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Serverwiederherstellung Probleme bei Baremetalrücksicherung RRS feed

  • Frage

  • Hallo liebe Serverfreaks!

    Ich stoße nach einem Storagecrash bei der Wiederherstellung meiner Serverinfrastruktur unter Windows 2008 R2 auf einige Probleme, die mich eigentlich zur Weißglut bringen.

    Wir benutzen Windows Server 2008 R2 Sicherung.

    Mit der Sicherungssoftware haben wir zwei HyperVisor-Server HV01 und HV02 und drei Virtuelle Server, VS01 und VS02 auf HV01 und VS03 auf HV03 gesichert.

    Während der Sicherung von VS03 hat sich das für HV01 und HV02 gemeinsam genutzte Storage verabschiedet.

    In diesem WorstCase wurde das Storage repariert und HV01 und HV02 konnten ohne Probleme über die Systemwiederherstellung per DVD Computerreparatur wieder hergestellt werden.

    Allerdings konnten auf den Hypervisor die Einstellungen für die VM nicht mehr ausgelesen oder valide wieder hergestellt werden. Diese mussten gelöscht und manuell wieder angelegt werden. Alles scheinbar OK.

    Jetzt treten bei der Systemwiederherstellung der VirtuellenMaschinen jedoch folgende Probleme auf:

    1. Wählt man bei der Windows Serversicherung als Wiederherstellungsmodell Volume aus, dann muss man für die in der Sicherung enthaltenen Quellvolumes die passenden Zielvolumes angeben. Im Auswahlfenster für die Zielvolumes kann ich für die beiden Datenvolumes 3 und 4 die passenden Zielvolumes, wie in der VM eingestellt, vorgeben. Für den systemreservierten Volumebereich (100MB) und für das Systemlaufwerk C: fehlt aber die Auswahlmöglichkeit, die Auswahlbox ist leer.

    Liegt das evtl. daran, dass in der VM hier eine vhd-Datei definiert ist? Anmerkung: Hier habe ich zunächst eine Wiederherstellungs VM mit den entsprechenden Volumes und Windows Serversicherung angelegt, um daraus die Systemwiederherstellung über wbadmin zu starten.

    2. Starte ich die Systemwiederherstellung für die VS01 und VS02 aus der Computerreparaturoption DVD, so werden mir die gesicherten Volumes angezeigt und die Systemwiederherstellung läuft  für die enthaltenen Laufwerke. Allerdings konnte das System nicht in die wiederhergestellte Systemumgebung booten. Was ist jetzt zu tun? Deswegen wollte ich ja über Pkt. 1 und den einzelnen Volumes weiterkommen.

    3. Bei VS03 kann ich mir über die Windows Serversicherung den Sicherungsinhalt nicht anschauen. Bei der Auswahl "Ordner und Dateien" sehe ich nur den Inhalt des systemreservierten Bereichs, die Inhalte von Laufwerk C:, D: und E: werden nicht angezeigt, bzw. die Volumes fehlen. Im Backupsatz auf dem Backupserver sind aber vhd- und XML-Dateien im Backupverzeichnis und Katalog-Dateien vorhanden. Kann es sein, dass hier der Backupkatalog beschädigt wurde und dieser neu aufgebaut werden muss. Welche andere Möglichkeiten habe ich, um an die Inhalte der VHD-Dateien wieder ranzukommen?

    jf

    Freitag, 9. Juni 2017 08:21

Antworten

  • Hallo,

    in diesem Störfall musste ich selbst die Lösung finden!

    Prinzipiell gilt: eine Baremetal- oder komplette Systemwiederherstellung eines Hypervisors oder einer virtuellen Servermaschine funktionieren. Und das mit den ganz normalen Tools und ohne Bastelei. Soweit die Theorie und die Praxis. Jedenfalls bei den Hvpervisor hat die Systemrücksicherung zu 100% funktioniert.

    Bei drei von vier virtuellen Servern waren die Verhältnisse anders. Für drei VM lagen valide Wiederherstellungssätze vor. Dennoch war es nicht möglich, diese in die virtuellen Maschinen, die 1:1 neu angelegt werden mussten, zurück zu sichern.

