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Roaming Profiles unter Windows 7 in Windows-Domaene mit mobilen Usern RRS feed

  • Frage

  • Hallo!

    Unter XP war bei uns der Einsatz von Roaming Profiles (sowie
    Ordnerumleitung und z. T. Offline-Synchronisierung) beendet
    worden, aufgrund wiederholter Probleme mit verschiedenen
    Anwendungen (z. B. Outlook, Adobe oder AutoCAD) und der
    Zunahme von Usern, welche in unserer Windows-Domaene an
    mehreren PCs sowie mit Notebooks arbeiten, was ebenfalls
    vermehrt zu Problemen fuehrte.

    Wenn Mittel bewilligt werden, steht bei meinem Arbeitgeber
    nun in diesem Jahr endlich der Wechsel zu Windows 7 und
    Office 2010 auf den User-PCs (durch Neuinstallationen) an.

    Aufgrund einerseits unserer Probleme mit Roaming Profiles (sowie
    Ordnerumleitung und vereinzelt der Offline-Synchronisierung)
    und andererseits meiner positiven Erinnerung an viel weniger
    Probleme im NT-Umfeld (sowie eben der vielen Vorteile) bei
    einem anderen Arbeitgeber vor mehr als 11 Jahren, habe ich
    vorgeschlagen, auf externe Berater zurueckzugreifen, um dies
    zu pruefen und v. a. ggf. korrekt und somit ohne viele dieser
    Probleme mit der Migration wieder einzufuehren.

    Allerdings stoesst der Vorschlag auf wenige Gegenliebe; vielmehr
    wird z. B. der Standpunkt vertreten, dass Roaming Profiles (etc.)
    grundsaetzlich nicht in unserem Umfeld mit 'mobilen Usern'
    funktionieren wuerden. Meiner Aussage, dass dies doch auch bei
    grossen Firmen erfolgreich im Einsatz waere, wird kein Glauben
    geschenkt - und ich kann ja auch tatsaechlich kein ueberpruefbares
    Beispiel nennen.

    Der langen Vorrede kurzer Sinn:
    Wie sinnvoll und geeignet ist bei der Migration nach Windows 7
    die Wiedereinfuehrung von Roaming Profiles in Verbindung mit
    Ordnerumleitung (Desktop u. ae.) und Offline-Synchronisierung
    (Netzlaufwerk der User) bei Benutzern, welche nicht immer am
    gleichen Rechner sitzen und z. T. auch mit Notebooks immer
    wieder ausserhalb unserer Windows-Domaene taetig sind?

    Vielen Dank!

    Bernd Leutenecker
    Samstag, 11. Februar 2012 09:34

Antworten

  • Hallo Andreas.
     
    > Grundsätzlich ist festzustellen, dass die Entscheidung
    > "servergespeichertes Profil oder nicht" nur pro Benutzer festgelegt
    > werden kann. Eine Differenzierung nach verschiedenen Umgebungen
    > (Notebook / Festarbeitsplatz) ist nicht möglich.
     
    Kleine Korrektur: Es gibt eine GPO für Computer "Nur lokale
    Benutzerprofile zulassen" (Administrative Vorlagen - System -
    Benutzerprofile), damit lässt sich das für Laptops sehr wohl
    differenziert festlegen (z.B. per WMI-Filter auf Win32_Battery).
     
    mfg Martin
     

    NO THEY ARE NOT EVIL, if you know what you are doing: Good or bad GPOs?
    Wenn meine Antwort hilfreich war, freue ich mich über eine Bewertung! If my answer was helpful, I'm glad about a rating!
    • Als Antwort vorgeschlagen Alex Pitulice Dienstag, 28. Februar 2012 12:08
    • Als Antwort markiert Alex Pitulice Freitag, 2. März 2012 13:36
    Samstag, 25. Februar 2012 12:44
  • Guten Tag,

    wir haben dieses Problem auch immer wieder. Leider hat sich seit Jahren diesbezüglich nichts verbessert - auch nicht mit Windows Server 2008 R2 oder Windows 7 auf der Clientseite. Die Windows Offlinedateien sind meiner Meinung nach immer noch unbrauchbar und auch an den servergespeicherten Profilen hat sich nichts merklich verbessert.

