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RDP Nutzung auf dem Server RRS feed

  • Frage

  • Hallo,

    wir haben bei uns einen Windows 2012 Server stehen auf welchem unter anderem ein SQL-Server läuft.

    Nun haben wir ein Anwendungsprogramm welches auf den Win10-Clients läuft und auf eben diesen SQL-Server zugreifen muss.
    Soweit läuft auch alles ohne Probleme.

    Nun braucht 1 x Mitarbeiter einen Heimarbeitsplatz.
    Kein Problem dachte ich mir, schaltest über FritzBox einen VPN-Zugang, installierst die Software auf dem Client und gut.

    Nur, leider klappt das nicht. SQL Abfragen über VPN dauern zu lange, laut Hersteller funktioniert das bei keinem Kunden.
    Tja, da bin ich schonmal enttäuscht.

    Der Hersteller empfiehlt ausdrücklich "dann bietet sich nur eine RDP Verbindung auf einem der Server an, auf dem der Client installiert ist".
    Es kann sein das ich in der Vergangenheit lebe, aber "Anwendersoftware" hat doch nichts auf einem Server zu suchen und ich habe mal gelernt (lange her) das Benutzer erst recht nichts auf dem Server zu suchen haben.

    Wenn sich ein Benutzer per RDP auf den Server einwählt, dann ist das doch nichts anderes als wenn er sich direkt vor die Kiste setzen und einloggen würde, oder?

    Eventuell verstehe ich hier etwas falsch, aber sollte man in so einem Fall nicht einen virtuellen Win10 Client aufsetzen und sich dann auf diesen per RDP einwählen?
    Oder gleich mit einem Terminalserver arbeiten?

    Montag, 11. Dezember 2017 12:22

Alle Antworten

  • Bzgl. RDP hast du natürlich Recht.
    Und was RDP an Win10 angeht, so wird da auch nur 1 User unterstützt. Meldest du dich mit einem anderen User an, wird der angemeldete dann abgemeldet. Nicht so sehr hilfreich. Du brauchst dann je User eine Win10-VM. Ob das billieger wird?

    Was die Anwendersoftware angeht, so scheint es keine explizite Client-Anwendung zu sein.
    I.d.R. schreibt man Datenbankanwendungen so, dass sie jederzeit auch über lange und ggf. langsame Leitungen ihre Abfragen an den Server senden, dieser kumuliert und aggregiert und sendet das Ergebnis zurück.
    Dieses Ergebnis sollte normalerweise keine Megabytes eher nur Kilobytes umfassen.

    Deine Anwendung zieht sich aber anscheinend ganze Tabellen in den Speicher, was lokal natürlich schnell ist, aber remote nicht verwendungsfähig.
    Ich halte dies dann eher für ein schlechtes Design der Anwendung, denn reine Terminal-Server-Anwendungen sind auch lizenzrechtlich nicht die preiswertesten.

    Montag, 11. Dezember 2017 14:18
  • Ja, leider habe ich auf die Anwendungssoftware keinen Einfluß.
    Das Programm wurde schon vor meiner Zeit angeschafft und soll in jedem Fall bleiben.

    Was habe ich dann für Möglichkeiten?
    Montag, 11. Dezember 2017 14:39
  • Nur, wie der Hersteller vorschlägt:
    Einrichten eines Windows-Terminalservers (TS), bestellen der entsprechenden User-Lizenzen und die User die Anwendung per RDP verwenden lassen.
    U.U. auch prüfen, ob diese Software nicht ggf. weitere spezielle TS-Lizenzen von Drittsoftware benötigt (z.B. Office).

    Und zukünftig nach einer anderen Anwendung suchen, die auch netzwerkfähig ist;-).

    Montag, 11. Dezember 2017 15:02
  • Okay, aber das die Aussage "dann bietet sich nur eine RDP Verbindung auf einem der Server an, auf dem der Client installiert ist" den "falschen" Weg beschreibt ist dann schonmal richtig oder?
    Den es wird hier nicht von einem TS gesprochen.

