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Datenverkehr von VM sehr langsam RRS feed

  • Frage

  • Hallo zusammen,

    ich habe ein Problem bei einem Kunden der Hyper V unter Server 2012 im Einsatz hat. Der Kunde hat einen Hyper-V Cluster aus zwei Server 2012 Servern im Einsatz. Auf diesem laufen diverse VM's. Leider ist der Netzwerkdurchsatz (scheint wohl jetzt erst aufgefallen zu sein) nicht grade berauschend. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

    Sobald man versucht, Daten von einer VM zu lesen, ist der Durchsatz langsam (ca. 18MB/s). Wenn ich also von einer Hardware Maschine per Explorer oder diversen Test-Tools Daten von einer VM (Server 2003 bis 2008 R2) ziehen möchte, bekomme ich die genannte Datenrate. Wenn ich aber den Test von der VM aus starte und Daten an die Hardware Maschine sende, was ja eigentlich die gleiche Strecke ist nur der Initiator ist ein anderer, bekomme ich ca. 60-70 MB/s. Ich habe bereits die ganzen Offloads und Autotuninglevel und dergleichen deaktiviert. Auch die Virtual Machine Queue habe ich auf den Netzwerkkarten deaktiviert. Alle Änderungen habe ich sowohl auf den Hyper V Hosts, als auch auf den VMs durchgeführt. Leider brachte nichts davon eine Änderung. 

    Hat vielleicht jemand schon mal das gleiche Problem gehabt? Gibt es noch Dinge die ich testen bzw. anpassen kann?

    Schon mal vielen Dank im Voraus.

    Freitag, 12. Juni 2015 13:51

Antworten

  • Hallo,

    mmh, also ein paar zusätzliche Angaben wären schon nötig:

    - Cluster Shared Volumes = CSV Block Cache aktiv?
    - Wo liegen die VM´s, welcher SAN Vendor
    - Welche Anbindung hat das SAN (Ich lese Initiator = iSCSI?)
    - Wenn ja = NICs 1 GB oder doch 10.
    - Teaming (ja/nein)
    - wenn iSCSI = MPIO aktiv

    usw. usw.


    Besten Gruss Marcel (http://www.windowspro.de/marcel-kueppers)


    Freitag, 12. Juni 2015 14:43
  • Noch eine hinter her. Nutzt du converged network und wenn ja welche Bandbreiten Gewichtung hast du konfiguriert. 
    Freitag, 12. Juni 2015 15:33
  • Moin,

    beschreibe die Umgebung bitte etwas genauer.

    • Was für Hardware wird eingesetzt (Server, NICs, Storage, Switches)?
    • iSCSI: Ist das DSM installiert? Ist MPIO nach Herstellervorgabe konfiguriert?
    • Wie sind die VMs konfiguriert (RAM, CPU, vhdx (dyn oder fixed))
    • Gibt es QoS Policies oder andere relevante Informationen
    • Gibt es relevante Ereignisse in den Eventlogs?
    • Ist auf den Hosts oder in den VMs Anti Malware installiert? Bei Ja: Sind auf dem Host die entsprechenden Ausnahmen gesetzt?
    • usw.

    Offloadfunktionen zu deaktivieren ist selten ratsam. Einzig bei VMQ kann es bei bestimmten Herstellern ratsam sein.

    Besser ist es zunächst nach Firmwareupdates zu suchen. Offload entlastet die Host CPU und ist i.d.R. keine Performancebremse.


    This posting is provided AS IS with no warranties.

    Samstag, 13. Juni 2015 06:05
  • Hallo SebGri

    Mit "Explorer oder diversen Test-Tools Daten" überprüfen Sie die Geschwindigkeit der Netzwerk und die Datenträger darauf die VMs liegen.
    Um nur den Netzwerk zu überprüfen sollten Sie das Tool IPerf zu benutzen.
    Um die Datenträger zu überprüfen gibt das Copy Größer Dateien zwischen Lokale und SAN Datenträger eine erste Idee.
    Natürlich gibt es auch anderen Möglichkeiten wie Anwendungen auf den VMs die Filter Drivers benutzen ( zum Beispiel Antiviren und einige Sicherheit ).

    Viele Grüße

    Nathan

    Montag, 15. Juni 2015 08:30

Alle Antworten

  • Hallo,

    mmh, also ein paar zusätzliche Angaben wären schon nötig:

    - Cluster Shared Volumes = CSV Block Cache aktiv?
    - Wo liegen die VM´s, welcher SAN Vendor
    - Welche Anbindung hat das SAN (Ich lese Initiator = iSCSI?)
    - Wenn ja = NICs 1 GB oder doch 10.
    - Teaming (ja/nein)
    - wenn iSCSI = MPIO aktiv

    usw. usw.


