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Postfach vs öffentliche Ordner RRS feed

  • Frage

  • Hi Community,

    wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen einem Postfach und einem E-Mail aktivierten Ordner? Derzeit nutzen wir für eine allgemein verfügbare E-Mail Adresse ein eigenes Konto dafür, jetzt stehen wir aber am Abschluss der Migration von Exchange 2003 auf Exchange 2010 und somit vor der Frage ob wir das dann auch bereinigen und es mit einem öffentlichen Ordner gleich "richtig" machen sollen?

    Die wohl größte Krux an der Sache ist die Standardantwortadresse, hier scheint es immer noch nicht zu funktionieren, dass eine E-Mail automatisch mit der Adresse des öffentlichen Ordners beantwortet wird resp. mit der Benutzeradresse, wenn er eine E-Mail aus seinem Postfach beantwortet. Diesen Nachteil hätte ich nicht, wenn ich mit zwei Postfächern arbeiten würde. 

    Gibt es bei der Verwendung eines weiteren Postfachs irgendeinen erwähnenswerten Nachteil?

    Thx & Bye Tom

    Mittwoch, 11. Dezember 2013 08:21

Antworten

  • Moin,

    ich (und meine Kunden) nutzen seit Ol 2010 quasi keine ÖO mehr für Mails. Die Vorteile, wenn man das als Postfach hat, überwiegen einfach:

     - sauber Cache-Mode-Trennung

     - korrekter Absender

     - getrennte Signaturen

     - Ablage im richtigen "gesendete Objekte" Ordner

     - problemloser Zugriff via Outlook Anywhere

     - Einbindung auch via Activesync möglich

    Und dazu kommt, dass vielen Leute die "Gelesene/Ungelesen"-Behandlung in ÖO nicht gefällt.

    Na ja, und für den Admin sind ÖO grundsätzlich Mehrarbeit und mehr Stress, als Postfächer. Das beginnt bei den merkwürdigen Replikationen, geht über erschwerte Hochverfügbarkeit und endet beim viel aufwendigeren Desasterrecovery.


    Gruesse aus Berlin schickt Robert - MVP Exchange Server

    • Als Antwort vorgeschlagen Alex Pitulice Donnerstag, 19. Dezember 2013 19:18
    • Als Antwort markiert Alex Pitulice Montag, 23. Dezember 2013 13:33
    Mittwoch, 11. Dezember 2013 17:11

Alle Antworten

  • Hallo...

    Wir setzten bei uns im Unternehmen auch E-Mail aktivierte Öffentliche Ordner (Personal etc.) ein. Du kannst jeden ÖOrdner über den Punkt „E-Mail aktivieren“ mit Exchange Attributen versehen und diese anschließend wie ein Postfach grundlegen konfigurieren.

    Zu beachten ist, dass Du bei den Berechtigungen für „Standard“ oder einer „E-Mail aktivierte Sicherheitsgruppe (Universell)“ das Recht "Elemente erstellen" zuweisen musst damit der Exchange von Intern Mails an diesen Ordner zustellt.

    Soll zusätzlich auch von Extern eine Mailzustellung erfolgen dann müssen diese Rechte bei Anonym auch gesetzt sein. Der Zugriff auf diesen Ordner für die berechtigten Personen kann auch einfach über eine Mail aktivierte Sicherheitsgruppe (Universell) eingerichtet werden.

    Des Weiterem können hier über die Exchange Reiter mehrere E-Mail Adressen hier am Ordner hinterlegt werden und Du musst dabei aber eine als Standardantwortadresse definieren. Sollen nun bestimmte Benutzer das Recht erhalten mit dieser Adresse auch Mails zu versenden oder zu beantworten, so musst Du auch hier eine "E-Mail aktivierte Sicherheitsgruppe (Universell)" nutzten und diese über den Punkt "Berechtigung 'Senden als' verwalten.." hinterlegen.