    Trotzdem gibt es Möglichkeiten!

    Grundsätzlich ist festzustellen, dass die Entscheidung "servergespeichertes Profil oder nicht" nur pro Benutzer festgelegt werden kann. Eine Differenzierung nach verschiedenen Umgebungen (Notebook / Festarbeitsplatz) ist nicht möglich.

    Mit Ordnerumleitungen sieht es zum Glück anders aus: Diese Einstellungen lassen sich per Gruppenrichtlinie konfigurieren. Damit ist eine Unterscheidung nach Umgebung bzw. PC möglich. Daher setzen wir servergespeicherte Profile grundsätzlich nur bei Usern ein, die definitiv nie auf Notebooks arbeiten. Diesen Usern kann man ggf. sogar die lokale Anmeldung an Notebooks untersagen.

    Auf Grund von Problemen, die bei servergespeicherten Profilen (z.B. durch doppelte Anmeldungen, Abstürze, o.ä.) auftreten und zu Datenverlusten führen können, leiten wir die wichtigen Ordner (Desktop, Dokumente, ggf. Favoriten) auch bei servergespeicherten Profilen um. Ordner wie Musik, Videos, etc. schließen wir i.d.R. aus den servergespeicherten Profilen aus, damit diese nicht durch riesige iTunes-Bibliotheken, etc. aufgebläht werden (zumal diese Ordner ohnehin rein privat genutzt werden). Von der Umleitung des AppData Ordner würde ich abraten: Wenn dieser Ordner im Netz liegt, kann es bei veschiedenen Anwendungen zu Problemen (teilweise auch "nur" zu Performanceproblemen) kommen.

    Letztendlich verbleiben im servergespeicherten Profil dann nur noch Anwendungsdaten. Das hat sich als praktikabel erwiesen, da User, die an festen Rechnern arbeiten, i.d.R. eher auf andere Rechner ausweichen, als Notebook-User, die i.d.R. immer ihr eigenes Notebook nutzen.

    Was die Ordnerumleitungen angeht, konfigurieren wir diese meistens so, dass die Ordner für User, die sich an Desktops anmelden, direkt auf den Fileserver umgeleitet werden, sodass online gearbeitet werden kann. An Notebooks werden die Ordner auf den lokalen Profilpfad umgeleitet. Sofern der User gerade Zugriff auf den Fileserver hat, kann er direkt auf sein Netzlaufwerk mit den persönlichen Daten inkl. "Dokumente", "Desktop", etc. zugreifen, auch wenn diese dann keine Umleitungsziele sind. Durch die klare Unterscheidung "Netzlaufwerk" und "lokale Daten" fällt es den Usern aber normalerweise nicht schwer, diese Daten zu synchronisieren. Hierfür gibt es diverse Tools.

    Bleibt die Frage nach der Datensicherung lokal auf den Notebooks gespeicherter Daten. Sofern man hier nicht darauf vertrauen möchte, dass die User ihre Daten synchonisieren, gibt es auch hierfür Software; erwähnt sei zum Beispiel die "Desktop und Laptop Option" für Symantec Backup Exec, mit der sich diese Daten sichern lassen.

    Wem das auch nicht reicht, der kann die Drittanbietersoftware als Ersatz für die Windows Offlinedateien einsetzen, um an den Notebooks offline verfügbare und synchronisierbare Netzlaufwerke als Ziel für die Ordnerumleitungen verwenden zu können.

    Um Ihre Frage kurz zu beantworten: Roaming Profiles sind nach wie vor nicht für Notebook-User geeignet. Für Ordnerumleitungen und Offline-Synchronisation gibt es aber praktikable Lösungen.

    • Als Antwort vorgeschlagen Alex Pitulice Dienstag, 28. Februar 2012 12:08
    • Als Antwort markiert Alex Pitulice Freitag, 2. März 2012 13:36
    Samstag, 18. Februar 2012 17:41
  • Hi,

    Am 25.02.2012 13:44, schrieb Martin Binder:

    (z.B. per WMI-Filter auf Win32_Battery).

    Nur als Zusatz:
    Battery ist ein wenig wage, da es auch PCs mit solch einer gibt.

