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SQL von Standalon auf Cluster RRS feed

  • Frage

  • Hallo zusammen,

    leider bin ich kein SQL-Profi, deswegen ist das vielleicht eine blöde Frage. Wir haben einen SQL 2008 R2 als standalone SQL-Server.

    Nun wollen wir aber einen SQL-Cluster. Ist es möglcihen diesen bestehenden SQL-Server in ein SQL-Cluster zu verwandeln oder muss ich da zuerst einen Cluster installieren und dann verschieben?

    Vielen Dank für Eure Hilfe im Voraus.

    Viele Grüße

    Thomas

    Montag, 3. September 2012 07:26

Antworten

  • Hallo Uwe,

    vielen Dank für Deine Antwort. So wie ich gelesen habe kann ich mit der Standard Version des SQL 2008R2 auch einen Cluster mit 2 Knoten aufbauen, oder habe ich die im folgenden Link angegebenen Infos falsch verstanden? http://msdn.microsoft.com/en-us/library/cc645993(SQL.105).aspx

    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo Thomas,

    das ist korrekt.

    Allerdings sollte man sich gut überlegen, ob man das wirklich will. Meiner Erfahrung nach haben Kunden mit Nicht-Enterprise-Editionen selten ein entsprechend ausgebildetes Windows-Cluster Team, um einen Cluster so einzurichten, dass er seinen eigentlichen Zweck, "Hochverfügbarkeit", auch wirklich erfüllt. Meistens sinkt nach der Einrichtung eines Cluster-Systems die Verfügbarkeit, anstelle, dass sie steigt. (Reine Mathematik: 2 Rechner haben eine größere Ausfallswahrscheinlichkeit als einer. Man muss sich also gut mit Quorum-Konzepten auskennen, um das zu vermeiden.) Dazu kommt, das einem auch der Microsoft Support nicht mehr helfen wird, da SQL Server 2008 R2 aus dem Mainstream Support ist.

    Daher die Frage: was genau möchte denn wirklich erreicht werden? Nur ein „gutes Gefühl“, weil man einen „Porsche in der Garage hat“, oder tatsächlich höhere Verfügbarkeit vieler Datenbanken inklusive Systemdatenbanken? Unter der Voraussetzung, dass auch das Storage redundant ausgelegt ist. Das ist auch ein SAN nicht per se. Dann ist eine Cluster-Schulung sicher unumgänglich.

    Eine schnellere Failoverzeit würde man übrigens mit Datenbankspiegelung erreichen. Dafür sind dann weder Windows Cluster-Skills, noch SAN-Skills notwendig, sondern reine SQL Server Administrationskenntnisse. Das wäre in der Regel meine Empfehlung. Ein Cluster zu empfehlen, da müssten dann schon konkrete Anforderungen bekannt sein, wie z.B. Sharepoint-Datenbanken.



    Andreas Wolter (Blog | Twitter)
    MCSM: Microsoft Certified Solutions Master Data Platform, MCM, MVP
    www.SarpedonQualityLab.com | www.SQL-Server-Master-Class.com

    • Als Antwort markiert Wagner Thomas Mittwoch, 18. Februar 2015 15:27
    Mittwoch, 18. Februar 2015 11:09

Alle Antworten

  • Hallo Thomas,

    bevor Du darüber nachdenkst, ob Du den SQL-Server als Cluster verwenden möchtest, solltest Du dir erst einmal klar darüber sein, daß das ausschließlich der Enterprise-Edition von SQL Server 2008 R2 vorbehalten ist.
    Sollte das bei Dir der Fall sein, wird dir eine entsprechende Neuinstallation nicht erspart bleiben.

    Später die Datenbanken dann auf den Cluster zu verschieben, ist trivial und wird durch das Erstellen eines Backups sowie dem anschließenden Restore im Cluster leicht gemacht.

    Du mußt jedoch aufpassen, wenn Du SQL Logins verwendest. Da jedes Login mittels SId eindeutig identifiziert wird, müssen die SQL-Logins mittels sp_help_revlogin "übertragen" werden.

