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SQL Server 2017 Standard Lizenzierung RRS feed

  • Frage

  • Hallo, liebe Techies!

    Ich habe eine Frage zu einer SQL Server 2017 Standard-Lizenzierung:

    Wenn man die JTL-Wawi benutzt, um auf den SQL Server zuzugreifen, und alle Benutzer der Wawi greifen immer über denselben Benutzer (sprich sa) auf die Datenbank zu, braucht man dann nur 1 User-CAL, oder doch mehrere?

    Und wenn man theoretisch nur eine CAL bräuchte, würde eine weitere mit einem parallel geführten User einen Performanceunterschied bedeuten? Ich meine, wie funktioniert die Abarbeitung der Befehle eines Users, wenn mehrere Benutzer darüber Befehle ausführen? Nacheinander oder mehrere gleichzeitig?

    Mit freundlichen Grüßen, 

    TiMo404


    • Bearbeitet TiMo404 Dienstag, 2. April 2019 09:10 was vergessen
    Dienstag, 2. April 2019 09:01

Antworten

  • Moin,

    es ist keine "Account-CAL", sondern eine "User-CAL". User bedeutet dabei eine Person. Somit brauchst Du, wenn Du SQL im Server+CAL-Modell lizenzierst, für jeden zugreifenden User (=Person) eine CAL.

    Hast Du ein nachgelagertes System, was z.B. aus der WaWi einen Regalroboter steuert, so braucht dieses vermutlich keine Lizenz, auch wenn der Zugriff mit einem eigenen Account erfolgt. Druckt der Roboter aber Packlisten, die dann durch Lagerarbeiter abgezeichnet werden, so fürchte ich fast, dass aus Microsoft-Sicht die Lagerarbeiter auch als SQL-Nutzer zu zählen sind - selbst wenn sie auf die WaWi nicht zugreifen. Das ist aber schon die höhere Kunst und solche Fälle sind bei Verdacht mit einem Lizenzanwalt abzuklären.

    Last but not least: Anwendungen mit einem SA-Account auf den SQL-Server zugreifen zu lassen, ist das Gegenteil von Best Practice, auch wenn einige Software-Hersteller das so in ihrem Setup-Guide abgebildet haben.


    Evgenij Smirnov

    http://evgenij.smirnov.de

    • Als Antwort markiert TiMo404 Dienstag, 2. April 2019 09:23
    Dienstag, 2. April 2019 09:10
  • Und wenn man theoretisch nur eine CAL bräuchte, würde eine weitere mit einem parallel geführten User einen Performanceunterschied bedeuten?

    Ich meine, wie funktioniert die Abarbeitung der Befehle eines Users, wenn mehrere Benutzer darüber Befehle ausführen? Nacheinander oder mehrere gleichzeitig?

    Das mit Usernamen und CALs haben wir ja schon geklärt ;-)

    SQL arbeitet mit Verbindungen. Innerhalb einer Verbindung wird eine Transaktion nach der anderen abgearbeitet, was aber auch eine Parallelität beinhalten kann, je nachdem, wie die Abfragen gestrickt sind. Aber es kann durchaus mehrere Verbindungen vom gleichen Client zum gleichen Server unter dem gleichen Userkontext geben - die sind dann halt zwingend parallel und wissen auch nichts voneinander. Das alles stark vereinfacht, natürlich ;-)


    Evgenij Smirnov

    http://evgenij.smirnov.de

    • Als Antwort markiert TiMo404 Dienstag, 2. April 2019 09:24
    Dienstag, 2. April 2019 09:20

Alle Antworten

  • Moin,

    es ist keine "Account-CAL", sondern eine "User-CAL". User bedeutet dabei eine Person. Somit brauchst Du, wenn Du SQL im Server+CAL-Modell lizenzierst, für jeden zugreifenden User (=Person) eine CAL.

    Hast Du ein nachgelagertes System, was z.B. aus der WaWi einen Regalroboter steuert, so braucht dieses vermutlich keine Lizenz, auch wenn der Zugriff mit einem eigenen Account erfolgt. Druckt der Roboter aber Packlisten, die dann durch Lagerarbeiter abgezeichnet werden, so fürchte ich fast, dass aus Microsoft-Sicht die Lagerarbeiter auch als SQL-Nutzer zu zählen sind - selbst wenn sie auf die WaWi nicht zugreifen. Das ist aber schon die höhere Kunst und solche Fälle sind bei Verdacht mit einem Lizenzanwalt abzuklären.

