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Windows Server Sicherung, Exchange 2010, Grundsätzliches RRS feed

  • Frage

  • Hallo miteinander,

     

    ich habe eine grundsätzliche Frage zum Backup von Exchange 2010 mit der integrierten Windows Server Sicherung von 2008 R2.

    Ich verwende momentan 3 USB Festplatten, um die aktiven Exchange 2010 Datenbanken auf meinem Exchange Server zu sichern. Die Festplatten wechsle ich täglich durch.

    Eingestellt bei den Leistungseinstellungen habe ich "schnelle Sicherungsleistung", also inkrementell.

     

    Nun bin ich mir nicht ganz sicher ob das auch wirklich so korrekt funktioniert. Das Backup über VSS verwirrt mich etwas. Ich dachte bisher immer, inkrementell würde bedeuten, dass nur die geänderten Daten seit dem letzten Voll- oder Inkrementellen Backup gesichert würden. Differentiell, was Windows Server Backup wohl nicht kann, sichert alle Daten seit der letzten Vollsicherung.

    Wie verhält sich das nun? Wenn ich z.B. Montags eine Platte anschließe und er alles VOLL drauf sichert. Am nächsten Tag lasse ich die gleiche drann, dann sichert er nur einige 100 MB. Tags darauf schließe ich z.B. eine weitere Platte an, die von der Vorwoche ein Vollbackup enthält.

    Werden dann die geänderten Daten zum Vollbackup der Vorwoche gesichert, oder nur die geänderten Daten zum Vollbackup von Montag, oder nur die geänderten Daten zum inkrementellen Backup vom Dienstag?


    Ich hoffe ich stell mich nicht zu dumm.

    Danke im Voraus!

    Flo

    Freitag, 22. Juli 2011 11:07

Antworten

  • Jedes Sicherungsmedium ist ein eigenständiger Sicherungssatz. Das bedeutet wenn du das erste mal eine neue USB-Platte anschliesst und zu den Sicherungsmedien hinzufügst wird eine Vollsicherung aller Daten darauf ausgeführt. Windows Server Backup arbeitet auf Basis von VHDs. Wenn du "Schnelle Sicherungsleistung" ausgewählt hast dann zeichnet VSS während des Betriebs deines Servers alle änderungen auf den Laufwerken auf. Bei der nächsten Sicherung werden dann alle geänderten Daten auf dein Sicherungslaufwerk übertragen. Dies ist im Verhältnis zum Stand auf dem jeweiligen Sicherungslaufwerk. Du kannst also den vollen Server von jeder einzelnen dieser Sicherungslaufwerke wiederherstellen, allerdings natürlich nur immer zu dem Stand an den Tagen an denen dieses Laufwerk angeschlossen war. Willst du einen anderen Tag wiederherstellen verlangt WSB nach dem entsprechenden Sicherungsmedium.

    Windows Server Backup macht übrigens IMMER eine inkrementelle Sicherung es gibt keine Einstellung für "Immer Vollsicherung" oder "Differenzielle Sicherung". Dies läuft so ab:

    1. Auf jedem Sicherungsmedium hat sich zumindest eine Vollsicherung zu befinden, ist diese nicht vorhanden wird eine erstellt.

    2. Ist bereits eine Vollsicherung vorhanden werden die seither geänderten Daten in Form einer Differencing-VHD hinzugefügt.

    3. Nach ein paar Sicherungszyklen (ich müsste jetzt nachsehen wieviele, ich glaube aber alle 30 oder so) wird auf jeden Fall eine neue Vollsicherung erstellt um sicherzustellen dass die Sicherungsdaten vollständig in Ordnung sind.

    4. Ist auf dem Sicherungsmedium zu wenig Platz für die geplante Voll- oder Inkrement-Sicherung wird vor der eigentlichen Sicherung aufgeräumt. Die älteste Sicherung wird zuerst entfernt (ausgenommen der Basis-Vollsicherung auf dem Laufwerk natürlich).

    Du denkst dir jetzt sicher was denn dann der Unterschied zwischen "Normale Sicherungsleistung" und "Schneller Sicherungsleistung" ist?

