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Hyper-v 3 HA Cluster Nodes Anzahl RRS feed

  • Frage

  • Hi,

    ich würde gerne wissen wie viele Rechner inkl. shared storage für einen hyper-v ha cluster in der Version 3 notwendig sind. Wenn ich das richtig interpretiere dann komme ich mit 2*(hyper-v) und 2*(DC+SMB) also 4 Maschinen anstatt bisher 5-6 (2*hyper-v,1-2*dc,2*storage) in Zukunft aus. Stimmt das?

    Weiters interessiert mich die Lizenzierung. Ist Hyper-V weiterhin gratis? Dann komme ich ohne VM mit 2 Windows 8 Server Lizenzen aus, korrekt?

    Danke

    Dienstag, 27. März 2012 13:38

Antworten

  • Hallo velocet,

    Zuerst mal die aktuelle Situation: du brauchst keine 6 Maschinen für einen Hyper-V Failover Cluster. Es reicht folgenden Konfiguration:

    2x Hyper-V Host

    1x Storage (sollte aber schon redundant aufgebaut sein)

    1x DC ausserhalb des Clusters und 1x DC im Cluster

    ==> macht 4x Hardware

    Bei Windows Server "8" sieht die Situation so aus:

    2x Hyper-V Node

    1x Windows Server "8" Dateiserver (sollte aber ebenfalls redundant aufgebaut sein)

    2x DC in einer VM

    Failover Cluster ist Optional!

    ==> macht 3x Hardware

    Und deine Bemerkung mit dem hier antwortet keiner lassen wir mal einfach unter den Tisch fallen :-)


    Grüße/Regards Carsten Rachfahl | MVP Virtual Machine | MCT | MCITP | MCSA | CCA | Husband and Papa | www.hyper-v-server.de | First German Gold Virtualisation Kompetenz Partner ---- If my answer is helpful please mark it as answer or press the green arrow.


    Freitag, 30. März 2012 17:15
    Moderator
  • Ein zweiter Switch muss sein, weil du pro Host (Computing Module, CM, also Einschub) 4 Netzwerkports haben solltest um den Failovercluster zu erstellen. Der Modularserver ist "hart verdrahtet" - sprich jedes CM hat 2 Netzwerkports dabei, welche direkt auf den ersten Switch verdrahtet sind. Wenn du 2 zusätzliche LAN-Ports pro CM benötigst, dann wird eine Mezzanine Card auf dem CM gesteckt. Die Verbindung der MEzzanine Card ist ebenfalls "hart verdrahtet", nur dieses Mal auf das zweite Switchmodul.

    Siehe hier auf Seite 10 die Grafik. http://download.intel.com/support/motherboards/server/mfsys25/sb/modularserversystem_tps_1_7.pdf - Dort sieht man dass die Ports der Mezzanine Card auf dem 2. Switch verdrahtet sind.

    Zum Thema SAN-Management:

    Für einen Cluster muss beim IMS noch eine Softwarelizenz geordert werden "Intel Shared LUN". Durch die Shared LUN wird es möglich dass du einen Storagepool an mehrere CM zuweisen kannst. Eine 30Tage Testversion der Shared LUN ist bei jedem IMS dabei. Ich habe Cluster mit dem IMS sowohl mit einem als auch mit zwei Storage-Modulen. Das zweite Storage-Modul ist eigentlich immer nur wegen der Redundanz vorhanden, falls das erste SAS-Modul ausfallen sollte. Performancemäßig kann ich keinen Unterschied feststellen ob nun 1 oder 2 Controller verbaut sind.... Sind ja eh nur max. 14 HDD. Und ja, der SAS-COntroller hält MSSQL-VM aus. Auch Exchange, AD, Terminalserver usw :-)

    http://www.intel.com/content/www/us/en/server-chassis/modular-server-chassis.html

    Hier noch der Serviceguide, der verschafft dir vielleicht einen weiteren Überblick.

    http://download.intel.com/support/motherboards/server/sb/ModularServerSystem_ServiceGuide.pdf

    Mit dem Virtualization Manager hab ich keine Erfahrung.

    Nachtrag: Bei all den Vorteilen: Es ist bei dem IMS leider NICHT möglich 2 Netzwerkkarten des Hosts per LACP zu bündeln, allerdings ist ein Lastausgleich und Failover der beiden Switches per VMLB (Virtual Machine Loadbalancing) möglich.

