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Maximale Zahl von Partitionen RRS feed

  • Frage

  • Hallo,

    ich habe dazu nichts gefunden. Kann mir jemand sagen, wie viele Partitionen unter Windows7  bzw. Windows Server 2012 sowie unter Windows 10 auf einer 2 TB-Festplatte eingerichtet und ohne Laufwerksbuchstaben einem Ordner zugeordnet werden können?

    Hintergrund ist das Problem auf nur einem Server möglichst vielen Personen einen persönlichen Speicherplatz zur Verfügung zu stellen, der als gesonderte Partition von den anderen getrennt sein soll und auf dem sie Daten zur Verfügung stellen können. Ein Platz von 50 mb pro Person ist dazu völlig ausreichend, so dass eine Menge Leute auf einer Platte sein könnten.

    Wer weiß das?

    Danke

    Spockspockspock


    Fortschritt ist nicht, das Alte abzuschaffen, sondern das schlechte Alte durch etwas besseres zu ersetzen, das gute Alte aber zu erhalten, bis es etwas wirklich besseres gibt.

    Sonntag, 22. November 2015 09:24

Antworten

  • Hi,
     
    Am 23.11.2015 um 23:50 schrieb Spockspockspock:
    > nö, man kann schon eine Partition ohne Laufwerksbuchstaben einem Ordner
    > zuweisen,
     
    Asche auf mein Haupt, danke. Das habe ich schon so lange nicht mehr
    gebraucht/gemacht, total vergessen und ignoriert. Du hast natürlich
    Recht. Das geht.
     
    Ich tippe bei der Anzahl auf "viele":
     
    Die maximal Größe einer Partition wird durch die Partition Table
    limitiert, was mich im umkehrschluss dazu bringen würde, das das Minimum
    die kleinste mögliche Einheit der VolumeSize darstellt.
    -> 2^64 allocation units (On disk format)
    -> 2^32 allocation units (Implementation)
     
    Frag mich nicht nach dem Unterschied, aber selbst 2^32 sind viele :-)
     
    Tschö
    Mark
    --
    Mark Heitbrink - MVP Windows Server - Group Policy
     
    GPO Tool: http://www.reg2xml.com - Registry Export File Converter
     
    Dienstag, 24. November 2015 11:45

Alle Antworten

  • Hi,
     
    Am 22.11.2015 um 10:24 schrieb Spockspockspock:
    > Hintergrund ist das Problem auf nur einem Server möglichst vielen
    > Personen einen persönlichen Speicherplatz zur Verfügung zu stellen, der
    > als gesonderte Partition von den anderen getrennt sein soll
     
    Warum? Verwende Ordner und eine saubere NTFS Rechte Struktur.
     
    DiskQuotas kannst du zusätzlich definieren, damit die Daten nicht
    exponential anwachsen, zusätzlich kann der Dateiserver noch rudimentär
    auf DateiEndung filtern, was gespeichert werden darf und was nicht, zB
    Video und Musik blocken
     
    Die Idee der UPD, User Profile Disk (vhdx Datei pro User) gibt es leider
    nur im TerminalServer.
     
    Tschö
    Mark
    --
    Mark Heitbrink - MVP Windows Server - Group Policy
     
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    Sonntag, 22. November 2015 09:57
  • Hi Mark,

    danke, aber das genügt leider nicht den juristischen Anforderungen. Es ist für diese Maschine leider Vertragsbestandteil, dass neben der Zugriffssteuerung auch eine tatsächliche physikalische Trennung zumindest durch eine eigene Partition vorhanden ist. Da es mehr Mandanten sind, als Laufwerksbuchstaben zur Verfügung stehen, hatte ich den Gedanken, dass vielleicht in Ordner zugeordnete Partitionen zu einer größeren Zahl verhelfen könnten. Oder weißt Du noch einen anderen Weg (es steht ausschließlich Windows Server 2012 zur Verfügung).

    Ansonsten müsste ich meine alten IBM-EXP-Laufwerke wieder ausmotten ...

    Schöne Grüße

    Spockspockspock


    Fortschritt ist nicht, das Alte abzuschaffen, sondern das schlechte Alte durch etwas besseres zu ersetzen, das gute Alte aber zu erhalten, bis es etwas wirklich besseres gibt.