    Jakob Heidelberg hat da mal einen kleinen Wettbewerb ausgerufen für den
    ultimativen Notebook WMI filter, der 100% stimmt. Es wird schwer :-)

    Viel einfacher: Namenskonvention nach zB PC* und NOTE* und dann den
    Namen abfragen, oder man definiert eine eigene Umgebungsvariable.

    Aber bis man mit der Battery nen FalsePositiv erwischt, muss man schon
    sehr lange kämpfen.

    Tschö
    Mark


    Mark Heitbrink - MVP Windows Server - Group Policy

    Homepage:       www.gruppenrichtlinien.de - deutsch
    GPO Tool:       www.reg2xml.com - Registry Export File Converter
    NetworkTrayTool www.gruppenrichtlinien.de/tools/Networktraytool.htm

    • Als Antwort vorgeschlagen Alex Pitulice Dienstag, 28. Februar 2012 12:10
    • Als Antwort markiert Alex Pitulice Freitag, 2. März 2012 13:36
    Sonntag, 26. Februar 2012 11:09

Alle Antworten

  • Am 11.02.2012 10:34, schrieb Bernd Leutenecker:

    Der langen Vorrede kurzer Sinn: Wie sinnvoll und geeignet ist [Roaming Profile und OfflineSync]

    Sehr.
    Nenn mir ein Argument, das dagegen spricht, wenn dir die zentrale Daten
    und DAtensicherung wichtig sind. Das heisst ja nicht das "Dokumente" und
    "Mein sinnloser Mist" (Pictures,Videos,Musik) nicht LOKAL auf
    D:\Daten\%username%\ umgeleitet werden können.
    Das Zeutg will ich garnicht im Neztwerk haben, aber den Rest!?

    Tschö
    Mark


    Mark Heitbrink - MVP Windows Server - Group Policy

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    NetworkTrayTool www.gruppenrichtlinien.de/tools/Networktraytool.htm

    Samstag, 11. Februar 2012 12:02
  • Am 11.02.2012 schrieb Bernd Leutenecker:

    Unter XP war bei uns der Einsatz von Roaming Profiles (sowie Ordnerumleitung und z. T. Offline-Synchronisierung) beendet worden, aufgrund wiederholter Probleme mit verschiedenen Anwendungen (z. B. Outlook, Adobe oder AutoCAD) und der Zunahme von Usern, welche in unserer Windows-Domaene an mehreren PCs sowie mit Notebooks arbeiten, was ebenfalls vermehrt zu Problemen fuehrte.

    Hier gibt es derzeit XP mit Roaming Profiles. Bei der gerade
    durchzuführenden Umstellung leiten wir nur die Benutzerordner ins Home
    Laufwerk um, die Servergespeicherten Profile schaffen wir im Zuge der
    Umstellung ab. Einfach kein Bedarf. Laptops gibt es keine, deshalb
    stellt sich die Frage nach der dort zu benutzenden Technik gar nicht.

    Servus
    Winfried


    Connect2WSUS: http://www.grurili.de/tools/Connect2WSUS.exe
    GPO's: http://www.gruppenrichtlinien.de
    Community Forums NNTP Bridge: http://communitybridge.codeplex.com/
    Reg2xml:  http://www.reg2xml.com - Registry Export File Converter

    Samstag, 11. Februar 2012 13:16
  • Hallo!

    Warum 'kein Bedarf' mehr? Benutzereinstellungen aller Art
    sind bei uns genau das, was m. E. nur einmal notwendig sein
    sollte, also ueber ein servergespeichertes Profil gesichert
    und dann immer an jedem Domaenen-Rechner zur Verfuegung stehen.
    Oder wie loest Ihr das? Bzw. was waren die Ueberlegungen, nur
    noch die Ordnerumleitung zu verwenden? Ist alles andere ueber
    Policies geregelt (sind bei uns in der Tat auch nur in eher
    geringem Umfang im Einsatz)?

