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Windows 2008 R2 Guest auf R2 Host - schlechte Netzwerkperformance zu Win2k3 RRS feed

  • Frage

  • Hallo zusammen,

    ich hoffe mir kann jemand helfen, da ich solangsam mit meinem Latein am Ende bin.

    Erster produktiver virtueller Server mit Softwareverteilung (Umzug von Win2k3 Server):

    Problem:

    • Verbindung mit Servern / Clients ab Vista Platform kein Problem (Durchsatz ~100MB/S)
    • Verbindung mit W2k3 oder WinXP bei 100kb/s
    • Imagedeploy unter Linux mt Softwareverteilung Enteo v6 (Acronis) nicht möglich (Multicast auf Switches konfiguriert - hat vorher funktioniert)
    • Alles im gleichen Subnetz (Firewall vernachlässigbar)

    Test & Maßnahmen:

    • Teaming aufgelöst / Hyper-V neuinstalliert laut http://h20000.www2.hp.com/bc/docs/support/SupportManual/c01663264/c01663264.pdf
    • netio Benchmark zwischen Servern/Clients - TCP Übertragung bei 80 MB/S zu den Problemservern
    • SMB2 auf Win2k8 Maschine ausgeschaltet und Testübertragung - auch bei 100kb/s
    • SMB2 auf Win2k8 Maschine eingeschaltet und Testübertragung - 130MB/s
    • TCP Chimney Offload deaktiviert auf Netzwerkkarte - Neustart - test erfolglos
    • autotuninglevel deaktiviert - neustart - Test erfolglos
    • Kopiervorgang von Host auf Win2k3 Maschine bei 60MB/s

    Ergebnis:

    Es scheint mir alles eine Sache des SMB2 Protokolls zu sein. Bisher kann ich aber nur Einträge finden wie ich das auf Clients deaktiviere. Der Registrykey scheint nicht zu ziehen.

    Kann mir jemand helfen bei diesem Problem ?

    Grüße

    Stephan

    Dienstag, 15. Februar 2011 07:06

Antworten

  • Hallo Matthias,

    so wie es aussieht scheint das ganze an der Softwareverteilung zu hängen. Vielen Dank für deine Hilfe.

    Nach Deaktivierung aller Services der Softwareverteilung war die Performance wieder normal.

    Grüße
    Stephan

    Donnerstag, 17. Februar 2011 07:30

Alle Antworten

  • Hi,

    Probiere bitte folgendes Setting:

    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters\EnableTCPA=0

    netsh int tcp set global chimney=disabled
    netsh interface tcp set global rss=disabled
    netsh interface tcp set global autotuninglevel=disabled

    Mehr Infos hier:
    http://support.microsoft.com/kb/951037/en-us

    Bitte nach den geänderten Einstellungen booten.
    Dienstag, 15. Februar 2011 07:19
  • Hallo Matthias,

    danke für die schnelle Antwort.
    Ich habe die Einstellungen gesetzt und neugestartet. Leider keine Besserung.

    An der gemeinsamen Verwendung mit dem Host kann es nicht liegen ? Sonst weise ich der Hyper-V Maschine 3 Netzwerkkarten zu und eine dem Host.

    Was mir auch noch aufgefallen ist, ist dass der Aufruf eines Shares im Explorer ewig dauert (egal ob SMB2 Gegenseiten oder nicht).

    Von einem normalen Client im Netzwerk geht das unter einer halbe Sekunde. Auf dem HyperV dauert es bis zu 3 Minuten. Egal ob mit FQDN oder nur den Servername.

    Grüße
    Stephan

    Dienstag, 15. Februar 2011 08:05
  • Am 15.02.2011 schrieb Stephan G:

    Es scheint mir alles eine Sache des SMB2 Protokolls zu sein. Bisher kann ich aber nur Einträge finden wie ich das auf Clients deaktiviere. Der Registrykey scheint nicht zu ziehen.