    Bei normaler Sicherungsleistung führt VSS nicht Buch über die Änderungen am Server. Bei jeder Sicherung werden dann ALLE Daten übertragen, allerdings werden trotzdem nur die geänderten Daten wirklich geschrieben. Auch hier ist es also eine inkrementelle Sicherung auf dem Sicherungsmedium. Um aber festzustellen welche Daten sich geändert haben muss die Sicherung hierbei alle Daten auf dem Server "durchgehen". Die Sicherung dauert also jedesmal gleich lang und hängt davon ab wieviele Daten du auf dem Server hast. Der Vorteil hierbei ist allerdings dass dein Server ausserhalb der Sicherungszeit seine volle Leistung nutzen kann.

    Bei schneller Sicherungsleistung führt VSS ständig Buch darüber was sich auf deinem Server ändert. Bei der nächsten Sicherung werden dann nur die geänderten Daten übertragen. Das Ergebnis auf dem eigentlichen Sicherungslaufwerk ist dasselbe wie bei der normalen Sicherungsleistung, allerdings braucht die Sicherung viel weniger Zeit da WSB ja bereits weiss was sich geändert hat und nur diese Daten durchgehen muss. Der Nachteil hierbei ist allerdings dass dieses "Buchführen über Änderungen" die Leistung deines Servers beeinträchtigt.

    Du hast also die Wahl zwischen "Sicherung dauert länger -> Server bleibt unbeeinflusst" und "Sicherung dauert kürzer -> Server verliert Leistung". Das Ergebnis auf den eigentlichen Sicherungsmedien ist in beiden Fällen genau gleich.

    Eventuell für dich ebenfalls interessant: WSB ist eine sehr gute Sicherungsmethode da sie konsistende Daten von allen wichtigen Server-Programmen liefert (ADDS, SQL, Exchange, Sharepoint...) und das live im Betrieb ohne Dienste runterfahren zu müssen. Auch kannst du jede Art von Wiederherstellung damit vornehmen (einzelne Dateien und Ordner, den gesamen Systemstatus oder sogar Desaster-Recovery auf einem komplett neuen oder anderen Server nur mithilfe der Windows Server DVD). Auch sehr praktisch ist dass sich auf den Sicherungsmedien VHDs befinden. Diese kannst du auf vielen aktuellen Platformen direkt öffnen. Zum Beispiel kannst du sie mit Windows 7 oder Windows Server 2008 R2 einfach "mounten" und direkt wie ein Laufwerk behandeln und durchsuchen. Mit 7-Zip kannst du sie wie ein Archiv öffnen, und viele Virtualisierungslösungen können auch VHDs einbinden (Versuche aber nicht davon zu booten!).

    Dann sei noch erwähnt dass es eine andere wichtige Einstellung bei WSB gibt als nur die Sicherungsleistung: Die Art des VSS-Backups. Du kannst wählen zwischen VSS-Vollsicherung und VSS-Kopiesicherung. Wenn du ausschließlich WSB zum Sichern verwendest wähle auf jeden Fall die Vollsicherung. Diese meldet den entsprechenden Anwendungen nach der Sicherung dass sie gesichert wurden und veranlasst bei vielen Datenbanken ein "aufräumen der Log-Files". Solltest du aber zustätzlich zu WSB noch andere Sicherungssoftware verwenden wähle die VSS-Kopiesicherung. Diese sichert das System und läßt alles unangetastet. Das heisst mit der Kopiesicherung sieht auf dem Server nach der Sicherung alles genauso aus wie vorher. Dies ist wichtig für weitere Sicherungsprogramme da diese sonst nicht erkennen können was sie sichern sollen.

