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Was macht "netsh interface tcp set global autotuning=disabled"? RRS feed

  • Frage

  • Hi!

    Wir haben am Wochenende eine Reihe von neuen Rechner an eine Domäne mit Windows Server 2003 gebracht. Dabei gab es unvorhergesehen Schwierigkeiten bei den Windows 7 Clients, die neu hinzu kamen: Es dauerte ewig (15 - 20 Minuten) sich an oder abzumelden, sie konnten per NetBIOS nicht den Namen der Domäne auflösen. Neue Benutzer konnten sich nicht anmelden. Oft ging es gar nicht. Per UNC waren Freigaben nicht zu erreichen, währen ein Ping zum betreffenden Server-Share keine Probleme zeigte. Server konnten nicht per NetBIOS-Name angesprochen werden, aber über die IP.
    Die Win XP Clients hatten überhaupt keine Probleme.

    Als wir schon etwas verzweifelt waren, da wir bis tief in die Nacht gefühlte 1000 Mal Kerberos, DNS, WINS und AD überprüft hatten, habe ich das Phänomen so in Google eingegeben und es kam zuoberst der Tipp auf, man solle mit "netsh interface tcp set global autotuning=disabled" in der Komandozeile das Autotuning in Windows 7 abschalten. Gesagt - getan. Gleich danach gab es keinerlei Schwierigkeiten, die Clients meldeten sich binnen Sekunden ab und an.

    Dieser Schalter war mir völlig neu.

    Nun interessiert mich, ...

    1. Was macht dieser Schalter (für uns ein 'Kill Switch")?

    2. Ist es in Ordnung, diesen Befehl als Startup-Script für Windows 7 Clients per GPO zuzuweisen oder sind Nebeneffekte zu erwarten?

    3. Warum kommt es zu so massiven Problemen, wenn das Autotuning eingeschaltet ist? Oder die Umkehrfrage: Warum ist es nicht generell abgeschaltet?

    Gruß,
    Holger


    Montag, 22. Juli 2013 06:13

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