    Das dies dennoch gelang entsprang einer gewissen Bastelarbeit und einer Systemreparatur. Am Ende des Tages, nach der dritten Rücksicherungsvariante, kann ich nur folgendes Verfahren empfehlen:

    1. Notfalls eine virtuelle Maschine nicht in eine vhd-Datei rücksichern, sondern auf eine ganz normale Festplatte.

    2. Weiterhin ist es ratsam, die neu angelegte vhd-Datei für die Systempartition um einige GByte größer anzulegen. Also bei mir war es so: 120GB fest auf 125GB fest vergrößert, schon lief die Sache.

    Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich denke aber das könnte systemspezifisch (RAID-Controller) verursacht sein.

    Die vierte VM habe ich auch zu 90% wieder aus den vhd-Sicherungsfiles zurückbasteln können. Allerdings ging das nur über die Einbindung der vhd-Dateien selbst. Die Systempartition war dagegen unbrauchbar und nicht zu reparieren. Relevante Dateien und Verzeichnisse waren für den Zugriff gesperrt. Die Ursache könnte der RAID-Crash selbst oder ein Trojaner sein. Letzteres gilt es noch zu untersuchen!

    mfg

    JF

    • Als Antwort markiert Jenny Frank Sonntag, 18. Juni 2017 09:02
    Sonntag, 18. Juni 2017 09:02

Alle Antworten

  • Hallo Jenny,

    das klinkt alles sehr verwirrend für mich.
    Die normalen Wiederherstellungsoptionen funktionieren nicht. OK!
    Kannst Du aus dem Backupspeicher die VHDs/VHDXs Dateien extrahieren? Auch häufig als Wiederherstellung an einem anderem Ort bezeichnet? Wenn ja, dann versuche diesen Weg und stelle die virtuellen Platten auf einem alternativen Pfad bereit.

    Erstelle eine neue VM und integriere das VHD/VHDx File aus dem Backup in die neue VM.
    Beachte dabei, dass die Netzwerkkonfiguration angepasst werden muss.

    Ist ein Versuch wert!!

    Gruß Malte


    Samstag, 10. Juni 2017 21:46
  • Hallo,

    in diesem Störfall musste ich selbst die Lösung finden!

    Prinzipiell gilt: eine Baremetal- oder komplette Systemwiederherstellung eines Hypervisors oder einer virtuellen Servermaschine funktionieren. Und das mit den ganz normalen Tools und ohne Bastelei. Soweit die Theorie und die Praxis. Jedenfalls bei den Hvpervisor hat die Systemrücksicherung zu 100% funktioniert.

    Bei drei von vier virtuellen Servern waren die Verhältnisse anders. Für drei VM lagen valide Wiederherstellungssätze vor. Dennoch war es nicht möglich, diese in die virtuellen Maschinen, die 1:1 neu angelegt werden mussten, zurück zu sichern.

    Das dies dennoch gelang entsprang einer gewissen Bastelarbeit und einer Systemreparatur. Am Ende des Tages, nach der dritten Rücksicherungsvariante, kann ich nur folgendes Verfahren empfehlen:

    1. Notfalls eine virtuelle Maschine nicht in eine vhd-Datei rücksichern, sondern auf eine ganz normale Festplatte.

    2. Weiterhin ist es ratsam, die neu angelegte vhd-Datei für die Systempartition um einige GByte größer anzulegen. Also bei mir war es so: 120GB fest auf 125GB fest vergrößert, schon lief die Sache.

    Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich denke aber das könnte systemspezifisch (RAID-Controller) verursacht sein.

    Die vierte VM habe ich auch zu 90% wieder aus den vhd-Sicherungsfiles zurückbasteln können. Allerdings ging das nur über die Einbindung der vhd-Dateien selbst. Die Systempartition war dagegen unbrauchbar und nicht zu reparieren. Relevante Dateien und Verzeichnisse waren für den Zugriff gesperrt. Die Ursache könnte der RAID-Crash selbst oder ein Trojaner sein. Letzteres gilt es noch zu untersuchen!

    mfg

    JF

    • Als Antwort markiert Jenny Frank Sonntag, 18. Juni 2017 09:02
    Sonntag, 18. Juni 2017 09:02