    Montag, 11. Dezember 2017 16:33
  • Hallo,

    es ist wahrscheinlich so gemeint dass du die RDP Sitzung nicht auf den SQL Server selber aufbaust, sondern einen Server nimmst wo du die Client Software der Anwendung installierst. Dann kannst du auf diesen (Client)Server über RDP zugreifen. Wenn es nur wenige Nutzer sind, reicht eine 5 RDP User Cal aus. Wenn es eine echte Terminalserverumgebung sein sollte, dann sind die Anforderungen an Lizenzen und Infrastruktur deutlich höher.


    Benjamin Hoch
    MCSE: Data Platform & Data Management and Analytics
    MCSA: SQL Server 2012/2014 & 2016 DB Administration
    MCSA: Windows Server 2012

    Montag, 11. Dezember 2017 16:46
  • Am 11.12.2017 schrieb Angler77:

    Okay, aber das die Aussage "dann bietet sich nur eine RDP Verbindung auf einem der Server an, auf dem der Client installiert ist" den "falschen" Weg beschreibt ist dann schonmal richtig oder?
    Den es wird hier nicht von einem TS gesprochen.

    Wenn sich ein Benutzer auf einem Terminal Server (TS) anmeldet, dann
    geschieht das über RDP. Also ist die Aussage des Herstellers richtig.
    ;)

    Servus
    Winfried


    WSUS Package Publisher: http://wsuspackagepublisher.codeplex.com/
    HowTos zum WSUS Package Publisher http://www.wsus.de/wpp
    GPO's: http://www.gruppenrichtlinien.de
    NNTP-Bridge für MS-Foren: http://communitybridge.codeplex.com/

    Montag, 11. Dezember 2017 17:10
  • Ich gehe nicht davon aus das der Mitarbeiter von einem TS Server gesprochen hat, weil der kennt das System vor Ort und weiß das wir keinen TS haben.

    Montag, 11. Dezember 2017 17:11
  • Aber ein Server, auf dem die Software per RDP verwendet werden soll, ist per Definition ein TS.
    Der TS stellt Terminaldienste zur Verfügung, m.a.W. er erspart dir den PC und du kannt mit sog. Thin-Clients, die nichts als RDP können, zugreifen.

    D.h., für Heimarbeitsplätze, für die die Software als Client nicht funktionabel ist, musst du den TS-Dienst anbieten.
    Alternativ geht dann auch ein Windows-10-Client, in den man sich remote z.B. per Teamviewer einloggen kann.
    Dann brauchst du nicht mal ein VPN.
    Dann brauchst du nur die Teamviewer-Lizenz, die aber auch nicht ganz ohne ist.

    Montag, 11. Dezember 2017 17:57
  • Am 11.12.2017 schrieb Angler77:

    Ich gehe nicht davon aus das der Mitarbeiter von einem TS Server gesprochen hat, weil der kennt das System vor Ort und weiß das wir keinen TS haben.

    Ihr habt keinen TS, Millionen anderer Firmen haben einen oder viele
    TS am Start. Schau über den Tellerrand. ;)

    Servus
    Winfried


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    Montag, 11. Dezember 2017 20:23
  • Okay, dann mal zusammenfassend:

    1. Ein Windows Server mit Freigab für RDP ist ein Terminalserver (Schande übr mich,dachte man müsste einen extra Dienst installieren, hatte halt bisher noch nicht damit zu tun).

    2. Der Windows Server auf welchem der SQL läuft sollte nicht als TS mißbraucht werden.

    3. Am sinnvollsten setzte ich einen weiteren Win2012 Server in der VM auf und nutze diesen ausschließlich als TS

    Soweit richtig?

    Dienstag, 12. Dezember 2017 09:07
  • Moin,

    zu 1. würde ich das so formulieren: Sofern der RDP-Zugriff nicht der Administration eben dieses Servers dient, gelten alle lizenzrechtlichen Vorgaben des Terminalservers auch dann, wenn die RDSH-Rolle als Solche nicht installiert ist.

    2. ja, schon allein deshalb, dass Du einem User interaktive Anmeldung an einem Server erlauben müsstest. Es gibt aber noch mehr Gründe, es nicht zu tun.

    3. korrekt.


    Evgenij Smirnov

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    Dienstag, 12. Dezember 2017 09:40