Serviceentwicklung für Windows Server AppFabric (de-DE)

Serviceentwicklung für Windows Server AppFabric (de-DE)

Beachte: Ein Teil der verlinkten Artikel sind nur auf Englisch verfügbar.



AppFabric erweitert die existierenden Serverfähigkeiten des Windows Server und macht es einfacher Web- und zusammengesetzte Applikationen, die auf den Internet Information Services (IIS) laufen, zu erstellen, zu skalieren und zu administrieren. Für Webapplikationen stellt AppFabric Caching-Funktionalität bereit. Diese wird genutzt um Applikationsdaten schneller erreichbar, skalierbar, und hochverfügbar zu machen. Diese Funktionalität basiert auf der Technologie, die unter dem Codenamen "Velocity" bekannt war.

Für zusammengesetzte Applikationen macht es AppFabric leichter Dienste, die auf der Windows Workflow Foundation (WF) und der Windows Communication Foundation (WCF) basieren, zu erstellen und zu managen. Diese Funktionalität basiert auf der Technologie, die unter dem Codenamen "Dublin" bekannt war.

Einführung in AppFabric

Die Vorteile einer Service-orientierten Applikation, auch SOA genannt, basierend auf eigenständigen Diensten wurden in verschiedenen MSDN-Artikeln diskutiert. Diese Vorteile werden durch WCF, das in verschiedene andere Technologien wie WCF Data Services, WCF Rich Internet Applications (RIA) und WCF REST Services integriert wurde, ermöglicht. Im .NET 4 Framework wurde WCF stark integriert und verfügt über eine besser WF-Laufzeitumgebung, welche es ermöglicht WCF-Dienste basierend auf WF zu erstellen.

Egal welche Technologie genutzt wird um Dienste zu erstellen, ergeben sich Herausforderungen basierend auf folgenden Fragen:

  • Auf welche Features der Plattform kann man bei der Erstellung von Server-Applikationen zurückgreifen, um die Applikationen zu vereinfachen und den Fokus mehr auf den Kunden zu legen?
  • Wo kann man die Tests nach der Erstellung laufen lassen?
  • Wie kann man sie in Produktion laufen lassen?
  • Wie kann man sie administrieren?

Dieser Artikel erklärt wie Windows Server AppFabric, im Zusamenspiel mit dem .NET 4 Framework, diese Probleme lösen kann.

Erstellung von WF-Diensten

Abhängig von der Architektur der Applikation, bilden Dienste die mittlere Schicht. Beispielsweise werden WCF Data Services für die Datenschicht genutzt und bilden zusammen mit anderen Diensten die Mittelschicht. Für einen Überblick über WF-Dienste in .NET 4 ist der folgende MSDN-Artikel empfehlenswert - A Developer's Introduction to Windows Communication Foundation 4. In der Mittelschicht sind WF-Dienste bestens aufgehoben, da sie stark auf dem deklarativen Ansatz für die Zusammensetzung von Diensten fokusiert sind. Für weitere Information über WCF-Dienste bietet David Chappel's 'The Workflow Way' einen guten Einstieg in dieses Thema.

Die Hauptvorteile die WF-Dienste bieten sind folgende:

  • Langlebige Applikationen, die auf Eingaben für die Aktivierung warten, wie beispielsweise Nachrichten.
  • Ein komplettes, sequentielles Ablaufsprogrammiermodell welches die Komplexität von mehreren asynchronen I/O-Aufrufen handhabt.
  • Koordination von Nachrichten für Workflow-Instanzen unter der Nutzung von Nachrichtenkorrelationen. WF-Dienste im .NET 4 Framework bieten inhaltsbasierte Korrelation, die es ermöglicht den Inhalt von Nachrichten nach einer speziellen Information abzufragen und damit die Indentifizierung spezifischer Workflow-Instanzen, zu denen diese Nachricht gehört. Dies ermöglicht in langlebigen Szenarien die Möglichkeit spezifische Workflow-Instanzen aufzurufen, wenn der Client Nachrichten sendet.
  • Konsistente WCF- und WF-Überwachung mit dem Event Tracing für Windows (ETW). Die WCF- und WF-Laufzeitumgebung ermöglicht die Verfolgung von ETW-Ereignissen um eine detailliertes Monitoring und eine detaillierte Diagnostik durchzuführen. Die Nutzung von ETW führt zu besserer Leistung mit wenig Einfluss auf die eigentliche Applikation.
  • Eine große Auswahl von Workflow-Aktivitäten für die Erstellung von Businessprozessen. Insbesodere hier ist die Flowchart-Aktivität sehr mächtig dadurch dass sie eine Erstellung von Workflows durch dieselbe grafische Repräsentation eines Businessprozesses wie in Visio ermöglicht.
  • Ein einfaches Erweiterungmodell der Workflow-Aktivitäten ermöglicht die Erstellung von eigenen Workflow-Bibliotheken.


Siehe auch


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