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Datenschwund auf FileCluster RRS feed

  • Frage

  • Hallo zusammen,

    ich habe ein komisches Phänomen.
    Wir haben hier einen FileserverCluster auf Basis von W2k8R2SP1.
    Der Cluster ist virtuell auf Basis von VMWare. Die Nodes sind jeweils fest an einem ESX Server gebunden und können nicht verschoben werden. Die Festplatten sind mit RAW Devicemapping direkt zu den Server durchgereicht. Alles so wie es vmware im Handbuch vorshreibt.

    in Unregelmäßigen Abständen verschwinden Dateien aus verschiedenen Ordnern. Bisher kann ich kein System erkennen.
    In einem Fall kann ich ausschließen, das es ein Anwenderfehler ist, da der Anwender alleiniges Zugriffsrecht hat und sich zu diesem Zeitpunkt im Urlaub befand.

    Ich stehe vor einem kleinen Rätsel. Dateisystemchecks, Antivirus und die Logs ergeben keine Fehler.

    Hat jemand eine Idee, wie man am besten vorgeht um den Fehler zu finden? Angeblich tauchen die Probleme erst seid Inbetriebnahme des Fileclusters auf.

    Montag, 28. November 2011 10:12

Antworten

  • Der Cluster ist ein Monitoring Dienst und bietet seit Windows Server 2008 keine eigenen Fileserverfunktionen mehr. Sprich, es werden ausschließlich die Fileservices des Betriebssystems verwendet. Wenn sporadisch Dateien verschwinden kann das natürlich mehrere Gründe haben welche schwierig in Summe zu diskutieren sind.

    Ein Punkt welcher bei Kunden immer wieder zu Überraschungen führt ist die Verwendung von Offline Files (Dateien werden offline gelöscht und verschwinden bei der nächsten Sync dann auch vom Server). Ansonsten sind Virenscanner, Kollegen / Admins etc. ebenfalls alte Bekannte.


    Viele Grüße, Bernd Pfann [Microsoft] - This posting is provided "AS IS" with no warranties, and confers no rights.
    Montag, 28. November 2011 14:28
    Moderator

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  • Der Cluster ist ein Monitoring Dienst und bietet seit Windows Server 2008 keine eigenen Fileserverfunktionen mehr. Sprich, es werden ausschließlich die Fileservices des Betriebssystems verwendet. Wenn sporadisch Dateien verschwinden kann das natürlich mehrere Gründe haben welche schwierig in Summe zu diskutieren sind.

    Ein Punkt welcher bei Kunden immer wieder zu Überraschungen führt ist die Verwendung von Offline Files (Dateien werden offline gelöscht und verschwinden bei der nächsten Sync dann auch vom Server). Ansonsten sind Virenscanner, Kollegen / Admins etc. ebenfalls alte Bekannte.


    Viele Grüße, Bernd Pfann [Microsoft] - This posting is provided "AS IS" with no warranties, and confers no rights.
    Montag, 28. November 2011 14:28
    Moderator
  • Vielen Dank für den Hinweis.
    Die Offlinesynchronisierung ist bei uns nicht aktiviert.

    Unser Virenscanner hat auch nichts in Quarantäne.
    Vermutlich bleibt mir nichts anderes übrig, als zu warten bis es wieder passiert und es dann an genauer Stelle zu überprüfen.

    Ich habe derzeit keinen Ansatz, wie ich der Sache nach gehen kann.

    Mittwoch, 30. November 2011 04:11
  • Leider habe ich auch keine Lösung für dein Problem.

    Statt eines Dateiserverclusters könntest du DFS verwenden. Das hätte mehrere Vorteile:

    • Lastverteilung (beim Failover-Cluster ist immer nur ein Knoten aktiv)
    • einfachere Konfiguration als die eines Clusters
    • Wenn du einen domänenbasierten Namespace verwendest hst du viel mehr Möglichkeiten "hinter den Kulissen" etwas zu ändern, ohne dass die Benutzer etwas davon merken
    • bei Konflikten findest du die Datei, die "verloren" hat, im Ordner ConflictedAndDeleted
    • durch mehrere Namespaceserver erhältst du auch eine Fehlertoleranz bezüglich der DFS-Logik
    • durch DFS-R wird bei der Synchronisation der Freigaben Bandbreite gespart
    • du hättest die Daten wirklich mehrfach im Netz vorhanden und nicht nur einmal, wie im Cluster (höhere Sicherheit)

    Nachteile wären:

    • Jeder Server kann nur bis zu 256 Replikationsgruppen angehören.
    • Jede Replikationsgruppe kann nur bis zu 256 replizierte Ordner enthalten.
    • Jeder Server kann nur  bis zu 256 Verbindungen (z. B. 128 eingehende Verbindungen und 128 ausgehende Verbindungen) verfügen.
    • Auf jedem Server muss die Anzahl der Replikationsgruppen, multipliziert mit der Anzahl der replizierten Ordner multipliziert mit der Anzahl gleichzeitig aktiver Verbindungen 1.024 oder weniger sein.
    • Eine Replikationsgruppe kann nur bis zu 256 Mitglieder enthalten.
    • Ein Volume kann nur bis zu 8 Millionen replizierte Dateien enthalten, und ein Server kann nur bis zu 1 TB der replizierten Dateien enthalten.
    • Die maximale Dateigröße beträgt 64 GB.
    • DFS-R kann mit dem FRS nicht kommunizieren.

    Vermutlich sind die meisten Einschränkungen für dich nicht relevant.

    Eine weitere Möglichkeit wäre Volumenschattenkopien zu verwenden. Das verhindert zwar nicht den Datenschwund, gibt dir und den Benutzern aber die Möglichkeit der einfachen Wiederherstellung.

    Montag, 12. Dezember 2011 17:32
  • Danke, mslux, für Deinen Tip.

    DFS ist bei uns bereits im Einsatz. Allerdings setzen wir keine Replikaiton ein, da unsere Daten eh schon doppelt und dreifach gespiegelt sind.
    DFS-R hatten wir mal im Einsatz. Damit gab es mehr Probleme, als es lösen sollte.
    DFS-R ist ja auch eigentlich für Standortübergreifende Datenhaltung gedacht. Für die Standortinterne Bereitstellung sollen, so schreibt es Microsoft jedenfalls, die Clusterservices genutzt werden.

    Leider können wir das Problem auch nicht reproduzieren. Somit muss ich warten, bis so ein Phänomen wieder auftritt.

    Montag, 12. Dezember 2011 21:30