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Welche Lizenz für Windows 10 in VDI RRS feed

  • Frage

  • Hallo,

    ich hab ein kleines bis großes Problem. Ich sehe leider im Lizenzdschungel nicht durch. Ich habe folgendes vor. Ich möchte gerne eine Art VDI bauen. Dazu sollen unter einer Virtualisierung (Proxmox VE) virtuelle Windows 10 Desktops laufen, auf welche man per virtueller Konsole zugreift.

    Und zwar soll das ganze gemacht werden da wir sehr sehr viele Kunden haben mit vielen unterschiedlichen Lösungen zur Fernwartung z.B. unterschiedliche VPN Software, Remote-Desktop Client etc. Also soll für jeden Kunde ein virtueller Windows 10 Desktop eingerichtet werden, auf dem dann die VPN Software oder andere Software installiert ist die für diesen Kunden zur Fernwartung benötigt wird.

    Anzahld er VMs auf jeden fall unterer bis mittlerer 2-stelliger Bereich, warscheinlich langsam wachsend. Jetzt darf ich ja warscheinlich keine "normale" Windows 10 Pro OEM Lizenz dafür nehmen oder doch? Ich hab was von VDA gelesen und anderen Lizensierungsarten, die z.B. vorschreiben das ein User bzw. ein lizensiertes Gerät sich aber nur zu 5 virtuellen Desktops verbinden darf etc. das macht für mich 0 Sinn da ja alle meine Support-Mitarbeiter auf alle Kunden, also alle virtuellen Desktops Zugriff brauchen.

    Kann mir da vielleicht Jemand weiterhelfen?

    Viele Grüße

    Dienstag, 11. September 2018 14:47

Alle Antworten

  • Da ja nicht alle gleichzeitig damit arbeiten und es somit einen Support-User geben müsste, benötigst du wohl je Kunde eine Win10-Lizenz. Ggf. gibts Volumenlizenzen. Ob du Pro brauchst bleibt zu probieren.
    Dienstag, 11. September 2018 16:16
  • Moin,

    produktive VDI = Software Assurance oder VDA.

    Hier Dein Szenario aus dem Guide:


    Evgenij Smirnov

    I work @ msg services ag, Berlin -> http://www.msg-services.de
    I blog (in German) @ http://it-pro-berlin.de
    my stuff in PSGallery --> https://www.powershellgallery.com/profiles/it-pro-berlin.de/
    Exchange User Group, Berlin -> https://exusg.de
    Windows Server User Group, Berlin -> http://www.winsvr-berlin.de
    Mark Minasi Technical Forum, reloaded -> http://newforum.minasi.com


    In theory, there is no difference between theory and practice. In practice, there is.

    Dienstag, 11. September 2018 16:25
  • Wobei das wieder u.U. kritisch mit dem Begriff "per user basis" ist.
    Da ja eigentlich lokal für jeden User eine Windowslizenz zum Arbeiten vorliegt, stellt sich mir die Frage warum ich dann für den Supportfall weitere Lizenzen haben muss.

    Sinnvoller sind da eher noch Lösungen wie TeamViewer und Alternativen.
    Da benötigt man keine Windowslizenzen, VPN-Zugänge u.ä. sondern ausschließlich einen Wartungszugang auf dem Zielrechner (kann auch ein Server sein, von dem man dann per internem RDP weiterkommt).
    Mit dem Serverprogramm verbindet man sich dann zum Kunden. Und dies kann von jedem Supporter auf seinem PC zu jeder Zeit durchgeführt werden ohne den Overhead der VM's mit Verwaltung, VPN-Anpassungen, Softwareupdates u.v.m.

    Wir nutzen dies zu einigen Kunden schon so, da ja, wie du schon schreibst, die diversen VPN-Clients u.U. nicht gleichzeitig installiert werden können.

    Mittwoch, 12. September 2018 10:31
  • Hi bfuerchau,

    das ist etwas komplizierter. Wir supporten unsere eigene Software die unter Linux Servern läuft. Wir brauchen zu diesen Servern eine SSH Verbindung und eben unsere Client-Anwendung.

    Zu unseren Kunden zählen große Konzerne die schreiben dir vor was du benutzen darfst, viele sagen da zu TeamViewer schon mal gleich NEIN. Vor allem müsste der Kunde ja einen Desktop stellen auf dem der TeamViewer und die Anwendung läuft, da der Server Headless, also ohne Desktop ist. Gibt auch ein paar Kunden die das so machen über Citrix zum Beispiel. Aber eben nicht alle.

    Manche geben uns auch nur einen Cisco VPN und sagen "hey hier jetzt könnt ihr über Port 22 zu eurem Server". Dann brauchen wir eben einen Desktop auf unserer Seite aufdem der VPN Client und die Anwendung läuft. Verstehst du ungefähr mein Problem?

    Wir haben auch Kunden die stellen für uns ein Windows 10 PC hin auf dem ein TeamViewer gestartet wird, wenn es einen Support-Fall gibt und wir dann darauf über TeamViewer kommen. Dafür haben wir auch TeamViewer lizensiert. Aber das können wir halt nicht überall so machen.

    Bist du sicher das man Windows 10 Pro virtualisieren darf? Nach allem was ich gelesen habe nicht? Sonst würde ich einfach für jeden virtuellen Desktop eine Windows 10 Pro Lizenz kaufen und fertig. Aber genau das ist ja mein Problem, nachdem was ich so gelesen habe darf ich das nicht.

    @Evgenij Smirnov: Nein nicht ganz. Wenn Organisation A der Kunde ist, und Organisation B sind wir. Dann nehmen wir Arbeit für A an und arbeiten dort auf einem Linux Server, wir brauchen da also keinen Zugriff auf VDI. Nur wir selbst bei uns greifen von unseren eigenen Windows Notebooks über eine VDI auf den Linux Server beim Kunde zu.