    Zur Datensicherung an sich ist allerdings zu sagen, dass die
    User angewiesen sind, ihre Daten auf den bereitgestellten
    Netzlaufwerken (eigenes wie auch ein gemeinsames) zu speichern.
    Die Probleme entstehen mehr dadurch, dass bei einem Wechsel
    des PCs die User ihr Profil neu einrichten muessen.
    Einzelne Anwendungen machten allerdings genau dann Aerger,
    vermutlich jedoch, weil Roaming Profiles etc. erst
    nachtraegelich eingefuehrt und z. B. wegen riesiger lokaler
    Dateien nicht durchgaengig durchgesetzt wurden. Anwendungen
    wie Adobe hatten damit Probleme, Outlook (und dann User!)
    vermisste bestimmte Dateien, die eben nicht im gesicherten
    Teil enthalten waren.

    Fuer weitere Beitraege bin ich dankbar!

    Gruss

    Bernd Leutenecker
    Samstag, 11. Februar 2012 14:23
  • Am 11.02.2012 schrieb Bernd Leutenecker:

    Warum 'kein Bedarf' mehr? Benutzereinstellungen aller Art sind bei uns genau das, was m. E. nur einmal notwendig sein sollten, also ueber ein servergespeichertes Profil gesichert und dann immer an jedem Domaenen-Rechner zur Verfuegung stehen.

    Die Leute wechseln die Rechner nicht mehr. Weshalb also die tägliche
    Last des kopierens erzeugen?

    Oder wie loest Ihr das? Bzw. was waren die Ueberlegungen, nur noch die Ordnerumleitung zu verwenden? Ist alles andere ueber Policies geregelt (sind bei uns in der Tat auch nur in eher geringem Umfang im Einsatz)?

    Die Eigenen Dateien (Dokumente in W7) werden in das persönliche
    Laufwerk umgeleitet und damit auch gesichert. Die Anwendungsdaten
    werden im Falle des Falles nicht benötigt.

    Zur Datensicherung an sich ist allerdings zu sagen, dass die User angewiesen sind, ihre Daten auf den bereitgestellten Netzlaufwerken (eigenes wie auch ein gemeinsames) zu speichern.

    Genauso ist das hier auch.

    Die Probleme entstehen mehr dadurch, dass bei einem Wechsel des PCs die User ihr Profil neu einrichten muessen,

    Wie oft wechselt bei euch der Benutzer den PC? Bei uns nur wenn der PC
    defekt ist, oder der Benutzer einen neuen bekommt. Beides ist sehr
    selten in der Vergangenheit aufgetreten.

    waehrend andere Anwendungen allerdings genau dann Aerger machten - vermutlich jedoch, weil Roaming Profiles etc. nachtraegelich eingefuehrt und z. B. wegen riesiger lokaler Dateien nicht durchgesetzt wurde. Anwendungen wie Adobe hatten damit Probleme, Outlook vermisste bestimmte Dateien, die eben nicht im gesicherten Teil enthalten waren.

    Bisher stellen wir von O2003 auf O2010 um, da wird die OST Datei
    einfach angelegt, wenn sie nicht vorhanden ist. Die benutzten
    Anwendungen machen so einen Wechsel problemlos mit, und für den Fall
    das es Probleme gibt, sind wir ja da.

    Servus
    Winfried


    Connect2WSUS: http://www.grurili.de/tools/Connect2WSUS.exe
    GPO's: http://www.gruppenrichtlinien.de
    Community Forums NNTP Bridge: http://communitybridge.codeplex.com/
    Reg2xml:  http://www.reg2xml.com - Registry Export File Converter

    Samstag, 11. Februar 2012 15:44
  • Hallo!

    Also ich waere schon an weiteren Stellungnahmen Pro und Contra
    Roaming Profiles (sowie Ordnerumleitung und Offline-Synchronisierung)
    interessiert.
    Wie gesagt, steht bei uns wohl endlich der Umstieg von XP auf Windows 7
    an und das waere m. E. die Gelegenheit, ggf. dies - mit externer Hilfe -
    korrekt einzufuehren, was aber eben auch auf grundsaetzliche Ablehnung
    (zumindest die Roaming Profiles) bei Teilen meiner Kollegen trifft.
    Wir hatten bei unseren Versuchen Probleme mit Outlook (MAPI- sowie
    IMAP-Anbindung an einen Nicht-Exchange-Server), mit AutoCAD und Adobe-
    Produkten, gleichzeitig nahm die Zahl der User zu, welche eben nicht
    immer denselben Rechner nutzen koennen.
    Auch Notebooks sind ein Thema.