    Du kannst auf beiden Seiten das SMB-Signing gem. BestPraxis
    einstellen: http://www.gruppenrichtlinien.de/HowTo/SMB_Signing.htm

    Servus
    Winfried


    Connect2WSUS: http://www.grurili.de/tools/Connect2WSUS.exe
    GPO's: http://www.gruppenrichtlinien.de
    Community Forums NNTP Bridge: http://communitybridge.codeplex.com/

    Dienstag, 15. Februar 2011 09:39
  • * Stephan G (Tue, 15 Feb 2011 07:06:43 +0000)

    Problem:

    * Verbindung mit Servern / Clients ab Vista Platform kein Problem   (Durchsatz ~100MB/S)
    * Verbindung mit W2k3 oder WinXP bei 100kb/s * Imagedeploy unter Linux mt Softwareverteilung Enteo v6 (Acronis)   nicht möglich (Multicast auf Switches konfiguriert - hat vorher   funktioniert)
    * Alles im gleichen Subnetz (Firewall vernachlässigbar)

    [...]

    Ergebnis:

    Es scheint mir alles eine Sache des SMB2 Protokolls zu sein.

    Aha. Warum scheint das denn "alles eine Sache des SMB2-Protokolls zu sein"? Windows 2003 und XP können gar kein SMB2.

    Kann mir jemand helfen bei diesem Problem ?

    Ein strukturierter Ansatz wäre sinnvoller als Raten. Ich würde erst einmal feststellen, was die Verbindung hergibt (netio zum Beispiel).
    Wenn das deutlich schneller ist, ist das Problem wahrscheinlich SMB spezifisch. Dann würde ich einen Netzwerk-Trace machen (zum Beispiel mit Wireshark) und mir unter den Menüpunkten "Analyze" und "Statistics" "herumspielen", um mir ein genaueres Bild zu machen. Danach solltest du schon mehr wissen.

    Thorsten

    Dienstag, 15. Februar 2011 09:46
  • Hallo Winfried,

    die Einstellungen habe ich schon längers gemäß dieser Bestpractice eingestellt.

    Es hängt aber eher daran welches Protokoll benutzt wird (denke ich).

    Grüße
    Stephan

    Dienstag, 15. Februar 2011 09:49
  • Hallo Stephan,

    es liegt DEFINITIV nicht am SMB2. Eine ähnliche Umgebung betreibe ich auch und dort habe ich nicht mit solchen Problemen zu kämpfen. Allerdings setzte ich dort Dell Server mit 10GBit NICs ein. Ich würde dir den Einsatz von Performance Countern empfehlen (inbesondere die, die Netzwerkdurchsatz etc. messen) und diese 1-2 Tage laufen zu lassen.

    Gruß

    Martin

    p.s.: neuste Firmware etc. ist auf den HP Kisten vorhanden?

    Dienstag, 15. Februar 2011 09:55
  • Hallo Thorsten,

    wie bei den Test beschrieben habe ich mit netio den Durchsatz getestet und es kommen normale Werte heraus.

    Dass es das SMB(2) Protokoll ist erkenne ich ja dadurch, dass der Durchsatz zu SMB2 fähigen Clients ok ist und SMB Clients (wie XP und Win2k3) nicht durch Netzwerkperformance glänzen.

    Netzwerk-Traces hab ich zwar schon gemacht bin allerdings nicht gerade der Experte. Aber ich werde den Network Monitor mal anschmeißen und es mal analysieren.

     

    Grüße
    Stephan

    Dienstag, 15. Februar 2011 09:56
  • Hallo Martin,

    naja. Meine Test laufen halt alle darauf hinaus.

    Neuste Treiber sind auf dem Host vorhanden.
    Leider bin ich im Bereich der Virtualisierung neu. Bis auf einige Labormaschinen hatte ich bisher noch nix (und auch noch keine Probleme)

    Gibt es auch Updates für die Guest internen Devices ?