    Montag, 23. November 2015 20:12
  • Am 23.11.2015 um 21:12 schrieb Spockspockspock:
    > Da es mehr Mandanten sind, als Laufwerksbuchstaben zur Verfügung stehen,
     
    dann kann es ja nicht mit Partitionen gehen ... MS möchte dafür eine
    Buchstaben vergeben.
     
    Schick sie alle auf einen Terminal Server und nutze die UPD
     
    Tschö
    Mark
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    Montag, 23. November 2015 21:53
  • Hi,

    nö, man kann schon eine Partition ohne Laufwerksbuchstaben einem Ordner zuweisen, der dann an die Stelle des Buchstaben tritt. Die Partition erscheint dann nicht mehr als Laufwerk im Explorer, sondern nur noch als ganz normaler Ordner, der aber eine von der übrigen Platte völlig getrennte Partition hat und nicht auf Speicherplatz außerhalb seiner Partition zugreifen kann. Man müßte dann nur noch den Zugriff auf den Ordner regeln.

    Hast Du eine Ahnung, wo ich finden könnte, wieviele Partitions dieser Art auf einer einzigen Festplatte untergebracht werden könnten oder wo ich etwas darüber finden könnte? Wäre eine ziemlich üble Testerei, selbst auszuprobieren, ob das unter allen Praxisbedingungen funktioniert.

    Danke

    Spockspockspock



    Fortschritt ist nicht, das Alte abzuschaffen, sondern das schlechte Alte durch etwas besseres zu ersetzen, das gute Alte aber zu erhalten, bis es etwas wirklich besseres gibt.

    Montag, 23. November 2015 22:50
  • > ich habe dazu nichts gefunden. Kann mir jemand sagen, wie viele
    > Partitionen unter Windows7  bzw. Windows Server 2012 sowie unter Windows
    > 10 auf einer 2 TB-Festplatte eingerichtet und ohne Laufwerksbuchstaben
    > einem Ordner zugeordnet werden können?
     
    Jaja, Suchen ist schwierig... :-)
     
    128 Partitionen bei GPT, dann ist Schluß. Bei MBR sind es 4 Partitionen,
    eine davon kann eine erweiterte sein, und da scheint es kein Limit zu geben.
     
    > Hintergrund ist das Problem auf nur einem Server möglichst vielen
    > Personen einen persönlichen Speicherplatz zur Verfügung zu stellen
     
    Was auch immer daran sicherer sein soll als getrennte Verzeichnisse mit
    Quotas und ACLs... Wenn Du die Partitionen in Verzeichnisse mountest,
    dann hast Du aus Explorer-Sicht genauso eine Verzeichnisstruktur als
    wenn das einfach nur eine einzige große Partition wäre. Da hat einer ne
    Anforderung formuliert, der die Technik nicht versteht.
     
    Dienstag, 24. November 2015 10:15
  • Hi,
     
    Am 23.11.2015 um 23:50 schrieb Spockspockspock:
    > nö, man kann schon eine Partition ohne Laufwerksbuchstaben einem Ordner
    > zuweisen,
     
    Asche auf mein Haupt, danke. Das habe ich schon so lange nicht mehr
    gebraucht/gemacht, total vergessen und ignoriert. Du hast natürlich
    Recht. Das geht.
     
    Ich tippe bei der Anzahl auf "viele":
     
    Die maximal Größe einer Partition wird durch die Partition Table
    limitiert, was mich im umkehrschluss dazu bringen würde, das das Minimum
    die kleinste mögliche Einheit der VolumeSize darstellt.
    -> 2^64 allocation units (On disk format)
    -> 2^32 allocation units (Implementation)
     
    Frag mich nicht nach dem Unterschied, aber selbst 2^32 sind viele :-)
     
    Tschö
    Mark
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    Mark Heitbrink - MVP Windows Server - Group Policy
     
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    Dienstag, 24. November 2015 11:45
  • Hi,
     
    Am 24.11.2015 um 11:15 schrieb Martin Binder [MVP]:
    > Was auch immer daran sicherer sein soll als getrennte Verzeichnisse mit
    > Quotas und ACLs... Wenn Du die Partitionen in Verzeichnisse mountest,
    > dann hast Du aus Explorer-Sicht genauso eine Verzeichnisstruktur als
    > wenn das einfach nur eine einzige große Partition wäre. Da hat einer ne
    > Anforderung formuliert, der die Technik nicht versteht.
     