    Falls du noch eine Empfehlung willst: verwende entweder 5 USB-Platten und wechsle täglich, oder verwende 4 und wechsle wöchentlich. Stelle die Sicherung auf "Schnelle Sicherungsleistung" und "VSS-Vollsicherung". Solltest du wirklich Performance-Probleme am Server haben kannst du immer noch auf "Normale Sicherungsleistung" umstellen. Ausserdem empfehle ich dir, falls du mehr als nur den einen Server sichern willst, zum großen Bruder von WSB zu greifen: System Center Data Protection Manager. Mit diesem kannst du problemlos mehrere Server und sogar deine Clients sichern, erhältst zentrales Reporting, E-Mail Benachrichtigungen und vieles mehr. Falls es sich aber natürlich nur um einen Server handelt den du sichern willst, oder dir die manuelle Überwachung der Sicherungen kein Problem bereitet hast du mit WSB eine sehr gute, moderne Sicherungslösung die (fast) alles abdeckt was man in einer Microsoft-Umgebung benötigt.

    Freitag, 22. Juli 2011 19:46

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  • Jedes Sicherungsmedium ist ein eigenständiger Sicherungssatz. Das bedeutet wenn du das erste mal eine neue USB-Platte anschliesst und zu den Sicherungsmedien hinzufügst wird eine Vollsicherung aller Daten darauf ausgeführt. Windows Server Backup arbeitet auf Basis von VHDs. Wenn du "Schnelle Sicherungsleistung" ausgewählt hast dann zeichnet VSS während des Betriebs deines Servers alle änderungen auf den Laufwerken auf. Bei der nächsten Sicherung werden dann alle geänderten Daten auf dein Sicherungslaufwerk übertragen. Dies ist im Verhältnis zum Stand auf dem jeweiligen Sicherungslaufwerk. Du kannst also den vollen Server von jeder einzelnen dieser Sicherungslaufwerke wiederherstellen, allerdings natürlich nur immer zu dem Stand an den Tagen an denen dieses Laufwerk angeschlossen war. Willst du einen anderen Tag wiederherstellen verlangt WSB nach dem entsprechenden Sicherungsmedium.

    Windows Server Backup macht übrigens IMMER eine inkrementelle Sicherung es gibt keine Einstellung für "Immer Vollsicherung" oder "Differenzielle Sicherung". Dies läuft so ab:

    1. Auf jedem Sicherungsmedium hat sich zumindest eine Vollsicherung zu befinden, ist diese nicht vorhanden wird eine erstellt.

    2. Ist bereits eine Vollsicherung vorhanden werden die seither geänderten Daten in Form einer Differencing-VHD hinzugefügt.

    3. Nach ein paar Sicherungszyklen (ich müsste jetzt nachsehen wieviele, ich glaube aber alle 30 oder so) wird auf jeden Fall eine neue Vollsicherung erstellt um sicherzustellen dass die Sicherungsdaten vollständig in Ordnung sind.

    4. Ist auf dem Sicherungsmedium zu wenig Platz für die geplante Voll- oder Inkrement-Sicherung wird vor der eigentlichen Sicherung aufgeräumt. Die älteste Sicherung wird zuerst entfernt (ausgenommen der Basis-Vollsicherung auf dem Laufwerk natürlich).

    Du denkst dir jetzt sicher was denn dann der Unterschied zwischen "Normale Sicherungsleistung" und "Schneller Sicherungsleistung" ist?

    Bei normaler Sicherungsleistung führt VSS nicht Buch über die Änderungen am Server. Bei jeder Sicherung werden dann ALLE Daten übertragen, allerdings werden trotzdem nur die geänderten Daten wirklich geschrieben. Auch hier ist es also eine inkrementelle Sicherung auf dem Sicherungsmedium. Um aber festzustellen welche Daten sich geändert haben muss die Sicherung hierbei alle Daten auf dem Server "durchgehen". Die Sicherung dauert also jedesmal gleich lang und hängt davon ab wieviele Daten du auf dem Server hast. Der Vorteil hierbei ist allerdings dass dein Server ausserhalb der Sicherungszeit seine volle Leistung nutzen kann.