    Mittwoch, 12. September 2018 14:06
  • Zumindest wir haben bzgl. Windows 10 Pro kein Problem dies zu virtualisieren.
    Ich kann dies nachvollziehen, ich sprach ja auch von ggf. verfügbaren Alternativen.

    Sicherlich sind die Vorgaben der Kunden da durchaus vielfältig.
    Allerdings haben wir da eher je VPN-Typ (Sophos, OpenVPN, Cisco, ShrewSoft, Windows-VPN) eine VM.

    Es gibt sogar Kunden, in die man gar nicht per VPN reinkommt sondern ausschließlich nur per TeamViewer, also alles Mögliche vorhanden.

    Andererseits sind wir auch nur ein kleines Unternehmen (BI-Suite) und haben nicht zig Supporter, z.Zt. nur 3;-).

    Da unsere eigene Software windowsbasierte Dialoganwendung ist, benötigen wir eben RDP/TeamView und keine Konsolensteuerung.

    Dieses Thema VDA und VDI scheint ja hochkomplex zu sein. Zumindest gibt es keine Berechnungsmodelle die darüber tatsächlich nähere Aussagen treffen.
    Was kostet demnach eine "Windows to Go" (WTG) Lizenz?
    Die Texte hierzu sind absolut schwammig, konkrete Hinweise (z.B. pro User 250,--) wären da schon hilfreich.

    Als Privatemensch darf ich Win 10 schon virtualisieren, schließlich gibts da ja auch z.B. für VBox fertige Appliances mit diversen Szenarien.
    Aber wen kann man da schon kompetent fragen....

    Mittwoch, 12. September 2018 16:35
  • Bist du sicher das man Windows 10 Pro virtualisieren darf? Nach allem was ich gelesen habe nicht? Sonst würde ich einfach für jeden virtuellen Desktop eine Windows 10 Pro Lizenz kaufen und fertig. Aber genau das ist ja mein Problem, nachdem was ich so gelesen habe darf ich das nicht.

    @Evgenij Smirnov: Nein nicht ganz. Wenn Organisation A der Kunde ist, und Organisation B sind wir. Dann nehmen wir Arbeit für A an und arbeiten dort auf einem Linux Server, wir brauchen da also keinen Zugriff auf VDI. Nur wir selbst bei uns greifen von unseren eigenen Windows Notebooks über eine VDI auf den Linux Server beim Kunde zu.

    Na dann ist es ja wirklich einfach. Wenn die Laptops der Firma gehören, einfach per User oder per Device (je nachdem, wovon ihr weniger habt, im Zweifel würde ich immer zu User tendieren) entweder SA oder VDA abschließen, fertig. Beides sind jährliche Abonnements.

    Wenn ihr nicht so auf jährliche Kosten steht (oder für SA zu klein seid, kann auch passieren) und die Anzahl betroffener User das hergibt, könnt ihr das auch mit Perpetuallizenzen abwickeln: Windows Server Datacenter-Lizenzierung, jeder User kriegt eine eigene Server-VM und eine RDS CAL, fertig.

    Rechenbeispiel: VDA kostet im Schnitt um die $120 pro Jahr. bei 50 Usern haben wir $6.000 pro Jahr, wenn Du die Lösung 5 Jahre betreibst, bist Du $30.000 los, aber auf 5 Jahre gestreckt. Windows Server DC kostet pro 16 Cores ca. $6.200, eine RDS CAL derzeit je nach Channel ca. $175. Für 50 User, wovon 32 gleichzeitig arbeiten, würdest Du mit 32 Cores locker auskommen, landest also bei $21.150, musst sie aber gleich bezahlen.

    Und wenn Du das von mir verlinkte Dokument gelesen hast, wirst Du sehen, dass Professional dort explizit benannt ist.


    Evgenij Smirnov

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    Exchange User Group, Berlin -> https://exusg.de
    Windows Server User Group, Berlin -> http://www.winsvr-berlin.de
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    In theory, there is no difference between theory and practice. In practice, there is.

    Mittwoch, 12. September 2018 18:50
  • Als Privatemensch darf ich Win 10 schon virtualisieren, schließlich gibts da ja auch z.B. für VBox fertige Appliances mit diversen Szenarien.

    Hmmm. Und weil mein Auto eine Parkbremse hat, darf ich jetzt in jeder Feuerwehrzufahrt parken? Dass jemand ein Paket anbietet, ist noch lange keine Berechtigung, es auch ohne weitere Zusatzkosten zu nutzen.

    Nee, die Erfahrung zeigt, dass Hersteller von Begleitprodukten sich einen feuchten Dreck um die Lizenzbestimmungen der zugrundeliegenden Standardsoftware scheren. Es gab zu XP-Zeiten zig VDI-Lösungen, die sich alle mit Ausnahme von XenDesktop explizit an KMU richteten. Dabei gab es für XP gar keine VDI-Lizenzierung, die ein KMU abschließen konnte.

    Aber wen kann man da schon kompetent fragen....

    Einen Lizenzanwalt, die gibt es. Oder Microsoft, aber da brauchst Du wiederum einen Verbraucheranwalt, um sie zu einer schriftlichen Aussage zu bewegen ;-)


    Evgenij Smirnov

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    In theory, there is no difference between theory and practice. In practice, there is.

    Mittwoch, 12. September 2018 18:59
  • Das ist ja das Problem. Microsoft beschreibt viel, aber sobald es ums Geld geht, was kostet es, dann gibts keine Hinweise mehr.
    Donnerstag, 13. September 2018 08:24