none
Ubuntu - Netzwerk heruntergestuft RRS feed

  • Frage

  • Bisher lief auf meiner Hardware nativ ein Ubuntu. Dabei langweilt sich die Hardware aber, so dass ich sie zu einer Workstation "umbauen" wollte und dabei die Serverdienste dann per Hyper-V mit Ubuntu im Hintergrund laufen lasse.

    Ich weiß, Ubuntu wird offiziell nicht unterstützt - seit der Aufnahme der Treiber in den Kernel sollte das aber ja auch funktionieren. Bei anderen funktioniert es wohl auch gut.

    Ich habe mir nun Windows Server 2012 besorgt, installiert, die Hyper-V-Rolle hinzugefügt, eine virtuelle Maschine eingerichtet und darin Ubuntu 12.10 installiert. Doch es gibt zwei Probleme. Erstes Problem ist, dass der virtuelle Server nicht sauber und schnell herunterfährt. Das Problem konnte ich lösen, in dem ich den Ubuntu 3.5er Kernel durch den 3.6er Mainline-Kernel ersetzt habe, seitdem funktioniert das Herunterfahren auch wieder zuverlässig.

    Was ich aber nicht lösen konnte, ist die Netzwerkperformance. Diese scheint immer noch zu niedrig zu sein, ich komme maximal auf knapp 200Mbit/s. Hyper-V Manager sagt auch immer "Heruntergestuft - Ein Upgrade der Integrationsdienste ist erforderlich". Auch mit dem Kernel 3.7 RC2 sieht es da nicht besser aus. Gibt es eine Möglichkeit, neuere Integrationsdienste in Ubuntu zu bekommen? Die Module im Kernel sind geladen (hv_*)

    Montag, 29. Oktober 2012 21:34

Alle Antworten

  • Hallo Matthias

    Danke, aber die CD hatte ich auch schon mal probiert, da sind nur RPM-Dateien für SLES und RHEL drauf. Mit RPMs kann Ubuntu aber nichts anfangen, das benötige DEBs zum installieren von Software. Der SourceCode scheint auch nicht auf der CD zu sein - sonst könnte man die Treiber selbst kompilieren.

    Montag, 5. November 2012 04:55
  • Es gibt doch 2 Typen von Netzwerkkarten, zumindest unter 2008R2 war es noch so, 2012 kenne ich noch nict gut genug.

    Die eine ist ein Typ, der die Integration benötigt und dann recht schnell ist (ist der Standart), der andere Typ ("ältere Netzwerkkarte") wird nativ unterstützt und könnte dein Problem möglicherweise beheben.

    Dirk Schneider


    Dirk Schneider

    Montag, 5. November 2012 18:49
  • Die langsame ("ältere Netzwerkkarte") bekommt leider gar keine Verbindung, scheint irgendwie also nicht richtig zu funktionieren. Außerdem ist es ja irgendwie auch blöd, statt einer heruntergestuften (=etwas langsamer gewordenen) schnellen Netzwerkkarte manuell die langsame auszuwählen ;) Statt langsam mit Potential nach oben hätte ich dann nur noch langsam ;)
    Montag, 5. November 2012 18:56
  • Das "langsam" bezieht sich dabei aber nur auf den Bus, mit dem die Karte intern arbeitet.

    Ich hatte das Problem mit einem Debian 6.0, welches mit der "normalen" Karte gar nicht wollte.
    Und eine "langsamere" Karte mit GBit ist immer noch besser als eine "schnellere", die grad mal auf 200 MBit kommt ...

    Schade, aber war immerhin einen Versuch wert.


    Dirk Schneider

    Montag, 5. November 2012 18:59
  • Hallo Matthias

    Danke für die ausführliche Info!

    Dann ist es bloß leider komisch, dass ich nur 200Mbit/s bekomme - aber wohl nicht zu ändern :( Und leider ist genau das einer der wichtigen Punkte. Ich hatte eigentlich eher gehofft, dass ich im Gegensatz zu den 800-1000Mbit/s vorher bei echten und räumlich getrennten Maschinen jetzt auf Werte über 1Gbit/s komme, wenn ich Daten zwischen zwei virtuellen Maschinen bzw. zwischen einer virtuellen Maschine und dem Host übertrage. So ist das dann wohl leine Lösung für mich.

    Habe mir jetzt nochmal andere Hypervisoren angeschaut. Xen in Form von XCP (Xen Cloud Project), VMware ESXi und Linux KVM. Die Performance von ESXi war dabei übrigens beeindruckend besonders bei der Datenträgerperformance. Hängen geblieben bin ich jetzt aber erst einmal bei Linux KVM. Ich habe nun also wieder Ubuntu (12.10) als Host installiert und Windows als Gast in einer virtuellen Maschine per KVM. Die Konfiguration ist für unerfahrenere deutlich trickreicher, aber es funktioniert und die Performance ist auch verdammt gut. Lediglich die Grafikbeschleunigung innerhalb der VM hat mich lange vor Probleme gestellt, die ich aber lösen konnte. Ich reiche jetzt eine Grafikkarte komplett an das Windows durch, ebenso einige der USB-Ports. So lässt sich dann das Windows bedienen, als wäre es als Host installiert und die Performance scheint nur sehr gering unter der nativen Installation zu liegen. Auch die Netzwerkperformance klappt hier wunderbar. Lediglich ein Neustart der virtuellen Maschine ist nicht möglich, ohne den Host ebenfalls neu zu starten, was aber kein allgemeingültiges Problem ist, sondern mit der durchgereichten Grafikkarte zusammenhängt (offiziell nicht unterstützt).

    Schade, die native Installation von Windows wäre mir fast noch einen Tick lieber gewesen, Ziel war aber ja nur ein performantes Windows mit Grafikbeschleunigung parallel zu einem Linux, wobei beide auch performant vernetzt sind. Das ist so ebenfalls erreicht :)

    Dienstag, 6. November 2012 21:06