    Ich werde es mal mit den Performance Countern versuchen. Dass die interne Netzwerkkarte automatisch 10 Gbit anzeigt ist ok ?!

    Grüße

    Stephan

    Dienstag, 15. Februar 2011 10:05
  • Interessant wäre unter anderem die Paketgröße.
    (genauer gesagt die Menge an Daten die bei einem Round-Trip übertragen werden)

    Lässt sich unter anderem mit dem Network Monitor leicht feststellen:

    http://www.microsoft.com/downloads/en/details.aspx?FamilyID=983b941d-06cb-4658-b7f6-3088333d062f&displaylang=en

     

    Dienstag, 15. Februar 2011 10:51
  • * Stephan G (Tue, 15 Feb 2011 09:56:33 +0000)

    wie bei den Test beschrieben habe ich mit netio den Durchsatz getestet und es kommen normale Werte heraus.

    Hatte ich übersehen.

    Dass es das SMB(2) Protokoll ist erkenne ich ja dadurch, dass der Durchsatz zu SMB2 fähigen Clients ok ist und SMB Clients (wie XP und Win2k3) nicht durch Netzwerkperformance glänzen.

    Das ist ein logischer Trugschluss. Wenn der Client kein SMB2 kann, macht der Server auch keins. Die Aushandelung dauert nur den Bruchteil einer Sekunde. Die logische Schlußfolgerung wäre, daß die SMB1-Implementierung bei Windows 2008/2008 R2 fehlerhaft ist, was sehr unwahrscheinlich ist.

    Netzwerk-Traces hab ich zwar schon gemacht bin allerdings nicht gerade der Experte.

    (Netzwerk-) Performance-Analyse ist schwierig und eigentlich nur für Spezialisten (meine Meinung). Gerade deshalb ist es wichtig, möglichst einfache Tests zu machen, da viele spezialisierte Benchmarks Spezialwissen erfordern, sie zu starten oder die Ergebnisse zu interpretieren. Diese einfachen Tests werden dir wahrscheinlich nicht genau sagen können, wo das Problem ist und wie es zu lösen ist, aber sie werden dir helfen, es einzugrenzen.

    Thorsten

    Dienstag, 15. Februar 2011 11:51
  • @Matthias

    Gibt es hierfür eine kurze Anleitung ?

    Bisher dank Network Monitor:
    Die Verbindung wird zu XP Clients mit SMBv1 hergestellt (wie auch sonst).
    Allerdings steht in den Paketdaten immer was von SMB2 (muss aber auch nix heißen)
    Clients ab Vista werden mit SMBv2 bedient.

    @Thorsten

    Die Implementierung ist nicht fehlerhaft (obwohl das Internet voller Beschwerden ist ;) ), da wir ja genügend physische Server mit R2 haben bei denen die Verbindungen funktionieren.
    Wenn dem aber nicht so ist dann ist doch was mit der Netzwerkkarte verkehrt :)

    Generelle Frage:

    Diese Anpassungen die Matthias vorgeschlagen hat habe ich auf der virtuellen Maschine ausgeführt. Muss ich diese noch auf dem physischen Adapter nachziehen oder sind die (wie ich gedacht hab) fast voneinander unabhängig.

    Grüße
    Stephan

    Dienstag, 15. Februar 2011 14:15
  • Ich habe jetzt leider keine komplette Anleitung.

    Im Network Monitor gibt es ein Feld Description.
    Dort sollte irgendwo xxx Bytes stehen.

    Erkennbar z.B. hier:
    (wenn auch etwas undeutlich)


    http://img842.imageshack.us/i/zwischenablage01oi.jpg/

    Dienstag, 15. Februar 2011 14:32
  • Danke. Bilder sind doch immer was gutes :)

    Ich habe ein 300mb file vom Hyper-V zu einem W2k3 Server kopiert.