    Bei schneller Sicherungsleistung führt VSS ständig Buch darüber was sich auf deinem Server ändert. Bei der nächsten Sicherung werden dann nur die geänderten Daten übertragen. Das Ergebnis auf dem eigentlichen Sicherungslaufwerk ist dasselbe wie bei der normalen Sicherungsleistung, allerdings braucht die Sicherung viel weniger Zeit da WSB ja bereits weiss was sich geändert hat und nur diese Daten durchgehen muss. Der Nachteil hierbei ist allerdings dass dieses "Buchführen über Änderungen" die Leistung deines Servers beeinträchtigt.

    Du hast also die Wahl zwischen "Sicherung dauert länger -> Server bleibt unbeeinflusst" und "Sicherung dauert kürzer -> Server verliert Leistung". Das Ergebnis auf den eigentlichen Sicherungsmedien ist in beiden Fällen genau gleich.

    Eventuell für dich ebenfalls interessant: WSB ist eine sehr gute Sicherungsmethode da sie konsistende Daten von allen wichtigen Server-Programmen liefert (ADDS, SQL, Exchange, Sharepoint...) und das live im Betrieb ohne Dienste runterfahren zu müssen. Auch kannst du jede Art von Wiederherstellung damit vornehmen (einzelne Dateien und Ordner, den gesamen Systemstatus oder sogar Desaster-Recovery auf einem komplett neuen oder anderen Server nur mithilfe der Windows Server DVD). Auch sehr praktisch ist dass sich auf den Sicherungsmedien VHDs befinden. Diese kannst du auf vielen aktuellen Platformen direkt öffnen. Zum Beispiel kannst du sie mit Windows 7 oder Windows Server 2008 R2 einfach "mounten" und direkt wie ein Laufwerk behandeln und durchsuchen. Mit 7-Zip kannst du sie wie ein Archiv öffnen, und viele Virtualisierungslösungen können auch VHDs einbinden (Versuche aber nicht davon zu booten!).

    Dann sei noch erwähnt dass es eine andere wichtige Einstellung bei WSB gibt als nur die Sicherungsleistung: Die Art des VSS-Backups. Du kannst wählen zwischen VSS-Vollsicherung und VSS-Kopiesicherung. Wenn du ausschließlich WSB zum Sichern verwendest wähle auf jeden Fall die Vollsicherung. Diese meldet den entsprechenden Anwendungen nach der Sicherung dass sie gesichert wurden und veranlasst bei vielen Datenbanken ein "aufräumen der Log-Files". Solltest du aber zustätzlich zu WSB noch andere Sicherungssoftware verwenden wähle die VSS-Kopiesicherung. Diese sichert das System und läßt alles unangetastet. Das heisst mit der Kopiesicherung sieht auf dem Server nach der Sicherung alles genauso aus wie vorher. Dies ist wichtig für weitere Sicherungsprogramme da diese sonst nicht erkennen können was sie sichern sollen.

    Falls du noch eine Empfehlung willst: verwende entweder 5 USB-Platten und wechsle täglich, oder verwende 4 und wechsle wöchentlich. Stelle die Sicherung auf "Schnelle Sicherungsleistung" und "VSS-Vollsicherung". Solltest du wirklich Performance-Probleme am Server haben kannst du immer noch auf "Normale Sicherungsleistung" umstellen. Ausserdem empfehle ich dir, falls du mehr als nur den einen Server sichern willst, zum großen Bruder von WSB zu greifen: System Center Data Protection Manager. Mit diesem kannst du problemlos mehrere Server und sogar deine Clients sichern, erhältst zentrales Reporting, E-Mail Benachrichtigungen und vieles mehr. Falls es sich aber natürlich nur um einen Server handelt den du sichern willst, oder dir die manuelle Überwachung der Sicherungen kein Problem bereitet hast du mit WSB eine sehr gute, moderne Sicherungslösung die (fast) alles abdeckt was man in einer Microsoft-Umgebung benötigt.

    Freitag, 22. Juli 2011 19:46
  • Hallo David,

    danke für Deine umfassende Antwort, die beantwortet mir alle Fragen und bestätigt auch meine Vermutung. Anhand der größer der gesicherten Daten habe ich mir schon gedacht, dass er jeweils die Veränderungen auf Basis seines jeweiligen Vollstandes auf der Sicherungsplatte hat.

