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Dateien von Win10 auf Server 2008SP2 kopieren sehr langsam RRS feed

  • Frage

  • Hallo zusammen

    Wir betreiben hier in der WG ein kleines Netzwerk mit 5 clients (alle auf Win10 Home/Pro) und 1 NAS sowie ein HP Pro Liant Server auf welchem Windows Server Standard 2008 SP2 läuft mit 1.5 TB HDs im RAID Verbund. Wenn grosse Datenmengen im Netz herumkopiert werden (also z.B. 2 GB an Fotos, aber auch einzelne grosse Zip Dateien o.ä) ist das von client zu client oder zum NAS oder umgekehrt blitzschnell, sobald etwas auf den Server kopiert werden muss, bricht die Transferrate nach ca. 5 - 10 sec auf unter 1MB/s zusammen und das ganze Netzwerk wird ausgebremst. Umgekehrt, also vom Server etwas auf einen client kopieren, geht auch blitzschnell.

    Ich habe schon einiges versucht (Treiber von NIC auf Server aktualisiert, Indexierung auf dem Netzlaufwerk, also Server, ausgeschaltet) hat bis jetzt noch keine Verbesserung gebracht.

    Habt ihr sonst noch einige Ideen was ich noch versuchen könnte?

    Besten Dank

    Grüsse

    hanns


    • Bearbeitet hannsolo Montag, 31. Juli 2017 11:49
    Montag, 31. Juli 2017 11:47

Antworten

  • Auf einem anderen System, dass ebenso mit Write-Cache arbeitet, ist es so, dass dieser Cache batteriegepuffert ausgeführt wird.
    Nun war die Batterie (Knopfzelle) leider leer, so dass der Cache abgeschaltet wurde was eben zu drastischen Leistungseinbußen führte.
    Ob dein Raid-System eine solche Cache-Batterie hat und diese daher nur erneuert werden müsste kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.
    Aber das System wird ja wohl nicht von Anfang an so langsam gewesen sein.
    Mittwoch, 2. August 2017 10:13
  • Ob und was sich machen lässt hängt immer sehr vom individuellen Kosten/Nutzen Verhältnis ab.

    Da du uns mit harten Fakten (Hardware-/Software-Raid, Raid-Controller, Cache des selben, Anzahl und Art der verwendete Platten, restliche Server Konfiguration, Netzwerk) und vor Allem auch dem Einsatz-Zweck des Servers - relativ dünn versorgt hast, ist es schwer bis unmöglich zielgerichtete Empfehlungen auszusprechen.
    Natürlich könnte man pauschal mit Gieskanne und Holzhammer agieren -> mehr/schnellere Platten, Raid-Controller mit mehr Cache, anderes RAID-Level...
    Allerdings kann, muss aber nicht, wie von mir vermutet, das RAID euer Flaschenhals sein.

    Daher ganz allgemein, ein paar Denkanstöße:

    Am Ende des Tages ist es fast immer ein Kompromis aus Anforderungen/technisch möglichem und den Kosten ;)

    Gruß TechnikSC885

    Mittwoch, 2. August 2017 08:54

Alle Antworten

  • Virenscanner?

    Chris

    Montag, 31. Juli 2017 19:07
  • HP Pro Liant Server auf welchem Windows Server Standard 2008 SP2 läuft mit 1.5 TB HDs im RAID Verbund.

    das ist nicht zufällig ein RAID 5 oder 6?
    Stichwort: "write penalty" (https://de.wikipedia.org/wiki/RAID)

    Das Einbrechen der Schreibgeschwindigkeit wäre dann mit dem voll laufen des Puffer-Speichers zu erklären - und damit auch warum es nur bei großen Datenmengen auffällt...

    Gruß TechnikSC885

    Montag, 31. Juli 2017 19:51
  • Danke für eure Antworten. Virenscanner habe ich testweise deaktiviert, machte keinen Unterschied.

    Ja es ist ein RAID 5 mit 3 Platten.

    Grosse Datenmengen ist eben relativ, der Einbruch der Schreibgeschwindigkeit kann auch schon bei files von "nur" 50 - 100 MB beobachtet werden.

    Da kann man vermutlich nicht viel tweaken ausser neues RAID/Server mit mehr cache?

    Danke & Gruss

    Mittwoch, 2. August 2017 05:54
  • Ob und was sich machen lässt hängt immer sehr vom individuellen Kosten/Nutzen Verhältnis ab.