    Folgende Daten werden geliefert:
    Netmon auf dem Hyper-V

    16188 bytes oder 16580 bytes

    Kannst du damit was anfangen ?

    edit: Hab das ganze auch auf dem Host getestet (wo der Durchsatz ok ist). Die Bytegröße is gleich.

    Grüße

    Stephan

    Dienstag, 15. Februar 2011 14:43
  • Vielen Dank für eure Hilfe über den ganzen Tag.

    Aber leider bin ich immernoch am gleichen Punkt. Ich hab das Teaming sogar mal ganz aufgehoben und mir einen physikalischen Netzwerkadapter nur für die Hyper-V geschnappt.

    Übertragsrate ist die gleiche.

    Ich mach gleich mal ein V2P und dann hat die Geschichte ein Ende.

    Grüße und schönen Abend
    Stephan

    Dienstag, 15. Februar 2011 18:19
  • Die Bytegröße sei jetzt mal dahingestellt. Ich vermute das war nicht der benötigte Wert.
    Normalerweise liegt dieser bei SMBv1 bei 64k, bei SMBv2 deutlich höher.


    Die Probleme treten nur aus dem Guest auf?
    Vom Host aus nicht?
    Die Integration-Services sind natürlich installiert auf dem Guest?
    Dienstag, 15. Februar 2011 18:40
  • Die Probleme treten nur auf dem Guest auf und nicht auf dem Host genau.

    Die Integrationservices sind installiert.

    Ich hab nun mal die Teaming Software sogar noch deinstalliert. Es ist ein Graus .. die komplette Netzwerkperformance hängt.
    Ich mache Schluss für heute und hoffe auf Erleuchtung morgen.

    Danke Matthias bisher. Vielleicht wirds ja noch was.

    Dienstag, 15. Februar 2011 19:11
  • Hallo Matthias,

    der Durchsatz zur virtuellen Maschine ist ok. Auch von einer Win2k3 Maschine.
    Beim 2. verstehe ich nicht so ganz wie ich dagegen vorgehen soll. Noch dazu ist R2 nicht bei applies to aufgeführt.

    Ich baue die virtuelle Maschine gerade nochmal auf einem baugleichen G7 Server auf. Und teste nach jedem Schritt die Netzwerkperformance. Direkt nach der Installation der VM ist noch alles ok.

    Nun kommen die Windows Updates
    -test-
    Dann die Rollen und Features die nötig für den Server waren
    -test-

    Dann wirds allerdings schwierig, da ich die Vollinstallation des Servers nicht weiter betreut habe.

    Grüße

    Stephan

    ---

    Update: Ich werde heute abend mal die Integrationservices deinstallieren und wieder draufhaun. Die LAN-Verbindung heißt nämlich auch "LAN-Verbindung 2". Da scheint schonmal was gelaufen zu sein.

     

    Mittwoch, 16. Februar 2011 13:51
  • Hallo Matthias,

    so wie es aussieht scheint das ganze an der Softwareverteilung zu hängen. Vielen Dank für deine Hilfe.

    Nach Deaktivierung aller Services der Softwareverteilung war die Performance wieder normal.

    Grüße
    Stephan

    Donnerstag, 17. Februar 2011 07:30
  • Hi,

    Probiere bitte folgendes Setting:

    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters\EnableTCPA=0

    netsh int tcp set global chimney=disabled
    netsh interface tcp set global rss=disabled
    netsh interface tcp set global autotuninglevel=disabled

    Mehr Infos hier:
    http://support.microsoft.com/kb/951037/en-us

    Bitte nach den geänderten Einstellungen booten.


    Hallo,

     

    vielen Dank für die ANtwort.

    Nach hoher Verzweiflung hat es mir die Kopie auf einen neuen Server gespart.

     

    Vielen Dank.

     

    Mfg

     

    Bjön


    Mfg Björn Reichard
    Montag, 18. April 2011 17:49