    Samstag, 31. März 2012 06:05

Alle Antworten

  • Hi vellocet,

    Zu erst die Lizenzierung: dazu ist noch nichts bekannt (kommt immer zum Schluß).

    Ich verstehe deine Aufzählung nicht. Was bedeutet:

    2*(hyper-v) und 2*(DC+SMB)

    5-6 (2*hyper-v,1-2*dc,2*storage)

    Kannst du das einbischen mehr erläutern?


    Grüße/Regards Carsten Rachfahl | MVP Virtual Machine | MCT | MCITP | MCSA | CCA | Husband and Papa | www.hyper-v-server.de | First German Gold Virtualisation Kompetenz Partner ---- If my answer is helpful please mark it as answer or press the green arrow.

    Dienstag, 27. März 2012 21:22
    Moderator
  • Hi Carsten,

    danke für deine Antwort. Also zu erläuterung: Soweit ich das verstehe ist derzeit für ein Hyper-V HA Cluster zumindest folgende Hardware notwendig:

    2 Hyper-V Server

    1 Shared Storage also SAN oder entsprechendes NAS

    1 Domain Controller

    Wenn man das ganze ausfallsicher gestalten will, also jede Einheit redundant kommt man dann auf 6 Maschinen:

    2* Hyper-V, 2* Domain controller, 2* Shared Storage

    d.h. ich hab viel ungenutztes Equipment was verstaubt. Die Hyper-V kann man noch auslasten, aber mein zweiter Storage der viel Geld kostet langweilt sich.

    Meine Interesse ist daher möglicht wenig HW zu kaufen, also wären mir am liebsten 2 Hyper-V Server mit den zusätzlichen Rollen für Domain Controller und Shared Storage. Soweit ich das verstanden habe ist das aber leider nicht möglich. Eine Option für einen zwei Knoten Cluster mit Hyper-V die Verwendung von dem neuen Feature Replikation. Allerdings hat man dabei einen Datenverlust von 5 Minuten und der Failover erfolgt manuell da es ja eigentlich ein Continuity-Feature ist!

    Also meine Frage ist wie ich mit möglicht wenig Hardware einen ausfallsicheren Hyper-V Cluster baue.

    Danke

    Mittwoch, 28. März 2012 10:12
  • Hallo vellocet,

    evtl. ist der Intel Modular Server eine Alternative für Dich.

    Intel Modular Server

    Ich selber habe schon mehrere IMS als Hyper-V Cluster laufen, meistens kommt bei mir ein HP Microserver oder ein Supermicro 1HE Server als physikalischer DC dazu. 

    Mittwoch, 28. März 2012 20:06
  • Hallo Thomas,

    das klingt wirklich spannend. Preislich sind die Module füf SAS und Switch redundanz leider nicht gerade günstig und bei den Xeons werden noch nicht die neuen i5 unterstützt! Aber warum verwendest du da noch einen externen Rechner für den DC? Die zweite Frage ist, benötige ich da überhaupt noch Hyper-V? :)!

    Leider Antwortet mir hier sonst niemand. Da frage ich mich schon ob Hyper-V nur dort eingesetzt wird wo Geld keine Rolle spielt! Aber dann könnte man ja genauso gut zu anderen Produkten greifen .... hmmm wollte zwar auf Microsoft setzen aber vielleicht wirds doch Linux als Hypervisor ..

    cheers

    Donnerstag, 29. März 2012 18:03
  • Wenn Du einen Hyper-V Failover-Cluster baust, dann trägt sich dieser im AD ein.

    Nun folgendes: Du musst (warum auch immer) alle Knoten im Cluster neu starten, hast aber keinen physikalsischen DC... Der virtuelle DC kann noch nicht gestartet sein, da der Cluster noch nicht gestartet ist. Der Cluster kann nicht richtig starten, weil kein DC erreichbar ist... Henne Ei Problem. Ohne Cluster kein DC, ohne DC kein Cluster.

    Aus diesem Grund ist es sinnvoll einen physikalischen DC zu haben. Evtl. kann man ja ne vorhandene 2003er Lizenz weiternutzen, mit dem HP Microserver ist das wirklich ne günstige Alternative.