    Last but not least: Anwendungen mit einem SA-Account auf den SQL-Server zugreifen zu lassen, ist das Gegenteil von Best Practice, auch wenn einige Software-Hersteller das so in ihrem Setup-Guide abgebildet haben.


    Evgenij Smirnov

    http://evgenij.smirnov.de

    • Als Antwort markiert TiMo404 Dienstag, 2. April 2019 09:23
    Dienstag, 2. April 2019 09:10
  • Moin,

    würde Dir auch Raten einen Lizenzexperten dazu zu befragen, um wirkliche 100% Sicherheit zu haben. Ich vermute fast auch, dass die Benutzer zählen im Worst Case.

    Bitte keinen SA User für Programme oder ähnliches verwenden. :-)

    Wie meinst Du das mit der CAL und der Performance?

    Grüße


    "Es gibt Tage da verliert man und Tage da gewinnen die anderen" :-)

    Dienstag, 2. April 2019 09:15
  • Und wenn man theoretisch nur eine CAL bräuchte, würde eine weitere mit einem parallel geführten User einen Performanceunterschied bedeuten?

    Ich meine, wie funktioniert die Abarbeitung der Befehle eines Users, wenn mehrere Benutzer darüber Befehle ausführen? Nacheinander oder mehrere gleichzeitig?

    Das mit Usernamen und CALs haben wir ja schon geklärt ;-)

    SQL arbeitet mit Verbindungen. Innerhalb einer Verbindung wird eine Transaktion nach der anderen abgearbeitet, was aber auch eine Parallelität beinhalten kann, je nachdem, wie die Abfragen gestrickt sind. Aber es kann durchaus mehrere Verbindungen vom gleichen Client zum gleichen Server unter dem gleichen Userkontext geben - die sind dann halt zwingend parallel und wissen auch nichts voneinander. Das alles stark vereinfacht, natürlich ;-)


    Evgenij Smirnov

    http://evgenij.smirnov.de

    • Als Antwort markiert TiMo404 Dienstag, 2. April 2019 09:24
    Dienstag, 2. April 2019 09:20
  • Vielen Dank für die schnellen Antworten!

    Damit konnte ich meine Fragen schon klären. :)

    Dienstag, 2. April 2019 09:27
  • Achtung: Microsoft betrachtet lizenzrechtlich ebenso sog. Passthrough-User!

    Also User, die mittels Software auf einen SQL-Server zugreifen benötigen eine eigene Lizenz.
    Dies gilt auch, wenn die Software selber immer den selben Namen verwendet.

    Hast du also 100 Wawi-User sind ebensoviele User-CAL's erforderlich.
    Dies gilt ebenso für Geräte, die via Software auf den SQL-Server durchgreifen.
    Hier sind entsprechende Geräte-CAL's erforderlich.

    Somit kann man dann leicht ausrechnen, ab wann sich bereits eine Core-Lizenzsierung lohnt, bei der die Anzahl User dann keine Rolle mehr spielt.

    Die Betonung liegt hier auf durchgreifen!
    Habe ich z.B. nur eine Batchschnittstelle zu einem LVS, benötigt diese keine eigene Lizenz.

    Was den Grad der Parallelität angeht, so hängt dies i.W. von der Anzahl unterstützter bzw. bei VM's zugewiesener CPU's zu (Cores * CPUs je Core).

    Dienstag, 2. April 2019 09:44
  • Dies gilt ebenso für Geräte, die via Software auf den SQL-Server durchgreifen.

    Hier sind entsprechende Geräte-CAL's erforderlich.


    Es gibt keine Geräte-CALs für SQL.

    Evgenij Smirnov

    http://evgenij.smirnov.de

    Dienstag, 2. April 2019 09:55
  • OK, dann halt für den Windowsserver, das macht eh kaum einen Unterschied, da man ja angeblich den SQL-Server nach Möglichkeit alleine auf dem Server beschäftigen soll.

    Dann kommt natürlich je SQL-User auch noch ein Windows-User dazu...

    Dienstag, 2. April 2019 11:00