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Exchange 2016 auf Windows Server 2016 RRS feed

  • Frage

  • Hallo Forengemeinde!

    Ich teste gerade die Migration von Exchange 2010 zu Exchange 2016.

    Test-Umgebung=Produktiv-Umgebung=wie folgt:
    2 DCs mit Windows Server 2008 R2 Standard
    1 Member-Server mit Exchange 2010 und Windows Server 2008 R2 Standard
    Die beiden DC´s werde ich erst später zu Server 2016 migrieren, jetzt ist erst mal Exchange dran

    Dazu plane ich, einen weiteren Member Server, hier allerdings mit Windows Server 2016, in die vorhandene Domäne zu integrieren, dort Exchange 2016 zu installieren und dann vom alten Exchange 2010 herüber zu migrieren.

    Ich habe mir dazu schon einige Tipps und Anleitungen im WWW angesehen, die bezogen sich allerdings meist auf eine Installation auf einem Windows Server 2012 R2.

    Bei "Franky" habe ich nun folgende Anleitung gefunden, die sich wirklich mit EX2016 auf SRV2016 beschäftigt.

    https://www.frankysweb.de/howto-installation-exchange-2016-auf-windows-server-2016

    Dazu beschäftigen mich 2 Fragen:

    "Franky" empfiehlt, die Exchange-Installation nicht mit dem Admin-Konto sondern mit einem eigens dafür erstellten Konto durchzuführen ("Windows Server 2016 setzt auf einer striktere Benutzertrennung. Es ist daher nicht ratsam den Exchange Server mit dem Benutzer „Administrator“ zu installieren (...)")
    Warum ist das so, oder anders gefragt, was passiert mir, wenn ich doch das "normale" Admin-Konto für die Installation verwende (so wie ich es bislang bei jeder anderen Software-Installation auf meinen Servern auch getan habe)?

    "Franky" empfiehlt außerdem eine Aufteilung von Installation, DB, Logs, etc. auf mehrere Laufwerke. Meine Umgebung läuft wie schon beschrieben auf einem Exchange-Server, es werden ca. 250 Postfächer betrieben und nur sehr, sehr wenige öffentl. Ordner. Bislang läuft Exchange auf einem physikalischen Server, LW C: (Raid-1) Windows und EX-Installation, LW D: (Raid-10)EX-DB und EX-Logs. So wollte ich auch den neuen EX-Server ausstatten und betreiben. Spricht etwas dagegen? 

    Danke im Voraus! 

    TJ


    • Bearbeitet T.J. Hooker Donnerstag, 13. Oktober 2016 10:06
    Donnerstag, 13. Oktober 2016 10:06

Antworten

  • Moin,

    der standardmäßige Admin (manchmal in Anlehnung an die RID auch "500er Admin" gennant) unterliegt in Windows immer besonderer Überwachung. So kann man zum Beispiel das Konto nicht sperren, egal, wieviele falsche Kennwörter man eingibt.

    Daher lautet die grundsätzliche Empfehlung immer, den Standard-Admin nicht für Arbeiten zu nutzen, sondern stattdessen einen eigenen, neuen Admin anzulegen.

    Mir ist zwar aus dem Stehgreif nicht bekannt, ob da in 2016 Änderungen passiert sind (im Gegensatz zum Konto "Gast", das tatsächlich nicht mehr funktioniert), aber die Nutzung eines anderen Admin-Kontos ist normalerweise immer der bessere Weg.

    Zur Festplattenaufteilung kann man ganz Bücher schreiben. Eine genaue Aussage ist ohne weitere Informationen (und das übersteigt ein Forum) nicht möglich. Auch Frankys Aufteilung ist nicht vollständig, da je nach Größe auch die Transport-DB und die Logs von SMTP/POP/OWA/etc. auf ein anderes Laufwerk können.

    Grundsätzlich kann man aber sagen: Technisch gibt es keinen Grund für eine Trennung DB/LOG. Der Betrieb auf der gleichen Platte ist supported und oft empfohlen. Die Exchange Installation auf ein anderes Laufwerk zu machen, ist zum Beispiel möglich, aber nicht empfohlen (allerdings muss C groß genug sein).

    Aus dem Bauchgefühl würde ich bei 250 Anwender die Aufteilung machen, die Du vorschlägst.


    Gruesse aus Berlin schickt Robert - MVP Office Servers and Services (Exchange Server)

    Donnerstag, 13. Oktober 2016 10:43

Alle Antworten

  • Moin,

    der standardmäßige Admin (manchmal in Anlehnung an die RID auch "500er Admin" gennant) unterliegt in Windows immer besonderer Überwachung. So kann man zum Beispiel das Konto nicht sperren, egal, wieviele falsche Kennwörter man eingibt.

    Daher lautet die grundsätzliche Empfehlung immer, den Standard-Admin nicht für Arbeiten zu nutzen, sondern stattdessen einen eigenen, neuen Admin anzulegen.

    Mir ist zwar aus dem Stehgreif nicht bekannt, ob da in 2016 Änderungen passiert sind (im Gegensatz zum Konto "Gast", das tatsächlich nicht mehr funktioniert), aber die Nutzung eines anderen Admin-Kontos ist normalerweise immer der bessere Weg.

    Zur Festplattenaufteilung kann man ganz Bücher schreiben. Eine genaue Aussage ist ohne weitere Informationen (und das übersteigt ein Forum) nicht möglich. Auch Frankys Aufteilung ist nicht vollständig, da je nach Größe auch die Transport-DB und die Logs von SMTP/POP/OWA/etc. auf ein anderes Laufwerk können.

    Grundsätzlich kann man aber sagen: Technisch gibt es keinen Grund für eine Trennung DB/LOG. Der Betrieb auf der gleichen Platte ist supported und oft empfohlen. Die Exchange Installation auf ein anderes Laufwerk zu machen, ist zum Beispiel möglich, aber nicht empfohlen (allerdings muss C groß genug sein).

    Aus dem Bauchgefühl würde ich bei 250 Anwender die Aufteilung machen, die Du vorschlägst.


    Gruesse aus Berlin schickt Robert - MVP Office Servers and Services (Exchange Server)

    Donnerstag, 13. Oktober 2016 10:43
  • DANKE!!
    Donnerstag, 13. Oktober 2016 11:13
  • P.S.:
    Falls noch jemand Näheres zu evtl. Änderungen im Server 2016 in Bezug auf die "striktere Benutzertrennung" hat wäre ich dankbar.
    Donnerstag, 13. Oktober 2016 11:15