    Den zusätzlichen DC kann man sich bei unixoiden Hypervisoren sparen, da hast du Recht. Wir haben einige unserer Kunden jedoch von ESXi / vSphere / XenServer auf Hyper-V umgestellt. Warum: Der Support in der Community ist besser, die Lizenzen (bzw. Supportvereinbarungen) sind günstiger. Bei Microsoft kann man im Falle eines Falles immer einen Support-Call eröffnen, ohne vorher jahrelange Subscriptions abschließen zu müssen.

    Die Hardwarebasis ist bei Windows ebenfalls größer als bei den anderen. Du weisst wie man Windows-Updates installiert? Du weisst wie man unter Windows ein RAID überwacht? Servermonitorung unter Windows-Server ist bekannt? Warum die Admins schulen? Warum auf für Kunden unbekannte Technologien umsteigen?

    "Die Anderen" haben auch ihre Daseinsberechtigung, wenn man aus der Windows-Ecke kommt ist Hyper-V jedoch meistens die Software der Wahl.

    Zum Modular-Server: Du kannst da auch ein einzelnes Modul als physikalischen DC einsetzen, wenns preiswerter sein soll kann das zweite Storage Modul auch später nachgerüstet werden.

    Der zweite Switch ist allerdings beim Cluster Pflicht (beim zweiten Switch müssen die Einschübe ebenfalls mit einer Mezzanine Card bestückt werden. Eine MezCard pro Einschub). Dass der IMS nicht die aktuellsten CPUs unterstützt ist, jedenfalls für unsere Kunden, kein Problem. Laut Perfom.exe ist die CPU-Auslastung bei jedem unserer IMS das geringste Problem :-)

    Nachtrag:

    Windows Server 2008R2 Hyper-V kann 1 TB RAM verwalten, vSphere 5 in der freien Version 32 GB, in den kostenpflichtigen Versionen rechnet VMWare nach virtuell zugewiesenem RAM ab

    XenServer liegt soweit ich weiss ebenfalls bei 1 TB/Host und nimmt sich sonst zu MS nicht viel. Wobei man seinen Hyper-V Cluster mit Altaro Hyper-V Backup sehr günstig wegsichern kann, Lösungen mit dem selben Support / Preis-Leistung sind mir bei XenServer nicht bekannt.

    Donnerstag, 29. März 2012 19:55
  • Hi Thomas,

    danke für deine Erläuterungen. Das finde ich ganz spannend was du für Erfahrungen mit der Virtualisierung machst. Wie du schon richtig sagst, die CPU wird wir die meiste zeit nicht über 30% rauskommen, die e5er xeons sind halt interessant weil man weniger hardware braucht im sinne von single socket .. und da evtl. sogar auf e3 xeons zurückgreifen kann. In dem IMS ist man halt eingschränkt, tut aber nur bedingt weh.

    Das mit dem DC hab ich schon verstanden meine Frage war eher warum ein extra teil und nicht einen Einschub aber ich denke das hast du dann eh beantwortet, ist in Wirklichkeit eine Kostenentscheidung.

    Was hältst du von dem IMS virtualization Manager. Hast du den schon mal getestet?

    Was mich bei dem Virtualisierungsthema nervt ist das es mir so vorkommt als ob von größeren Herstellern auf kleine und mittlere Anwendungsfälle mit HA vergessen wird. Eigentlich gibts in dem Sektor nur Proxmox oder Linux Xen mit DRBD. Ich dachte das Microsoft mit dem Failover Storage unter SMB 2.2 in Kombination mit dem neuen HyperV das Problem erkannt hätte und ein günstiges 2 Node Failover Cluster ermöglicht, scheinbar ist das ja nicht so. Das sich gerade Intel als Hardwarehersteller mit dem IMS dieses Problems annimmt finde ich interessant und eigentlich gehört das unterstützt :)!

    Wenn ich das richtig verstehe kaufst du den IMS mit zweiten Switch (warum eigentlich? wegen der redundanz oder wegen der performance?) und 2 Einschüben für die beiden Hyper-V. Das SAN Management übernimmt der IMS evtl. mit zweitem Einschub für redundanz. Was dann noch gekauft werden muß ist entweder ein externer server oder ein dritter einschub. Korrekt? In der Konfiguration ist das sogar eine echte Alternative vorallem bei den derzeitigen Festplattenpreisen. Wie ist denn die Performance von dem Raidcontroller? Hast du die mal gemessen? Hält der auch MSSQL VMs aus?

