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Datensicherung auf Dokumentenebene und/oder Datenbankebene RRS feed

  • Frage

  • Hallo Forengemeinde!

    Bisher sichere ich meinen EX2010-Server mit dem entspr. ArcServe-Agenten jede Nacht sowohl auf Dokumenten- als auch auf Datenbankebene. Zusätzlich erstelle ich jeden Sonntag bei beendeten EX-Diensten mit Acronis ein Image des gesamten EX-Serv ers.

    Nun werden mir - sozusagen - die Nächte zu kurz. Die DaSi dauert unter der Woche bis mittlerweile weit in die normale Arbeitszeit hinein, und während dessen ist der Zugriif auf den EX-Server deutlich verlangsamt.

    Meine Frage daher:
    Muss bzw. sollte ich überhaupt auf Dokumenten- als auch auf Datenbankebene sichern oder reicht auch eine der beiden Methoden?

    Nach meinm bisherigen Kenntnisstand macht es Sinn, beide Verfahren in Petto zu haben. Ein einzelnes Postfach oder auch nur Inhalte daraus kann ich viel besser/einfacher aus einer Sicherung auf Dokumentenebene wiederherstellen, wohingegen bei einem Defekt an der gesamten Datenbank ich doch viel besser die DB in Gänze aus einer Sicherung auf Datenbankebene wiederherstellen kann. Oder liege ich da falsch?

    Was meint ihr dazu? Wie macht ihr das?

    Vielen Dank im Voraus!

    TJ Hooker
    Mittwoch, 29. Januar 2014 08:04

Antworten

  • Moin,

    Du stellst mal wieder die falsche Frage. Die Frage lautet nicht "wie muss ich sichern". Die Frage muss lauten "wie will ich wiederherstellen". Sicherung ist nur Mittel zum Zweck!

    Die Frage nach der gewünschten Verfügbarkeit und Wiederherstellung musst Du Dir also beantworten und danach Dein HA und DR Konzept aufbauen. Dementsprechend habe ich bei Kunden auch keine Backup-Software, sondern eine Wiederherstellung-Software im Einsatz. Und es sind schon viele rausgeflogen, weil sie zwar super einfach sichern können, aber leider nicht in der Lage sind, die gewünschten Wiederherstellungen in der notwendigen Zeit zu erreichen. Und was soll ich dann mit dieser Software?

    Exchange hat z. B. sehr gute Techniken, dass man nie Wiederherstellen muss, weil nichts verloren geht. Und wenn ich nicht Wiederherstellen muss, warum soll ich dann überhaupt sichern (dafür kann es aber andere Gründe geben, z.B. gesetzliche Anforderungen).

    Und nach ein Nachtrag: Jede gute Restore-Software sollte in der Lage sein, aus einer Datenbanksicherung einzelne Elemente auf verschiedenen Ebene wiederherzustellen.


    Gruesse aus Berlin schickt Robert - MVP Exchange Server


    • Bearbeitet Robert Wille Mittwoch, 29. Januar 2014 09:59
    • Als Antwort markiert T.J. Hooker Mittwoch, 5. Februar 2014 13:38
    Mittwoch, 29. Januar 2014 09:57
  • Hi,

    wir haben unsere DB's auf einer NetApp liegen und binden den Speicher über Mountpoints an den MXer an.

    Somit bedienen wir uns den SnapShotTechniken der NetApp.

    Ein schickes NetApp-Tool, der SnapManager for Exchange sichert die Daten in den mountpoints und kann diese - GUI-basiert - wieder herstellen. Ein weiteres schickes Tool, der Singlemailboxrecovery stellt einzelne Mails aus angebundenen Datensicherungen wieder her.

    Hört sich jetzt vielleicht kompliziert an, ist im Grunde aber ganz einfach.

    Für den Medienbruch bei der Datensicherung schreiben wir die Daten über NDMP auf eine Tape-Library, was LAN-free ist und prinzipiell ganztägig laufen kann.


    Mit freundlichem Gruss - Harald Haas - MCSE Server Infrastructure 2012; MCTS Exchange Server 2010 Configuration;

    • Als Antwort markiert T.J. Hooker Mittwoch, 5. Februar 2014 13:38
    Mittwoch, 29. Januar 2014 12:39

Alle Antworten

  • Moin,

    Du stellst mal wieder die falsche Frage. Die Frage lautet nicht "wie muss ich sichern". Die Frage muss lauten "wie will ich wiederherstellen". Sicherung ist nur Mittel zum Zweck!

    Die Frage nach der gewünschten Verfügbarkeit und Wiederherstellung musst Du Dir also beantworten und danach Dein HA und DR Konzept aufbauen. Dementsprechend habe ich bei Kunden auch keine Backup-Software, sondern eine Wiederherstellung-Software im Einsatz. Und es sind schon viele rausgeflogen, weil sie zwar super einfach sichern können, aber leider nicht in der Lage sind, die gewünschten Wiederherstellungen in der notwendigen Zeit zu erreichen. Und was soll ich dann mit dieser Software?

    Exchange hat z. B. sehr gute Techniken, dass man nie Wiederherstellen muss, weil nichts verloren geht. Und wenn ich nicht Wiederherstellen muss, warum soll ich dann überhaupt sichern (dafür kann es aber andere Gründe geben, z.B. gesetzliche Anforderungen).

    Und nach ein Nachtrag: Jede gute Restore-Software sollte in der Lage sein, aus einer Datenbanksicherung einzelne Elemente auf verschiedenen Ebene wiederherzustellen.


    Gruesse aus Berlin schickt Robert - MVP Exchange Server


    • Bearbeitet Robert Wille Mittwoch, 29. Januar 2014 09:59
    • Als Antwort markiert T.J. Hooker Mittwoch, 5. Februar 2014 13:38
    Mittwoch, 29. Januar 2014 09:57
  • Hallo Robert!

    Vielen Dank für Deine Ausführungen...  ;-)

    Ich nehme gerne weitere Erfahrungsberichte und/oder Tips entgegen!

    VG

    TJ Hooker
    Mittwoch, 29. Januar 2014 10:12
  • Hi,

    wir haben unsere DB's auf einer NetApp liegen und binden den Speicher über Mountpoints an den MXer an.

    Somit bedienen wir uns den SnapShotTechniken der NetApp.

    Ein schickes NetApp-Tool, der SnapManager for Exchange sichert die Daten in den mountpoints und kann diese - GUI-basiert - wieder herstellen. Ein weiteres schickes Tool, der Singlemailboxrecovery stellt einzelne Mails aus angebundenen Datensicherungen wieder her.

    Hört sich jetzt vielleicht kompliziert an, ist im Grunde aber ganz einfach.

    Für den Medienbruch bei der Datensicherung schreiben wir die Daten über NDMP auf eine Tape-Library, was LAN-free ist und prinzipiell ganztägig laufen kann.


    Mit freundlichem Gruss - Harald Haas - MCSE Server Infrastructure 2012; MCTS Exchange Server 2010 Configuration;

    • Als Antwort markiert T.J. Hooker Mittwoch, 5. Februar 2014 13:38
    Mittwoch, 29. Januar 2014 12:39