auch Servernamen an zahllosen Stellen im AD auftauchen und dann nach dem Zurückspielen auf eine andere Maschine vermisst würden.

    Ich würde in Betracht ziehen, mit einer Windows Server 2012 R2 Standard-Evaluation einen zusätzlichen Domänencontroller (auf einem PC oder einer virtuellen Maschine) einzubinden, der dann das AD vorhält. Diesem Server die Domain-Masterrollen zuschieben und sofern möglich danach den Essentials herunterstufen. 

    Du kannst allerdings mit einem vom Installationsdatenträger direkt installierten Essentials-Server 2012 R2 keiner existierenden Domäne beitreten - lediglich mit Server 2012 R2 in der Standard-Edition, und danach auf diesem die Essentials-Rolle aktivieren.

    Das bedeutet, dass auch dieser Ansatz seine Unwägbarkeiten aufweist und bei nicht vorhandener Standard-Lizenz problematisch wird. Ob man bei einer Evaluierungsversion die neu etablierte Essentials-Rolle aktivieren und diese dann mit einem Produktschlüssel von Essentials korrekt umwandeln und das Betriebssystem aktivieren kann, vermag ich nicht zu sagen, halte das aber für unwahrscheinlich.

    Für ein Produktivsystem für meinen Geschmack zu viele Unwägbarkeiten.

    Zu 2. Active Directory wird zusammen mit dem System State gesichert - und auch so komplett zurückgesichert. Da der System State auch an der Betriebssystem-Version hängt, wird somit ein Transfer auf diese Art wohl nicht funktionieren.

    Zu 3. Die Inhalte freigegebener Ordner lassen sich mit Robocopy übertragen, auch unter Erhaltung der ACLs, sofern beide Maschinen der gleichen Domäne angehören und das kopierende Benutzerkonto die erforderlichen Zugriffrechte zum Lesen und Schreiben hat. Zu Anywhere-Access kann ich aufgrund eigener Nichtnutzung keine Aussage treffen.

    Viele Grüße
    Olaf


    Montag, 11. November 2013 10:30