    Da du uns mit harten Fakten (Hardware-/Software-Raid, Raid-Controller, Cache des selben, Anzahl und Art der verwendete Platten, restliche Server Konfiguration, Netzwerk) und vor Allem auch dem Einsatz-Zweck des Servers - relativ dünn versorgt hast, ist es schwer bis unmöglich zielgerichtete Empfehlungen auszusprechen.
    Natürlich könnte man pauschal mit Gieskanne und Holzhammer agieren -> mehr/schnellere Platten, Raid-Controller mit mehr Cache, anderes RAID-Level...
    Allerdings kann, muss aber nicht, wie von mir vermutet, das RAID euer Flaschenhals sein.

    Daher ganz allgemein, ein paar Denkanstöße:

    Am Ende des Tages ist es fast immer ein Kompromis aus Anforderungen/technisch möglichem und den Kosten ;)

    Gruß TechnikSC885

    Mittwoch, 2. August 2017 08:54
  • Auf einem anderen System, dass ebenso mit Write-Cache arbeitet, ist es so, dass dieser Cache batteriegepuffert ausgeführt wird.
    Nun war die Batterie (Knopfzelle) leider leer, so dass der Cache abgeschaltet wurde was eben zu drastischen Leistungseinbußen führte.
    Ob dein Raid-System eine solche Cache-Batterie hat und diese daher nur erneuert werden müsste kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.
    Aber das System wird ja wohl nicht von Anfang an so langsam gewesen sein.
    Mittwoch, 2. August 2017 10:13
  • Nochmals herzlichen Dank für eure ausführlichen Antworten! Top!

    Ich versuche noch einige Konfigirationen nachzuliefern:

    HP ProLiant ML110 x3.0 Bundle G5, E200/128 Smart Array Controller, mit einem HDD SpinPoint F1 1TB SATA-II, 32MB Cache, NCQ (SAH-HD103UJ., 3 Platten). Das Netzwerk läuft über einen Cisco Gigabit Switch und der Server wird hautpsächlich Speichern und Bearbeiten von Text- und Exceldokumenten sowie GIS Projekte benutzt. Das Netzwerk sonst ist ja sehr schnell, ausser beim Schreiben auf den Server.

    Das mit der Batterie des write-caches finde ich ja interessant, und ja, das Schreiben auf den Server war nicht immer soo langsam. Der Server ist seit bald 9 Jahren im Einsatz ;) Gibt es eine Möglichkeit den Status der cache battery zu prüfen?



    • Bearbeitet hannsolo Mittwoch, 2. August 2017 11:40
    Mittwoch, 2. August 2017 11:30
  • 9 Jahre ist schon einige Zeit. Hier gibt es durchaus auch mehrere andere Probleme.
    Stichwort Lebenszeit einer Festplatte, Ersatzsektoren, Fehlerrate der Festplatte.
    Suche mal nach "smart hdd tools". Auch 9-Jahresplatten könnten bereits "smart" unterstützen.
    Ggf. ist also der Austausch einer Festplatte wegen zu hoher Fehlerrate die Alternative (z.B. erst der 5. Write bringt den Erfolg).

    Was den Write-Cache angeht, so kann die Batterie auf dem Raid-Controller oder im Festplattencontroller (eingebaut, aber eher unwahrscheinlich) stecken oder es wird mit der PC-Stromversergung gekoppelt.
    Was allerdings beim Stromausfall dann auch zu Plattenfehlern führen könnte, da dann auch der Cache nicht mehr geleert wird (soviel Zeit hat der Raidcontroller dann noch).
    Das ist dann so ähnlich wie mit der Setup-Batterie eines PC's (früher,  vielleicht haben das manche noch).
    Dass diese Batterie leer ist, merkt man dann, wenn beim Ausschalten und Strom trennen, die BIOS-Setupinformationen wieder auf Default stehen, was heute kaum einer merkt solange das System eben bootet.

    Mittwoch, 2. August 2017 14:54
  • > Der Server ist seit bald 9 Jahren im Einsatz

    OMG... https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrolytkondensator#Lebensdauer :)

    Mittwoch, 2. August 2017 14:58
  • Das sind dann leider Bauteile, die sich nur schwer, wenn überhaupt, erneuern lassen.
    Da es ja RAID ist, lässt sich doch sicherlich die Platte austauschen, wobei das eher ein Kapazitätsproblem ist, denn 9-Jahreplatten mit dieser geringen Kapazität (<< 500GB), wirds ja kaum noch geben.
    Mittwoch, 2. August 2017 15:01