    Ich waere somit an weiteren Beitraegen zu diesem Thema sehr interessiert!

    Danke!
    Gruesse

    Bernd Leutenecker
    Freitag, 17. Februar 2012 11:24
  • Guten Tag,

    wir haben dieses Problem auch immer wieder. Leider hat sich seit Jahren diesbezüglich nichts verbessert - auch nicht mit Windows Server 2008 R2 oder Windows 7 auf der Clientseite. Die Windows Offlinedateien sind meiner Meinung nach immer noch unbrauchbar und auch an den servergespeicherten Profilen hat sich nichts merklich verbessert.

    Trotzdem gibt es Möglichkeiten!

    Grundsätzlich ist festzustellen, dass die Entscheidung "servergespeichertes Profil oder nicht" nur pro Benutzer festgelegt werden kann. Eine Differenzierung nach verschiedenen Umgebungen (Notebook / Festarbeitsplatz) ist nicht möglich.

    Mit Ordnerumleitungen sieht es zum Glück anders aus: Diese Einstellungen lassen sich per Gruppenrichtlinie konfigurieren. Damit ist eine Unterscheidung nach Umgebung bzw. PC möglich. Daher setzen wir servergespeicherte Profile grundsätzlich nur bei Usern ein, die definitiv nie auf Notebooks arbeiten. Diesen Usern kann man ggf. sogar die lokale Anmeldung an Notebooks untersagen.

    Auf Grund von Problemen, die bei servergespeicherten Profilen (z.B. durch doppelte Anmeldungen, Abstürze, o.ä.) auftreten und zu Datenverlusten führen können, leiten wir die wichtigen Ordner (Desktop, Dokumente, ggf. Favoriten) auch bei servergespeicherten Profilen um. Ordner wie Musik, Videos, etc. schließen wir i.d.R. aus den servergespeicherten Profilen aus, damit diese nicht durch riesige iTunes-Bibliotheken, etc. aufgebläht werden (zumal diese Ordner ohnehin rein privat genutzt werden). Von der Umleitung des AppData Ordner würde ich abraten: Wenn dieser Ordner im Netz liegt, kann es bei veschiedenen Anwendungen zu Problemen (teilweise auch "nur" zu Performanceproblemen) kommen.

    Letztendlich verbleiben im servergespeicherten Profil dann nur noch Anwendungsdaten. Das hat sich als praktikabel erwiesen, da User, die an festen Rechnern arbeiten, i.d.R. eher auf andere Rechner ausweichen, als Notebook-User, die i.d.R. immer ihr eigenes Notebook nutzen.

    Was die Ordnerumleitungen angeht, konfigurieren wir diese meistens so, dass die Ordner für User, die sich an Desktops anmelden, direkt auf den Fileserver umgeleitet werden, sodass online gearbeitet werden kann. An Notebooks werden die Ordner auf den lokalen Profilpfad umgeleitet. Sofern der User gerade Zugriff auf den Fileserver hat, kann er direkt auf sein Netzlaufwerk mit den persönlichen Daten inkl. "Dokumente", "Desktop", etc. zugreifen, auch wenn diese dann keine Umleitungsziele sind. Durch die klare Unterscheidung "Netzlaufwerk" und "lokale Daten" fällt es den Usern aber normalerweise nicht schwer, diese Daten zu synchronisieren. Hierfür gibt es diverse Tools.

    Bleibt die Frage nach der Datensicherung lokal auf den Notebooks gespeicherter Daten. Sofern man hier nicht darauf vertrauen möchte, dass die User ihre Daten synchonisieren, gibt es auch hierfür Software; erwähnt sei zum Beispiel die "Desktop und Laptop Option" für Symantec Backup Exec, mit der sich diese Daten sichern lassen.

    Wem das auch nicht reicht, der kann die Drittanbietersoftware als Ersatz für die Windows Offlinedateien einsetzen, um an den Notebooks offline verfügbare und synchronisierbare Netzlaufwerke als Ziel für die Ordnerumleitungen verwenden zu können.

    Um Ihre Frage kurz zu beantworten: Roaming Profiles sind nach wie vor nicht für Notebook-User geeignet. Für Ordnerumleitungen und Offline-Synchronisation gibt es aber praktikable Lösungen.