    Weitere Informationen zu Cluster findest Du hier:
    http://msdn.microsoft.com/de-de/library/hh231721.aspx

    sp_help_revlogin:
    http://support.microsoft.com/kb/918992


    Uwe Ricken

    MCITP Database Administrator 2005
    MCITP Database Administrator 2008
    MCITP Microsoft SQL Server 2008, Database Development

    db Berater GmbH
    http://www-db-berater.de

    Montag, 3. September 2012 10:32
  • Hallo Uwe,

    vielen Dank für Deine Antwort. So wie ich gelesen habe kann ich mit der Standard Version des SQL 2008R2 auch einen Cluster mit 2 Knoten aufbauen, oder habe ich die im folgenden Link angegebenen Infos falsch verstanden? http://msdn.microsoft.com/en-us/library/cc645993(SQL.105).aspx

    Viele Grüße

    Thomas

    Montag, 3. September 2012 18:37
  • Hey,

    ja du kannst meiner Meinung nach mit der Standard Edition ein Aktiv-Passiv Cluster aufbauen. Zumindest werden 2 Nodes unterstützt.

    Allerdings sind die Datenbanken dann nicht auf beiden Knoten aktiv. Im Fehlerfall wird es in der Konfig also einen kurzen (15Sek.) Verbindungsabbruch (+ggf. Programmfehler mit zwingendem Neustart, von Anwendung zu Anwendung unterschiedlich) geben, bis der passive Knoten den SQL Server hält. Bei einem Aktiv-Aktiv Cluster gäbe es keine Abbrüche, dies ist aber meine ich nur in der Enterprise möglich.

    -Merlin


    Mittwoch, 18. Februar 2015 09:49
  • Hallo Uwe,

    vielen Dank für Deine Antwort. So wie ich gelesen habe kann ich mit der Standard Version des SQL 2008R2 auch einen Cluster mit 2 Knoten aufbauen, oder habe ich die im folgenden Link angegebenen Infos falsch verstanden? http://msdn.microsoft.com/en-us/library/cc645993(SQL.105).aspx

    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo Thomas,

    das ist korrekt.

    Allerdings sollte man sich gut überlegen, ob man das wirklich will. Meiner Erfahrung nach haben Kunden mit Nicht-Enterprise-Editionen selten ein entsprechend ausgebildetes Windows-Cluster Team, um einen Cluster so einzurichten, dass er seinen eigentlichen Zweck, "Hochverfügbarkeit", auch wirklich erfüllt. Meistens sinkt nach der Einrichtung eines Cluster-Systems die Verfügbarkeit, anstelle, dass sie steigt. (Reine Mathematik: 2 Rechner haben eine größere Ausfallswahrscheinlichkeit als einer. Man muss sich also gut mit Quorum-Konzepten auskennen, um das zu vermeiden.) Dazu kommt, das einem auch der Microsoft Support nicht mehr helfen wird, da SQL Server 2008 R2 aus dem Mainstream Support ist.

    Daher die Frage: was genau möchte denn wirklich erreicht werden? Nur ein „gutes Gefühl“, weil man einen „Porsche in der Garage hat“, oder tatsächlich höhere Verfügbarkeit vieler Datenbanken inklusive Systemdatenbanken? Unter der Voraussetzung, dass auch das Storage redundant ausgelegt ist. Das ist auch ein SAN nicht per se. Dann ist eine Cluster-Schulung sicher unumgänglich.

    Eine schnellere Failoverzeit würde man übrigens mit Datenbankspiegelung erreichen. Dafür sind dann weder Windows Cluster-Skills, noch SAN-Skills notwendig, sondern reine SQL Server Administrationskenntnisse. Das wäre in der Regel meine Empfehlung. Ein Cluster zu empfehlen, da müssten dann schon konkrete Anforderungen bekannt sein, wie z.B. Sharepoint-Datenbanken.



    Andreas Wolter (Blog | Twitter)
    MCSM: Microsoft Certified Solutions Master Data Platform, MCM, MVP
    www.SarpedonQualityLab.com | www.SQL-Server-Master-Class.com

    • Als Antwort markiert Wagner Thomas Mittwoch, 18. Februar 2015 15:27
    Mittwoch, 18. Februar 2015 11:09