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Hyper-V, sehr schlechte Leseraten bei Kopiervorgängen

    Frage

  • Hallo zusammen,

    Wir betreiben ein Hyper-V Failover-Cluster mit drei Knoten:

    • 2x Dell R715 (AMD Opteron 6386 SE, Windows Server 2012 R2 Datacenter)
    • 1x Dell R7425 (AMD EPYC 7351, Windows Server 2016 Datacenter)

    Die Storage-Anbindung erfolgt via FC (Multipath) auf ein Dell Compellent System. Alle vhdx-Dateien liegen auf LUNs in Cluster Shared Volumes. Die Netzwerk-Anbindung erfolgt via 1 GBit-NICs (2 Karten mit NIC-Teaming pro VLAN).

    Auf unseren Dateiservern beobachten wir leider schlechte Performance bei Leseraten (also Kopiervorgängen vom Server auf Clients), wenn die betroffene Festplatte von der gelesen wird als vhdx-Datei als zweite bzw. zusätzliche Festplatte für die VM konfiguriert ist. Die Situation ist auf allen drei Hosts zu beobachten. Schreibvorgänge erzielen meist gute Werte von 110+ mb/s über das Netzwerk. Lesevorgänge variieren im schlimmsten Fall von unter 1 mb/s bis zu seltenen max. 50 mb/s, wobei wir leider zu häufig am unteren Ende nagen (200 kbit/s).

    Kopiert man direkt aus dem Ordner ClusterStorage von der LUN, auf der eine betroffene vhdx-Datei liegt, treten keine Performance-Probleme auf. Ebenso ohne Probleme laufen vhdx-Dateien, die als erste Festplatte einer VM zugewiesen sind.

    Folgende Maßnahmen haben wir bereits getroffen:

    • Dell Case (Ergebnis: Hardware ok)
    • Firmware und Softwarestände aktualisiert
    • Windows Updates stets aktuell
    • Windows Server Versionen gewechselt
    • Linux VMs verhalten sich identisch
    • Verschiedene Treiberversionen getestet
    • MPIO-Pfade getestet
    • LWL-Kontakte gesäubert
    • Dienst VMQ (Virtual Machine Queues) ein- und ausgeschaltet
    • fixed und dynamic sized vhdx-Dateien getestet
    • Clustergrößen für NTFS verändert
    • NIC-Teaming ein- und ausgeschaltet
    • Generation 1 und 2 VMs getestet
    • IDE- und SCSI-Controller verhalten sich identisch

    Bindet man eine LUN direkt als Passthrough-Disk an eine VM, treten die Performance-Probleme nicht auf. Da es mit Passthrough-Disks aber andere unschöne Probleme im Bereich der Live-Migration gibt, können wir diese Variante aktuell nicht produktiv umsetzen.

    Habt ihr noch weitere Ideen, die wir verfolgen können?

    Mittwoch, 31. Oktober 2018 11:15

Alle Antworten

  • Moin,

    konntet ihr auch Performance-Unterschiede direkt innerhalb der VM feststellen? Also quasi dass das Kopieren einer großen Datei von D: auf D: oder von D: auf E: langsamer geht als von C: auf C:?

    Wie sieht es aus beim Kopieren zwischen zwei VMs?

    Wie ist die Schreibcache-Richtlinie in den VMs gesetzt?

    Wie verhalten sich die typischen PerfMon-Indikatoren in der VM bei schnellem und langsamem Kopieren? Schlägt irgendwas aus? Ich würde mir dabei sowohl den Bereich Storage als auch Networking anschauen.

    Im Zweifel würde ich, nach der Menge an Diagnosedaten, die Du schon gesammelt hast, einen Support Call bei MSFT aufmachen. Oder ein Trial von https://www.quest.com/products/foglight-for-virtualization-enterprise-edition/ oder https://www.veeam.com/de/virtualization-management-one-solution.html installieren und schauen, ob da was sinnvolles aufpoppt...


    Evgenij Smirnov

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    In theory, there is no difference between theory and practice. In practice, there is.

    Mittwoch, 31. Oktober 2018 11:34