    Besten Gruss Marcel (http://www.windowspro.de/marcel-kueppers)


    Freitag, 12. Juni 2015 14:43
  • Noch eine hinter her. Nutzt du converged network und wenn ja welche Bandbreiten Gewichtung hast du konfiguriert. 
    Freitag, 12. Juni 2015 15:33
  • Moin,

    beschreibe die Umgebung bitte etwas genauer.

    • Was für Hardware wird eingesetzt (Server, NICs, Storage, Switches)?
    • iSCSI: Ist das DSM installiert? Ist MPIO nach Herstellervorgabe konfiguriert?
    • Wie sind die VMs konfiguriert (RAM, CPU, vhdx (dyn oder fixed))
    • Gibt es QoS Policies oder andere relevante Informationen
    • Gibt es relevante Ereignisse in den Eventlogs?
    • Ist auf den Hosts oder in den VMs Anti Malware installiert? Bei Ja: Sind auf dem Host die entsprechenden Ausnahmen gesetzt?
    • usw.

    Offloadfunktionen zu deaktivieren ist selten ratsam. Einzig bei VMQ kann es bei bestimmten Herstellern ratsam sein.

    Besser ist es zunächst nach Firmwareupdates zu suchen. Offload entlastet die Host CPU und ist i.d.R. keine Performancebremse.


    This posting is provided AS IS with no warranties.

    Samstag, 13. Juni 2015 06:05
  • Hallo SebGri

    Mit "Explorer oder diversen Test-Tools Daten" überprüfen Sie die Geschwindigkeit der Netzwerk und die Datenträger darauf die VMs liegen.
    Um nur den Netzwerk zu überprüfen sollten Sie das Tool IPerf zu benutzen.
    Um die Datenträger zu überprüfen gibt das Copy Größer Dateien zwischen Lokale und SAN Datenträger eine erste Idee.
    Natürlich gibt es auch anderen Möglichkeiten wie Anwendungen auf den VMs die Filter Drivers benutzen ( zum Beispiel Antiviren und einige Sicherheit ).

    Viele Grüße

    Nathan

    Montag, 15. Juni 2015 08:30
  • Hallo,

    leider habe ich es nicht früher geschafft mich zu melden.

    Also hier noch die benötigten Infos:

    • Der CSV Cache ist aktiv, genaue größe weiß ich leider nicht auf Anhieb, ich glaube 8GB
    • Die VMs liegen auf einem per ISCSI verbundenen Volume welches auf einem HP Lefthand P4000 Cluster liegt, bestehend aus 2 Knoten. Jeder Knoten hat 12 SAS Platten a 600 GB die in 2 RAID 5 Sets unterteilt sind.
    • Anbindung wie grade beschrieben über ISCSI (wobei ich mit dem Inititator in dem Zusammenhang nicht den ISCSI-Initiator meinte, sondern eher den "ausführenden Server")
    • Kommunikation der SAN System läuft über ein 2x1Gbit Team, Kommunikation der VM's läuft ebenfalls über 2x1Gbit Team. Menge der VM's ca. 15, verteilt auf 2 Host-Server. Ich habe aber auch das Team schon mal aufgelöst und einen einzelnen Adapter zugewiesen. Es gab aber keine Änderung der Geschwindigkeit. Wenn ich die Adapter überwache, sind die aber auch alles andere als ausgelastet.
    • Teaming wie oben beschrieben
    • MPIO ist aktiv, HP DSM Treiber sind installiert und nach Herstellervorgaben konfiguriert

    Es wird kein Converged Network genutzt. Die Adapter für den virtuellen Switch werden rein für den VM-Traffic genutzt. 

    Antivirus ist bereits deaktiviert und auch deinstalliert worden. Es waren keine Änderungen festzustellen. Wenn ich z.B. Daten direkt vom CSV beziehe, also einfach ein Template oder so kopiere, dann läuft das auch einwandfrei. Ich weiß echt nicht mehr woran das liegen kann. Es scheint, als würde der Hyper-V Adapter irgendwie drosseln bzw. bremsen. 

    Achja, Firmware und OS sind aktuell.

    Mittwoch, 24. Juni 2015 09:31
  • Was haben Sie mit IPerf ?

    https://iperf.fr/

    Mittwoch, 24. Juni 2015 13:12
  • Mich interessiert auch einfach mal, was die VMs so leisten. Mach doch mal nen ATTO Benchmark in der VM.

    Adhoc zum CSV Cache: 8 GB (wenn wirklich so konfiguriert) ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll. Empfohlen sind 512 MB im Hyper-V Umfeld.

    Nochwas: Die Vendoren der NICs (Intel, Broadcom,...)?? UND ist VMQ weiter deaktiviert?

    Besten Gruss Marcel (http://www.windowspro.de/marcel-kueppers)


    Mittwoch, 24. Juni 2015 13:53
  • Schau auch mal, wenn ein grosser Copystream stattfindet, ob die iSCSI Adapter gleichmässig ausgelastet sind zum Storage.

    Besten Gruss Marcel (http://www.windowspro.de/marcel-kueppers)


    Mittwoch, 24. Juni 2015 15:24