    Zum Thema USB Platten und dem Beitrag von Heinz. Da hast Du sicherlich Recht. USB Platten als Sicherungsmedium zu verwenden ist auf den ersten Blick sicherlich nicht optimal. Man muss dies aber auch immer im Zusammenhang mit den zu sichernden Daten sehen. Alleine bei Exchange habe ich hier bei uns ca. 500 GB zu sichern. Wenn ich das auf Bänder sichern möchte, dann muss ich erstmal einen überaus kostspieliges System anschaffen, dass in der Sicherungsgeschwindigkeit aber trotzdem nicht an USB Platten ran reicht. Desweiteren kann ich USB Platten eben an jeden PC anschließen um bei Bedarf zurück zu sichern. Ist halt, wie immer eine Frage der Kosten. Wieviel ist man bereit auszugeben, und welche Verfügbarkeit möchte man herstellen.

    System Center Data Protection Manager habe ich in einer Testinstallation laufen. Leider unterstützt dieser Server ja nur interne Platten oder Tapes. Allerdings plane ich eine solche, mit reichlich Platten ausgestattete Maschine anzuschaffen und diese in einem unserer Nebengebäude laufen zu lassen. Dann ist das sicherlich interessant.

     

    Danke Euch allen

    Gruß

    Flo

    Montag, 25. Juli 2011 06:19
  • Hallo Florian,

    falls der Thread für dich noch aktuell ist schlage ich dir als "internes" Volume zum Sichern ein iscsi Laufwerk vor.

    Das befindet sich z.B. auf einem NAS oder SAN Gerät und wird "lokal" gebunden und kann somit als Sicherungslaufwerk herhalten.

    Den Standort des NAS-San Gerätes kannst du dann in deinem LAN wählen (hängt dann nur noch von der Netzperformance ab).

    Eine Alternative zum Sichern mit USB Medien hätte ich noch (praktiziert und läuft)

    -Einbau eines Dawicontroll DC 300e Raidcontrollers pci-e (hier wird per Brücke die Raideigenschaft deaktiviert, den Controller gibt es mittlerweile auch als 600e)

    -der Controller ist HotPlug fähig.

    -um auf Performance zu kommen verwende ich einen ICY-Box IB-290 Rahmen (dieser wird mit SATA am Controller verbunden)

    -der Einschub enthält die 2,5" SicherungsHD und läuft im eingeschobenen Zustand mit SATA Performance und nicht mit der gemächlichen USB Power. Extern angeschlossen hat er USB Power

    -für jeden Tag einen Einschub Mo-Fr und die Sache läuft sehr schnell.

    Gruß


    Andreas Sturma
    Donnerstag, 6. Oktober 2011 15:49
  • Hallo Andreas,

    so ein Thread ist immer aktuelle:)
    Ich sichere nun schon seit jahren meine Server mit dem nativen Backup auf günstige USB Platten.
    Ich kann das nur empfehlen. Wer schonmal von irgendwelchen Bändern einzelne Dateien zurücksichern musste weiß, was Spulgeräusche alles bewirken können...

    Mittlerweile bin ich ähnlich wie Du soweit, dass ich mit einem 3,5 ICY Rahmen auf Interne SATA Platten sichere.
    Zum Auswerfen nutze ich Hotplug!.exe - Unter 2000/2003/XP klappt das hervorragend.

    Unter 2008R2 stoße ich allerdings an Grenzen. Wähle ich "Sicherung auf spezielle Festplatte erstellen (empfohlen) aus, kann ich die erste HDD als Ziel angeben und auch darauf sichern.
    Werfe ich diese allerdings aus und will die 2. HDD gleichen Typs einbinden erhalte ich eine Fehlermeldung vom WSB.
    "Die Syntax für den Dateinamen, Verzeichnisnamen oder die Datenträgerbezeichnung ist falsch"

    Ich habe auch versucht, auf ein Volume zu sichern. Ähnliche Effekte. Als letzt Lösung fällt mir nur der dritte Punkt ein, auf eine Share zu sichern. Quasi auf eine eigene Share. Aber das wäre nicht so elegant.

