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Status HYPER-V Gast bei Failover (Replica) RRS feed

  • Frage

  • Hi,

    da ich nichts bei MS direkt finden konnte, meine Frage ans Forum.

    Grob gesagt: Bei der Replica wird ja quasi ein Snapshot eines Gastes geschossen und dieser auf den Replica Server transferiert.

    Aktiviert man diesen auf dem Replica (z.B. via TFO) startet der Gast ja so als wäre der Gast auf dem Primary Server quasi unerwartet beendet worden. Windows fragt ja nach "Windows normal starten?" usw. und bringt auch nach Anmeldung die Mitteilung über einen unclean Shutdown.

    Nun quält mich aber die Frage nach: Was passiert mit SQL Datenbanken bzw. auch z.B. Exchange DBs in so einem Fall.

    Wie ist der Status dieser DBs - sicherlich auch unclean oder?

    Gibt es aus Erfahrung bekannte Probleme mit diesen DBs und Replica?

    Ich bin zwar am testen und prüfen, aber ob ich nun nur einen guten Schuss hatte oder ob immer alles "sauber" ist, bin ich mir nicht im klaren.

    Danke für ein Feedback von Euch.


    Danke und liebe Grüße Oliver Richter

    Donnerstag, 6. Dezember 2012 22:17

Antworten

  • Korrekt, die Deltas sind nicht konsistent. Eine Replikation alle 30 Minuten kannst du evtl. mit Veeam Backup & Replication einrichten. Grundsätzlich gilt aber: Je kleiner das Replikationsintervall, desto langsamer die VM bzw. der Dienst in der VM.

    Gruß


    MCITP Windows Server 2008 R2 Virtualization Administrator, MCITP Server & Enterprise Administrator, MCITP Exchange 2010, Blogger @ technikblog.rachfahl.de ,Blogger @ www.hyper-v-server.de & DJ

    Montag, 10. Dezember 2012 14:39
    Moderator

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  • Hi,

    die Meldung "Windows wurde nicht korrekt heruntergefahren" ist normal, da das System ja im Betrieb gesichert wurde und zur Sicherung nicht heruntergefahren wurde. Die Replica-Änderungen, die alle fünf Minuten gemacht werden, sind auf Block-Ebene, um eine konsistente Sicherung hinzubekommen muss die VSS-Sicherung innerhalb der Replikation aktiviert werden, hier ist die minimale Zeit 60 Minuten/1 Stunde. Weiterhin kann die Anzahl der Punkte gewählt werden, ich bevorzuge hier vier.

    Testen kannst du die Datenbank, wenn du dir innerhalb einer privaten Netzwerk-Umgebung die Datenbank und evtl. einen Datenbankclient wiederherstellst und so die Verbindung testest. Meine Meinung: Eine Replikation erlaubt es nicht, auf eine "vernünftige" (herkömmliche) Sicherung der Datenbanken zu verzichten. Replica erlaubt es nur, in einem Fehlerfall schneller wieder online zu kommen. Wenn die DB defekt ist, wird der Fehler auch repliziert.

    Gruß, Jan


    MCITP Windows Server 2008 R2 Virtualization Administrator, MCITP Server & Enterprise Administrator, MCITP Exchange 2010, Blogger @ technikblog.rachfahl.de ,Blogger @ www.hyper-v-server.de & DJ

    Montag, 10. Dezember 2012 10:03
    Moderator
  • Danke @Jan

    Ich versuche meinen Kern der Frage zu präzisieren.

    Egal wie und in welchen Abständen die Replica gefahren wird. Wichtig wäre ja bei z.B. SQL oder Exchange, dass die DB im Falle eines Ausfalls OK - sprich verwendbar ist.

    Es würde ja keinen Sinn ergeben, wenn ich eine Replica von vor einer Stunde habe, die DB aber defekt ist und ich trotzdem muss eine Rücksicherung von z.B. letzter Nacht wieder herstellen.

    Ganz klar dass die "letzten" Transaktionen in einer DB bei Ausfall nie 100 % vollstandig sein können (wenn die DB live/aktiv in Nutzung ist und die Replica aller 5 min. pollt). Das wäre u.U. noch prüf und reparierbar. Doch wenn man nur z.B. zu 50 % davon ausgehen kann, dass die DB OK ist, würde ich Bauchschmerzen mit der Replica an sich haben.

    Was sagt Microsoft diesen "Fällen"? Irgendwer muss doch dies schon intensiv geprüft und getestet haben und könnte eine praktische Aussage dazu treffen.

    Greift die HYPER-V Replica in die Gast internen VSS Funktionen ein und fährt die DB konsistent vor Replica Delta?


    Danke und liebe Grüße Oliver Richter



    Montag, 10. Dezember 2012 11:28
  • Ja, die Datenbank ist konsistent bei diesem Snapshot einmal pro Stunde, sonst würde der Einsatz der Replica-Technik in 99% der Fälle keinen Sinn machen, wenn dabei Daten in dem Replikat zerstört werden. Trotzdem ist diese Funktion kein Allheilmittel und sollte nicht immer und überall eingesetzt werden.

    Gruß, Jan


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    Montag, 10. Dezember 2012 13:53
    Moderator
  • Was im Umkehrschluss heißt, bei den Deltas (aller 5 min.) ist die DB nicht konsistent. Zumindest nicht zugesichert. Jetzt meine Frage, was wäre empfehlenswert zu tun, um eine konsistente DB im Abstand von 30 min. zu haben (das wäre für die meisten unserer einsatzkritischen Fälle ausreichend.). Mit HYPER-V Replica wäre das zum derzeitigen Stand nicht zu realisieren. Ich meine damit nicht Clustering sondern halt eben als quasi "Backup".


    Danke und liebe Grüße Oliver Richter

    Montag, 10. Dezember 2012 14:24
  • Korrekt, die Deltas sind nicht konsistent. Eine Replikation alle 30 Minuten kannst du evtl. mit Veeam Backup & Replication einrichten. Grundsätzlich gilt aber: Je kleiner das Replikationsintervall, desto langsamer die VM bzw. der Dienst in der VM.

    Gruß


    MCITP Windows Server 2008 R2 Virtualization Administrator, MCITP Server & Enterprise Administrator, MCITP Exchange 2010, Blogger @ technikblog.rachfahl.de ,Blogger @ www.hyper-v-server.de & DJ

    Montag, 10. Dezember 2012 14:39
    Moderator