    Danke

    Freitag, 30. März 2012 15:56
  • Hallo velocet,

    Zuerst mal die aktuelle Situation: du brauchst keine 6 Maschinen für einen Hyper-V Failover Cluster. Es reicht folgenden Konfiguration:

    2x Hyper-V Host

    1x Storage (sollte aber schon redundant aufgebaut sein)

    1x DC ausserhalb des Clusters und 1x DC im Cluster

    ==> macht 4x Hardware

    Bei Windows Server "8" sieht die Situation so aus:

    2x Hyper-V Node

    1x Windows Server "8" Dateiserver (sollte aber ebenfalls redundant aufgebaut sein)

    2x DC in einer VM

    Failover Cluster ist Optional!

    ==> macht 3x Hardware

    Und deine Bemerkung mit dem hier antwortet keiner lassen wir mal einfach unter den Tisch fallen :-)


    Grüße/Regards Carsten Rachfahl | MVP Virtual Machine | MCT | MCITP | MCSA | CCA | Husband and Papa | www.hyper-v-server.de | First German Gold Virtualisation Kompetenz Partner ---- If my answer is helpful please mark it as answer or press the green arrow.


    Freitag, 30. März 2012 17:15
    Moderator
  • Ein zweiter Switch muss sein, weil du pro Host (Computing Module, CM, also Einschub) 4 Netzwerkports haben solltest um den Failovercluster zu erstellen. Der Modularserver ist "hart verdrahtet" - sprich jedes CM hat 2 Netzwerkports dabei, welche direkt auf den ersten Switch verdrahtet sind. Wenn du 2 zusätzliche LAN-Ports pro CM benötigst, dann wird eine Mezzanine Card auf dem CM gesteckt. Die Verbindung der MEzzanine Card ist ebenfalls "hart verdrahtet", nur dieses Mal auf das zweite Switchmodul.

    Siehe hier auf Seite 10 die Grafik. http://download.intel.com/support/motherboards/server/mfsys25/sb/modularserversystem_tps_1_7.pdf - Dort sieht man dass die Ports der Mezzanine Card auf dem 2. Switch verdrahtet sind.

    Zum Thema SAN-Management:

    Für einen Cluster muss beim IMS noch eine Softwarelizenz geordert werden "Intel Shared LUN". Durch die Shared LUN wird es möglich dass du einen Storagepool an mehrere CM zuweisen kannst. Eine 30Tage Testversion der Shared LUN ist bei jedem IMS dabei. Ich habe Cluster mit dem IMS sowohl mit einem als auch mit zwei Storage-Modulen. Das zweite Storage-Modul ist eigentlich immer nur wegen der Redundanz vorhanden, falls das erste SAS-Modul ausfallen sollte. Performancemäßig kann ich keinen Unterschied feststellen ob nun 1 oder 2 Controller verbaut sind.... Sind ja eh nur max. 14 HDD. Und ja, der SAS-COntroller hält MSSQL-VM aus. Auch Exchange, AD, Terminalserver usw :-)

    http://www.intel.com/content/www/us/en/server-chassis/modular-server-chassis.html

    Hier noch der Serviceguide, der verschafft dir vielleicht einen weiteren Überblick.

    http://download.intel.com/support/motherboards/server/sb/ModularServerSystem_ServiceGuide.pdf

    Mit dem Virtualization Manager hab ich keine Erfahrung.

    Nachtrag: Bei all den Vorteilen: Es ist bei dem IMS leider NICHT möglich 2 Netzwerkkarten des Hosts per LACP zu bündeln, allerdings ist ein Lastausgleich und Failover der beiden Switches per VMLB (Virtual Machine Loadbalancing) möglich.

    Samstag, 31. März 2012 06:05
  • Hallo,

    ist die Thematik jetzt geklärt?

    Wenn ja, bitte auch die Antworten markieren, die Dir geholfen haben, so dass auch andere davon profitieren können.

    Gruss,
    Raul


    Raul Talmaciu, MICROSOFT 
    Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass im Rahmen dieses Forums, welches auf dem Community-Prinzip „IT-Pros helfen IT-Pros“ beruht, kein technischer Support geleistet werden kann oder sonst welche garantierten Maßnahmen seitens Microsoft zugesichert werden können.

    Montag, 2. April 2012 06:58