    • Als Antwort vorgeschlagen Alex Pitulice Dienstag, 28. Februar 2012 12:08
    • Als Antwort markiert Alex Pitulice Freitag, 2. März 2012 13:36
    Samstag, 18. Februar 2012 17:41
  • Hallo Andreas.
     
    > Grundsätzlich ist festzustellen, dass die Entscheidung
    > "servergespeichertes Profil oder nicht" nur pro Benutzer festgelegt
    > werden kann. Eine Differenzierung nach verschiedenen Umgebungen
    > (Notebook / Festarbeitsplatz) ist nicht möglich.
     
    Kleine Korrektur: Es gibt eine GPO für Computer "Nur lokale
    Benutzerprofile zulassen" (Administrative Vorlagen - System -
    Benutzerprofile), damit lässt sich das für Laptops sehr wohl
    differenziert festlegen (z.B. per WMI-Filter auf Win32_Battery).
     
    mfg Martin
     

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    • Als Antwort vorgeschlagen Alex Pitulice Dienstag, 28. Februar 2012 12:08
    • Als Antwort markiert Alex Pitulice Freitag, 2. März 2012 13:36
    Samstag, 25. Februar 2012 12:44
  • Hi,

    Am 25.02.2012 13:44, schrieb Martin Binder:

    (z.B. per WMI-Filter auf Win32_Battery).

    Nur als Zusatz:
    Battery ist ein wenig wage, da es auch PCs mit solch einer gibt.

    Jakob Heidelberg hat da mal einen kleinen Wettbewerb ausgerufen für den
    ultimativen Notebook WMI filter, der 100% stimmt. Es wird schwer :-)

    Viel einfacher: Namenskonvention nach zB PC* und NOTE* und dann den
    Namen abfragen, oder man definiert eine eigene Umgebungsvariable.

    Aber bis man mit der Battery nen FalsePositiv erwischt, muss man schon
    sehr lange kämpfen.

    Tschö
    Mark


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    • Als Antwort vorgeschlagen Alex Pitulice Dienstag, 28. Februar 2012 12:10
    • Als Antwort markiert Alex Pitulice Freitag, 2. März 2012 13:36
    Sonntag, 26. Februar 2012 11:09
  •  
    > Jakob Heidelberg hat da mal einen kleinen Wettbewerb ausgerufen für den
    > ultimativen Notebook WMI filter, der 100% stimmt. Es wird schwer :-)
    >
     
    Ich weiß - Win32_SystemEnclosure.ChassisTypes wäre noch ne Option,
    Win32_PortableBattery ginge, aber alles nicht wirklich 100%.... ((-:
    Sogar Win32_PhysicalMemory.FormFactor sollte man noch berücksichtigen
    und den CPU-Namen und....
     
    Würde mich interessieren, auf was das ILT bei "Tragbarer Computer"
    filtert...
     
    mfg Martin
     

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    Sonntag, 26. Februar 2012 16:02
  • Hallo Martin,

    vielen Dank für diesen hilfreichen Einwand - Diese Einstellung kannte ich tatsächlich noch nicht.

    Ich habe das gleich getestet -> funktioniert erwartungsgemäß problemlos.

    Was die Differenzierung zwischen Notebooks und PCs angeht, sehe ich aber kein Problem: Da ein Computer immer eindeutig Notebook oder nicht Notebook ist, packe ich die Computer in entsprechende OUs - und verknüpfe das GPO mit den Ordnerumleitungen nur mit der OU der Desktops; das GPO mit der Einstellung "nur lokale Profile zulassen" mit der OU der Notebooks.. Namenskonventionen sind natürlich aber auch eine Möglichkeit.

    Grüße
    Andreas

    Freitag, 16. März 2012 11:43
  •  
    > vielen Dank für diesen hilfreichen Einwand - Diese Einstellung kannte
    > ich tatsächlich noch nicht.
    >
     
    Kein Problem - ist bei Win 7 mit über 3000 GPO-Settings auch schwierig
    geworden ;-) Schön, daß es für Dich funktioniert.
    mfg Martin
     

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    Samstag, 17. März 2012 20:41