    Man könnte auch pro Kunde eine Festplatte einbauen, dann sind sie
    physikalisch getrennt :-)
     
    Tschö
    Mark
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    Dienstag, 24. November 2015 11:48
  • Vielen Dank Mark, vor allem für den Artikel. Hätte nie gedacht, noch einmal etwas wichtiges durch mein geliebtes Windows 2000 zu erfahren (es ist und bleibt ja doch das beste Windows aller Zeiten!).

    Wenn ich das richtig verstanden habe, gehen wohl so viele Ordnerpartitions, wie FAT-Einträge also 65535 abzüglich vom System benötigte Ordner. Das reicht aber locker. Werde das in den nächsten Tagen testen, unter diesen Umständen macht das ja Sinn.

    @Martin: Die Anforderung kommt vom Marketing "Ihr Speicher, so privat wie die eigenen 4 Wände" und "Mein Speicher gehört nur mir allein", also eine cloudfeindliche Ausrichtung, weshalb die Rechtsabteilung auf eine tatsächliche und nicht nur virtuelle Trennung der Daten pocht und sich nicht mit der Zugriffsteuerung auf einer großen Partition zufrieden gibt (Abmahngefahr).

    Danke noch mal

    Spockspockspock

    Fortschritt ist nicht, das Alte abzuschaffen, sondern das schlechte Alte durch etwas besseres zu ersetzen, das gute Alte aber zu erhalten, bis es etwas wirklich besseres gibt.

    Dienstag, 24. November 2015 19:44
  • > tatsächliche und nicht nur virtuelle Trennung der Daten
     
    Naja, wenn Du Partitionen mountest, hockt obendrüber ein (gemeinsames)
    Betriebssystem, das auf alles zugreifen kann. Gar nicht zu reden davon,
    daß ohnehin alles auf der gleichen Platte liegt. Wo ist da die
    "tatsächliche Trennung"?
     
    Aber ok, wenn Euer Marketing das so will :)
     
    Mittwoch, 25. November 2015 14:24
  • @Martin: Hallo, die Juristen sind zufrieden und meinen, das reicht aus. Nach Innen ist ein Dateisystem ja immer irgendwie offen und nach außen ist die Aussage richtig. Zusätzlich bekommt natürlich jeder Mandant einen Useraccount und "sein" User darf nur auf "seine" gemountete Partition zugreifen. Das halte ich schon für relativ dicht, solange keiner den Admin hackt und dann ist eh alles Essig. Wenn die Juristen und die Marketingleute zufrieden sind, bin ich es auch.

    @All für die das auch eine Lösung wäre: Hab das Verfahren mit 33 Partitionen unter Windows 7 getestet. Funktioniert bestens, es stehen auch sämtliche Windows-Bordmittel aus den Laufwerkseigenschaften zur Verfügung wie bei "normalen" Partitionen. Großer Vorteil ist, dass man auf den logischen Partitionen keine Programme installieren kann. Dadurch kann keiner Unfug treiben. VORSICHT: Die Zuordnung zu den Ordnern steht auf der Systemplatte, nicht auf der Platte mit den Partitionen. Steckt man eine andere Systemplatte in den Rechner, versucht das System Laufwerksbuchstaben zu vergeben und rastet aus, wenn es zu viele Partitionen sind. Es sollte also jederzeit ein aktuelles (1:1-)Spiegelbild der Systemplatte vorhanden sein, damit man bei einem Ausfall der Systemplatte sofort umstecken kann.

    Schöne Grüße

    Spockspockspock


    Fortschritt ist nicht, das Alte abzuschaffen, sondern das schlechte Alte durch etwas besseres zu ersetzen, das gute Alte aber zu erhalten, bis es etwas wirklich besseres gibt.

    Mittwoch, 25. November 2015 16:25