    Kommt man bei 2008R2 an USB denn nicht vorbei? Hat jemand einen Tipp?

    Gruß aus dem Sauerland

    Uli Reuber



     

    Freitag, 28. Oktober 2011 07:54
  • Hallo nochmal,

    ich bin im KB2009365 Artikel Option 3 fündig geworden. Mit USB erhält man die gleichte Fehlermeldung! :=)
    Schön wäre jetzt noch, wenn man den Namen bzw Beschreibung der Sicherungsdatenträger customizen könnte.
    Es besteht zwar die möglichkeit, das Volume in der Datenträgerverwaltung umzubenennen, Laufwerke die Offline
    sind erscheinen dann aber wieder kryptisch. 


    ---- schnipp ----

    Wenn Sie versuchen, eine geplante Sicherung einen zusätzlichen Datenträger hinzufügen, indem Sie den Assistenten für Windows Server-Sicherung planen, wird möglicherweise die folgende Fehlermeldung angezeigt:

    "Der Dateiname, Verzeichnisname oder Datenträgerbezeichnung ist ungültig"

    Option 3

    Hinzufügen eine neue Festplatte zu den Sicherungszeitplan durch Ausführen derwbadmin Befehl einer erhöhten Eingabeaufforderung aus.

    1.Führen Sie den folgenden Befehl aus einer erhöhten Eingabeaufforderung aus, um die Datenträger-ID der neuen Festplatte zu bestimmen:
    Wbadmin Get Datenträger

    2.Je nach der Ausgabe, suchen Sie den Datenträger, der die geplante Sicherung hinzugefügt werden soll. Notieren Sie sich die Datenträger-Bezeichner. Die Ausgabe sieht etwa wie folgt:
    Datenträgername: Xxxxxxxxxxx
    Anzahl Datenträger: x
    Datenträger-ID: {Xxxxxxxx-Xxxx-Xxxx-Xxxx-Xxxxxxxxxxxx}
    Speicherplatz insgesamt: xxx.xx GB
    Speicherplatz verwendet: xxx.xx GB
    3.Führen Sie den folgenden Befehl ein, um die geplante Sicherung den neuen Datenträger hinzufügen.t verwenden He Datenträger-ID aus der vorherigen Schritt als die "AddTarget-Parameter.
    WBADMIN ENABLE BACKUP - Addtarget: {Xxxxxxxx-Xxxx-Xxxx-Xxxx-Xxxxxxxxxxxx}

    4.Wenn Sie die folgende Meldung angezeigt wird, geben Sie J für Ja.
    "Möchten Sie geplante Sicherungen mit den oben genannten Einstellungen aktivieren? „

     

    Gruß

    Uli Reuber

    Freitag, 28. Oktober 2011 12:29
  • Hallo Uli,

    der Knackpunkt an der Sache ist der SATA Controller wie oben beschrieben. Dieser ist hotplugfähig und erledigt das auswerfen der USB Platte (ist ja im Sicherungsfall eine SATA Platte, wenn es um die Performance geht)

    Der Controller kostet ca.50 Euro (Brücke stecken statt Raid eben IDE Modus) und ist deshalb nicht recht teuer. Ebenso der beschriebene Einschub.

    Jetzt werden die HDs in den Einschüben dem Server als Sicherungsmedien bekannt gemacht und täglich gewechselt. Ich erstelle immer Vollbackups. Nach ca. 6-8 Monaten ist die HD voll und das Backupprogramm entfernt selbständig die ältesten Sicherungssätze (da muss man sich um nix kümmern). Ich verwende beim Kunden 5 Einschübe (Mo-Fr). Dies wird mit dem GUI geführten Backuptool konfiguriert.

    Zusätzlich sichere ich auf einem Volume mit wbadmin jeden Tag zu einer anderen Zeit alles parallel mit (extra Platte im Server). Der Hintergrund ist die schnelle Wiederherstellung (ohne das ein User eine HD wechseln muss) via Fernwartung.
    Zudem ist habe ich doppelte Backupleistung pro Tag.