    Innerhalb von Outlook müssen natürlich die berechtigten Personen das "Von.." - Feld einblenden und da die Adresse vom Öffentlichen Ordner aus dem Adressbuch (sollte als sichtbar im Exchange konfiguriert sein) auswählen.

    Nun können Sie mit der Identität des ÖOrdners Mails versenden.



    • Bearbeitet Lexxitus Mittwoch, 11. Dezember 2013 09:04 Formatierung verhunzt ;-(
    Mittwoch, 11. Dezember 2013 09:04
  • Servus,

    > Nun können Sie mit der Identität des ÖOrdners Mails versenden.

    Danke für die ausführlichen Erläuterungen aber das war nicht meine eigentliche Frage. Mir erschließt sich der Unterschied zwischen einem Postfach und einem öffentlichen (emailaktivierten) Ordner nicht, wenn man zB damit eine support@irgendwas.de Adresse betreibt. Zumal beim öffentlichen Ordner wohl das Problem bestehen bleibt, dass die Benutzer immer die Senden als Funktion via Von-Feld benutzen müssen, um mit der E-Mail Adresse des Öffentlichen Ordners zu antworten. Wenn ich ein zweites Postfach ins Outlook einbinde, dann wird automatisch mit der Adresse des Postfach geantwortet.

    Thx & Bye Tom

    Mittwoch, 11. Dezember 2013 10:13
  • Moin,

    ich (und meine Kunden) nutzen seit Ol 2010 quasi keine ÖO mehr für Mails. Die Vorteile, wenn man das als Postfach hat, überwiegen einfach:

     - sauber Cache-Mode-Trennung

     - korrekter Absender

     - getrennte Signaturen

     - Ablage im richtigen "gesendete Objekte" Ordner

     - problemloser Zugriff via Outlook Anywhere

     - Einbindung auch via Activesync möglich

    Und dazu kommt, dass vielen Leute die "Gelesene/Ungelesen"-Behandlung in ÖO nicht gefällt.

    Na ja, und für den Admin sind ÖO grundsätzlich Mehrarbeit und mehr Stress, als Postfächer. Das beginnt bei den merkwürdigen Replikationen, geht über erschwerte Hochverfügbarkeit und endet beim viel aufwendigeren Desasterrecovery.


    Gruesse aus Berlin schickt Robert - MVP Exchange Server

    • Als Antwort vorgeschlagen Alex Pitulice Donnerstag, 19. Dezember 2013 19:18
    • Als Antwort markiert Alex Pitulice Montag, 23. Dezember 2013 13:33
    Mittwoch, 11. Dezember 2013 17:11
  • Servus Robert,

    >ich (und meine Kunden) nutzen seit Ol 2010 quasi keine ÖO mehr für Mails. Die >Vorteile, wenn man das als Postfach hat, überwiegen einfach[...]

    Ich sehe das genau so. Ich hatte nur Bedenken, ob ein Postfach es aushält, wenn da 20 Leute gleichzeitig darauf zugreifen. Ich meine es funktioniert jetzt auch schon so aber wir haben immer wieder Probleme mit ständig abrauchenden Entourage Datenbanken...

    Thx & Bye Tom


    Donnerstag, 12. Dezember 2013 07:56
  • Moin,

    20 Benutzer funktionieren grundsätzlich, ist aber schon hart an der Grenze. Zum einen wirst Du Event 9646 finden und musst die Session hochschrauben (http://www.msxfaq.de/admin/9646.htm), eventuell auch die ThrottelingPolicy

    Zum anderen denke ich, dass man damit einfach nicht mehr strukturiert arbeiten kann. Wer hat wann welche Mail bearbeitet, gelöscht oder sonst wie behandelt, geht mit Bordmitteln halt nicht zu überwachen.

    Dan sollte über den Einsatz einer speziellen Software nachgedacht werden, z. B. ein Ticketsystem.


    Gruesse aus Berlin schickt Robert - MVP Exchange Server

    Donnerstag, 12. Dezember 2013 08:09