    Um das zu testen ist kein hoher finanzieller Aufwand von Nöten. Alleinig in großen Servern habe ich SATA Verlängerungen nutzen müssen, da der pci-e Platz vom Fronteinsatz des Bays zu weit entfernt war.

     

    Gruß

    Andreas


    Andreas Sturma
    Freitag, 28. Oktober 2011 12:39
  • Ich muss die Gelegenheit nutzen meine Fragen an jemanden zu richten, der sich mit dem "Phänomen" Windows Server Sicherung auskennt.

    Ich habe bei einem Kunden 5 externe USB Platten die in unregelmäßigen Abständen getauscht werden - ich habe keinen Einfluss auf den Zyklus.

    Bei den Leistungseinstellungen ist "Immer vollständige ..." Sicherung angegeben und trotzdem macht sie nur bei einem Plattentausch eine Vollsicherung und die Tage danach Inkrementell. Warum?

    Wo kann ich in dem Fenster Windows Server Sicherung die Anzahl der Meldungen bestimmen. Die Anzahl der Meldungen varriert nämlich auch von Server zu Server.

    Danke im vorraus für die Hilfestellungen.

    lukas

    Dienstag, 27. März 2012 07:08
  • Hallo Lukas,

    die Vollsicherung wird nur ergänzt und wenn du unter Wiederherstellen einmal schaust wirst du die einzelen Punkte (Tag und Zeit) wieder finden und somit kannst du jeden erdenklichen Zeitpunkt wieder herstellen.
    Eine Vollsicherung dauert ziemlich lange und wäre eher kontraproduktiv.

    für dich als Supporter würde ich eine zweite Sicherung per wbamdin auf ein iscsi Gerät oder ein Volume auf der Platte für gut heißen.

    Hier ist dann die eher sporadische Sicherung auf die externen Medien gegeben und für die schnelle Wiederherstellung nimmst du die wbadmin Sicherung zur Wiederherstellung von gelöschten Inhalten.

    Kurz dazu:
    Habe auf einem Laufwerk (hier sind es meist NASserver qnap etc:) ein Volume angelegt (z.B. 1TB) und darauf lasse ich per wbadmin via iscsi zeitlich versetzt (z.B. 12.00 Uhr) eine Sicherung laufen. Ich muss mich hier um nix kümmern.
    Nach einiger Zeit ist das Volume voll und das Tool wbadmin verschiebt alte Sicherungen ins Nirwana und ich habe permanenten Zugriff auf alle wichtigen Laufwerke und Daten. Diese Option musst du im Servermanager erst unter Features freischalten. Ist nicht von Haus aus enabled.

    Das ganze läuft mit einer Batchdatei die über den Scheduler eingestellt ist.

    Fazit:
    1. Kunde hat externe Medien auf dem pro Medium eine Vollsicherung ist und darauf die zugehörigen inkrementellen.

    2. Kunde hat eine interne Sicherung und da bin ich als Admin sehr schnell bei der Herstellung da ich remote das ganze wieder restoren kann, ohne die USB Medien durchwechseln zu müssen.
    Das ganze läuft fehlerfrei seit gut 2 Jahren und ob die Leute vor Ort mal die USB nicht wechseln ist mir nicht so wichtig - das einzige was hier wichtig ist das ich ihnen ein Zeitfenster gebe wann die USB Platte getauscht wird - nämlich wenn der Backupvorgang abgeschlossen ist.

    Vielleicht hilft dir diese Erklärung weiter.


    Andreas Sturma

    Dienstag, 27. März 2012 07:34
  • Danke für die Hilfestellungen.

    Weiß noch jemand etwas über die Anzahl der Meldungen, warum in der GUI der Server Sicherung meistens nur die letzten 10 Sicherungen angezeigt werden? Und wo man diesen Wert vielleicht einstellen kann?

    Kann es sein, dass auf einem Server 2008 mit Exchange 2007 wegen des Exchange jeden Tag eine Vollständige Sicherung durchgeführt wird?

    Danke und Schönen Abend

    lukas


    Donnerstag, 19. April 2012 14:57